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Kommentare zu:
Wort des Jahres: "Gendersternchen" auf Platz 9


#11 LinguistinAnonym
  • 30.11.2020, 14:59h
  • Antwort auf #10 von Athreus
  • 1.
    Es geht nicht um einzelne Wörter, sondern um einen Gesamttext.

    2.
    Du argumentierst genau wie Corona-Leugner: "Trump hat es gut überstanden, also wird es schon nicht so schlimm sein. Die ganzen Virologen sind gekauft, was wissen Wissenschaftler schon."

    3.
    Dürfen in Vorständen keine Frauen sein, weil Du nur "der Vorstand" schreibst? Wie ist denn die gendergerechte Version von "der Vorstand"?
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#12 Leseverweiger*inAnonym
  • 30.11.2020, 15:32h
  • Antwort auf #10 von Athreus
  • "Oh ja, jetzt sehe ich es: wie das Textverständnis zu Bruch geht, der Inhalt vollkommen unverständlich wird und mich beim Lesen des Sternchens völlige Erschöpfung übermannt."

    Naja, dass Lesen an sich hierzulande als grundsätzlich "anstrengend" und "mühevoll" wahrgenommen wird, ist ja nichts Neues. Deshalb lassen es die meisten Bürger*innen ja gleich. Und dass es in diesem Land bereits ein gravierendes Problem beim simplen Textverständnis gibt, beweist Pisa jedes Jahr aufs neue. Auch ohne Gendersternchen. LOL.

    Besonders lustig finde ich es ja immer dann, wenn Leser*innen sich nicht erblöden, eigene Unfähigkeiten und Defizite zum Argument zu adeln. Dass Lesen "ermüdend" ist, ist in diesem Land ja bereits schamloses Selbstbekenntnis.

    (Puuh, nach diesem langen Text brauche ich erst mal ein Nickerchen)
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#13 Leseverweiger*inAnonym
#14 AthreusProfil
  • 30.11.2020, 16:34hSÜW
  • Antwort auf #11 von Linguistin
  • Ein Tipp fürs nächste Mal: Das Einmaleins der heueren Debattenkultur besagt ganz klar, dass wenn man schon sinnentkernte Vergleiche bemüht, um den eigenen Standpunkt künstlich und moralisch zu überhöhen und das Gegenüber abzuwerten, auch zur Haubitze, statt der Handgranate greift.

    Das heißt im konkreten Fall, Sie hätten mich folgerichtig mindestens als kleinen Trump betitulieren oder deutschlandspezifisch, statt mich mit Coronaleugnern mit Holocaustleugnern in Verbindung bringen sollen.

    Ich fürchte, Sie haben ihr Potential an Niedertracht nicht ausgeschöpft! Das können Sie besser.
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#15 PiepmatzAnonym
  • 30.11.2020, 17:19h
  • Prof. Dr. Walter Krämer, als Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler 1. Vorsitzender des sprachreaktionären Vereins deutsche Sprache, der gern mal Vokabeln wie "Genderwahn" und "Meinungsterror" verwendet, zog neulich im Interview über das unsinnige Genderstern her, mit dem, so wörtlich "Bisexuelle" markiert werden sollten.

    (Krämer ist übrigens auch dann "Vorsitzender", wenn er abends ein Bierchen zischt, während Student_innen angeblich nur in exakt dem Zeitraum "Studierende" sein können, in dem sie ihre Nasen in ein Buch stecken, aber das nur am Rande.)

    Das ist leider ziemlich typisch für das Niveau der meisten Kritik. Die Ablehnung ist selten mit entsprechender Fachkenntnis, weitem Blick oder auch nur mäßigem Interesse am Thema verbunden. Nicht mal der Vertreter eines Sprachhüter-Vereins hat sich ausreichend informiert, worum es überhaupt geht, haut aber öffentlich Kritik raus.

    Aber wen interessieren im zweiten Zeitalter von "Daumen hoch, Daumen runter" heute noch Fakten?
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#16 michael hnkAnonym
#17 LeashAnonym
  • 30.11.2020, 17:24h
  • Ich glaube wenig bringt Leute so auf die Palme wie dieses kleine Sternchen, könnt das Thema ja mal an Weihnachten bei euren Liebsten ansprechen wenn's zu langweilig wird :)
    Klar gibt es wichtigeres (gleiche Bezahlung), aber ich persönlich finde es gut. Ich finde es generell gut wenn man aufpasst wie man sich ausdrückt und rücksichtsvoll ist (mancher mag es "Sprachpolizei" nennen). Ich finde es wäre gerechter. Aber mir kann es auch egal sein, ich als Mann werde ja eh immer deutlich erkennbar angesprochen.
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#18 Retro-NewsflashAnonym
  • 30.11.2020, 17:47h
  • Antwort auf #16 von michael hnk
  • Tut mir ja leid, aber wer "Ärztinnen und Ärzte" für eine Formulierung hält, die "streng gendergerecht" ist, kann objektiv nicht verstanden haben, weshalb das Gendersternchen eingeführt wurde und wen es inkludieren soll.
    Da gibt es leider wenig Interpretationsspielraum.
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#19 PiepmatzAnonym
  • 30.11.2020, 18:01h
  • Antwort auf #17 von Leash
  • "wenn man aufpasst wie man sich ausdrückt und rücksichtsvoll ist (mancher mag es "Sprachpolizei" nennen)"

    Es ist generell kein gutes Zeichen für eine Gesellschaft wenn jeder Mensch, der für ein bisschen mehr Inklusion und Respekt wirbt, als Vorreiter_in einer "Diktatur" oder "Gedankenpolizei" beschimpft wird. Da herrscht das problematische Ideal einer absoluten individuellen Freiheit, die nicht einmal zum Schutz Anderer eingeschränkt werden dürfe. Die konsensuale (!) Einschränkung von individueller Freiheit ist aber die Voraussetzung für die allgemeine Freiheit. Und die Regeln müssen nun mal immer wieder neu verhandelt werden. Da ist es nicht hilfreich (und außerdem sehr kurzsichtig), jeden Wandel als Beginn einer Diktatur zu dämonisieren, als lebten wir derzeit in einer (Sprach-)Welt ohne alle Regeln.

    Wer zu dem Thema ein paaar kluge grundsätzliche Gedanken lesen möchte, dem_der kann ich einen Artikel von Samira El Ouassil herzlich empfehlen:

    "Woher kommt diese masochistische Begeisterung, jede Form von Regulierung als Verbot zu begreifen?"

    www.spiegel.de/kultur/verbotskritik-verbieten-kolumne-ueber-
    gesellschaftlichen-wandel-a-e1d646b5-ec4b-4b02-bb90-b937be92
    9aaf
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#20 michael hnkAnonym

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