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Kommentare zu:
LGBTI im "Tatort": Aus Witz- und tragischen Figuren wurden selbstbewusste Charaktere


#1 Homonklin_NZAnonym
  • 29.11.2020, 19:38h
  • Das ist ein sehr ausfürlicher und doch kompakt strukturierter Artikel, der bestimmt eine Menge Zeit für Recherchen gekostet hat. Ich habe das gern durchgelesen, obwohl mir die Sendung eher etwas aus der häufigen Erzählung und Erwähnung durch meine Mutter sagt.
    Die Gründe, warum es anscheinend kein vollständiges, online erreichbares Archiv für alle Folgen gibt, liegen wahrscheinlich darin begraben, dass diese Serie auch in Wiederholungen noch eines der besten Zugpferde für Macher und Sender darstellt.

    Die das in DuSchlauch hochladen, haben wahrscheinlich keine offizielle Lizenz dafür eingeholt. Das sollte man vorher klären.

    ""Bei der Polizei wird die Situation schwuler Polizisten (Folgen 733, 1098) als schwerer als die von lesbischen Polizistinnen dargestellt (Folge 1111). ""

    Ist wohl noch schlimmer, als in der Bundesliga oder beim Surfsport. Man findet einfach Keine, es ist, wie die Suche nach dem funkelblauen Diamanten. In einem Land, das diese verbietet. Wenn es sie gibt, werden sie wohl damit konfrontiert werden, von den Kameraden nicht ganz für voll genommen zu werden. Wahrscheinlich sogar gemobbt, wer weiß.

    ""Gerade weil Küsse unter Männern im "Tatort" so wenig selbstverständlich sind (s. a. Folgen 742, 1128), ist es naheliegend, dass in einem "Tatort" von 2017 darüber diskutiert wurde, ob ein Polizist auf der Dienststelle seinen Freund küssen dürfe ""

    Das erzeugt wahrscheinlich desto mehr Probleme, falls er es uniformiert versuchen würde. Matter of indecency.

    ""Viele Schwule haben Angst vor einer Darstellung in Lack und Leder. ""

    Das wusste ich nicht mal. Woher rührt das? Vielleicht ist das einer der Gründe, warum man so oft Ablehnung erfährt, wenn man fetischlastig romantisch unterwegs ist. Und die Männer damals in den knacke-engen, sogenannten Froschkombis bei den Motorradstaffeln waren einfach h-e-i-ß!
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#2 Ralph
  • 30.11.2020, 10:01h
  • Antwort auf #1 von Homonklin_NZ
  • Das mit den Küssen zwischen schwulen Männern ist offenbar ein Thema, das ungeheuer viele Heten intensiv beschäftigt und dem eine weit größere Bedeutung zukommt, als der Durchschnittsschwule, der um sich herum unablässig knutschende Mann-Frau-Paare wahrnimmt, vermuten sollte. Ich habe gerade erst eine Reportage über zwei Israelis gesehen, die durch eine Leihmutter in den USA zu zwei Kindern (Zwillingen, jeder ist Vater eines der beiden Kinder) gekommen sind. Bei ihrer Ankunft in Portland ist die Geburt schon unerwartet früh im Gange, und sie erhalten im Taxi zur Klinik erste Fotos ihrer Kinder aufs Tablet. Vor Freude küsst einer der beiden den anderen. Obwohl Kamera und Mikrofon laufen, fordert der Taxifahrer die beiden auf, einander in seinem Taxi nicht zu küssen.
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#3 Homonklin_NZAnonym
  • 30.11.2020, 15:37h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Das ist traurig.
    Grade, wo der doch mitgeschnitten haben muss, dass ihre Kinder zur Welt kamen, da hätte man eher erwartet, er beglückwünscht die Beiden.

    Meine Tante (Michigan) hat sich auf der Geburtstagsparty meines Cousin schon Tage lang damit beschäftigt, dass ein Army-Kumpel von ihm beim Zusammensitzen seinen Arm um seine Schulter gelegt hatte. Sie ließ sich darüber aus, dass Männer so etwas nicht machen, und sie den Verdacht hege, der andere sei ein "Fag".
    Na ja aber die sind da überaus religiot. Kein Wunder also.

    Die Darstellung von küssenden Männern scheint ja aber im TV, wie er oben schreibt, auch eine echt langwierige Entwicklung gehabt zu haben. Wenn diese Serie eine Art Zeitspiegel verkörpert, war vielleicht die Wirklichkeit oft schneller und früher dran.

    Sich umarmende, küssende Polizisten habe ich als Teen oft gezeichnet. Manche Dinge bleiben aber nicht mehr, als ein alberner Traum. Ein bisschen ist diese Serie somit sicher Fantasy.
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#4 jochenProfil
  • 30.11.2020, 21:51hmünchen
  • In der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre waren Schwule im Film oder Fernsehen (mit Tatort kenne ich mich leider nicht aus den sehe ich kaum) meist tragisch oder lächerlich. in den 80er Jahren hat sich dann wirklich was geändert und man versuchte Schwule oder Lesben mehr als normale Menschen darzustellen, und versuchte ihre Lage zu verstehen.

    Heute, wenn man sich so in der Fernsehlandschaft umsieht, will man Schwule im TV gerne als schrille Krawall Tunten oder Transen oder als knallbunte Drags.

    Jedoch repräsentativ ist das alles nicht.
    Das ärgert mich schon manchmal.
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