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Kommentare zu:
"Menschen mit HIV überlegen sich immer noch sehr gut, wo und wann sie ihren Status offenlegen"


#11 NachfrageAnonym
  • 28.11.2020, 11:53h
  • Antwort auf #9 von Homonklin_NZ
  • 1. Beim Leisten erster Hilfe sollte man generell vermeiden, eine blutende Person ohne Handschuhe anzufassen. Selbst ohne Handschuhe müssten schon ziemlich viele Ausnahmesituationen eintreten, um tatsächlich eine ausreichende Menge infiziertes Blut in den eigenen Körper zu bekommen. Mir ist also immer noch nicht klar, wie genau eine helfende Person ihr Verhalten ändern sollte, wenn sie weiß, dass die andere Person HIV hat. Soll sie noch ein zweites Paar Handschuhe drüberziehen?

    2. Die Personen, die den Helfenden sagen könnten, dass HIV vorliegt, müssen das erst einmal selbst wissen. Wenn sie es wissen, stehen sie meistens unter Medikation, was meines Wissend auch eine Infektion durch Blut ausschließt. Unwissentlich Infizierte, bei denen im extremen Ausnahmefall eine Infektion möglich wäre, können logischerweise auch die Helfenden nicht informieren.

    3. Personen, die Polizei und Feuerwehr angreifen, weil sie verwirrt und / oder aggressiv sind, werden in der Regel vorher nicht artig über ihre HIV-Infektion aufklären. Da stellt sich die Verantwortungsfrage in dieser Form eh nicht. Auch hier müssen Helfende sich sowieso in JEDEM Fall schützen.
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#12 NachfrageAnonym
#13 ConradWAnonym
  • 28.11.2020, 15:39h
  • In den USA bei derzeit ca 1,1 Mio Menschen mit HIV gab es im Zeitraum 1985 - 2013 nur 58 als Arbeitsunfall dokumentierte Übertragungen im Gesundheitsbereich. Bei dem letzten singulären Fall handelte es sich um eine Stichverletzung mit hoch infektiösem Material in einem Labor 2008. Alle andere Fälle lagen vor 1999 vor der breiten Verfügbarkeit von HAART. Es gab keinen einzigen Fall in der Gruppe der Paramedics/Sanitäter. Dazu noch 150 mögliche, aber nicht vorschriftsmäßig dokumentierte Fälle, darunter finden sich 6 Sanitäter.

    Angesichts dieser Zahlen, der weiten Diskriminierung HIV positiver Menschen und der allgemein Unwissenheit selbst im Gesundheitsbereich zu den praktisch nicht existenten Übertragungsrisiken, solange nur allgemeine Hygieneschutzmaßnahmen eingehalten werden, dürfte eine Vorabmitteilung des HIV+ Status in Notfallsituationen wohl kontraproduktiv erscheinen und höchstens eine nachträgliche Bekanntgabe angebracht sein, falls denn die Umstände eine PEP überhaupt sinnvoll erscheinen lassen. Doch etwaige Untersuchungen zur PEP-Indikation müssten bei Stichverletzungen oder direktem Schleimhautkontakt mit möglicherweise kontaminierten Blut, unabhängig vom Wissensstand der Betroffenen über ihren HIV Status sowieso eingeleitet werden.

    CDC Notes from the Field: Occupationally Acquired HIV Infection Among Health Care Workers United States, 19852013

    www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm6353a4.htm
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