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Kommentare zu:
Wort des Jahres: "Gendersternchen" auf Platz 9


#41 TheDadProfil
  • 01.12.2020, 13:05hHannover
  • Antwort auf #32 von Linguistin
  • ""Es ist ein Kollektivum, ähnlich wie z.B. "das Geäst".""..

    Lösung :
    Zukünftig nicht mehr "der" Vorstand, sondern "das" Vorstandsgremium, und damit sächlich..

    Überhaupt..
    Die "Versächlichung" gebräuchlicher Begriffe die hier überweigend in der Kritik stehen könnte ohne weitere Verrenkungen um mindestens 90 Prozent verringert werden wenn man über den Tellerrand schaut, und z.B. "Lehrkräfte" oder "Lehrende" anstatt "Lehrerinnen und Lehrer" schriebe..
    Dort wäre dann sogar das Gendersternchen obsolet, denn eine "sächlich kollektivierende Bezeichnung" meinte IMMER ALLE Beteiligte innerhalb der beschriebenen Gruppe..
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#42 TheDadProfil
#43 LupdejuppAnonym
#44 michael hnkAnonym
  • 01.12.2020, 15:06h
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • Lächerlich. Das grammatische Geschlecht und das biologische Geschlecht sollte man schon noch zu unterscheiden wissen. "Das Begrenzungsobjekt" (statt DIE Mauer oder DER Zaun) zu sagen, macht die sprachliche Bezeichnung des Gegenstands kein bisschen "geschlechtsneutraler", stiftet aber dafür maximale Verwirrung an. Die Sinnhaftigkeit ist unbegründet, die Lücke wird bloß durch Pseudo-Moral ausgefüllt. Bin ich dagegen, sorry.
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#45 ConnieDAnonym
  • 01.12.2020, 15:37h
  • Antwort auf #44 von michael hnk
  • "Das grammatische Geschlecht und das biologische Geschlecht sollte man schon noch zu unterscheiden wissen."

    Es geht hier um die Bezeichnungen für Menschen, nicht für Gegenstände oder abstrakte Begriffe.

    Die überwältigende Mehrzahl aller Bezeichnungen für Männer sind auch grammatikalisch männlich, die überwältigende Mehrzahl aller Bezeichnungen für Frauen sind auch grammatikalisch weiblich.

    Der Handwerker ist nicht rein zufällig grammatikalisch männlich, die Handwerkerin ist nicht rein zufällig grammatikalisch weiblich.

    Das Argument, dass es zwischen grammatikalischem und sozialem Geschlecht bei den Bezeichnungen für Menschen eigentlich gar keinen oder höchstens einen losen Zusammenhang geben soll, ist total realitätsfremd.
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#46 TheDadProfil
  • 01.12.2020, 21:25hHannover
  • Antwort auf #44 von michael hnk
  • ""Lächerlich. Das grammatische Geschlecht und das biologische Geschlecht sollte man schon noch zu unterscheiden wissen.""..

    Bahnbrechend..
    Denn würden wir das tun, wäre mindestens die Hälfte dieser aufreibenden Diskussion hinfällig, weil alle begreifen würden das mit der Grammatik eben NICHT die biologischen Geschlechter gemeint sind, ergo auch nicht "unterschlagen" werden können, vor allem deshalb nicht, weil die grammatischen Geschlechter die biologischen Geschlechter eh nicht fassen können..

    Doch die Kritiker lassen von ihrem "Todschlagargument" des "absolut unsichtbar machens und haltens" auch bei allem Verständnis für die Inkomplettheit und "inkompetenz" so mancher Sprachen, vor allem in der Schriftform, nicht ab, und "denken" an dieser Stelle, die Gesellschaft wäre nicht bereit diesen Mangel zu beseitigen..

    Weit gefehlt..
    Denn neben diversen Änderungen die bereits eingeführt wurden, ist Sprache sowieso IMMER "im Fluß" der Veränderung durch die Generationen..

    Ich habe gar nichts gegen Majuskeln und Sternchen, gegen Binnen-I und Binnen-:, denn sie schaffen wenigstens auf der Seite der Schriftform Sichtbarkeit, auf die die Gesellschaft leider auf der realen Seite immer noch viel zu selten trifft, und sich deshalb auch nicht wirklich mit diesen Gesellschaftsgruppen befasst..

    "" "Das Begrenzungsobjekt" (statt DIE Mauer oder DER Zaun) zu sagen, macht die sprachliche Bezeichnung des Gegenstands kein bisschen "geschlechtsneutraler", stiftet aber dafür maximale Verwirrung an.""..

    Jepp..
    Bisweilen schreiben Behörden aber schon in genau diesem Duktus, zu dem aber überhaupt kein Anlass besteht, denn es gilt nicht die Sache zu versachlichen, sondern Gruppen versachlicht zu bezeichnen, wie bereits angeführt..

    ""Bin ich dagegen, sorry.""..

    Es ist ziemlich einfach dagegen zu sein wenn man zu einer Gruppe gehört deren Bezeichnung klar und eindeutig ist..

    Deshalb kann ich nicht dagegen sein..
    Ich bin aber gegen "sperrige Lösungen", denn irgendwann muß diese neue Sprache Eingang in die Schulen, und wichtiger noch, in den Alltag finden, und dort kommt es auf Praktikabilität an..

    Es muß den Menschen in der Gesellschaft leicht fallen die einzelnen Gruppen und Individuen richtig zu benennen..
    Am bestem muß es sogar noch leichter fallen als sie falsch zu benennen..
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#47 Ja durchausAnonym
#48 SchuldfrageAnonym
  • 02.12.2020, 00:32h
  • Antwort auf #47 von Ja durchaus
  • Was lernen wir also in dieser Kommentarspalte?

    Sagst du immer was, bist du "zu penetrant" und selbst schuld, wenn die Leute "dichtmachen". Sagst du nicht immer was, bist du "nicht laut genug" und selbst schuld, wenn die Leute dich nicht wahrnehmen.

    Merke: Du bist immer entweder "zu aggressiv" oder "zu unsichtbar". Im Mittelbereich bist du ziemlich wahrscheinlich sogar beides gleichzeitig, je nachdem, wer seinen Senf dazu gibt. Schuld an Marginalisierung sind immer die Marginalisierten, und nicht etwa Ignoranz, Unwissenheit und Bosheit irgendwelcher Anderen. Das ist doch eine gute Nachricht - für die Anderen!

    Du kannst es eh nur falsch machen. Immerhin kannst du selbst entscheiden, auf welche Weise. ^^
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#49 MünchnerAnonym
  • 02.12.2020, 09:25h
  • Antwort auf #2 von michael hnk
  • Warum müssen dann Frauen zuerst genannt werden? Bei vollkommen emanzipierter Sprache kann abgewechselt werden. Lehrer und Lehrerinnen ist genaus möglich. Außerdem muss man das Gendersternchen korrekt anwenden. Bürger*innen ist möglich (die Bürger und Bürgerinnen), aber dann muss es Redakteur*inn*e*n heißen (Redakteure und Redakteurinnen), das männliche Plural heißt ja nicht "die Redakteur".
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#50 TheDadProfil
  • 02.12.2020, 18:53hHannover
  • Antwort auf #47 von Ja durchaus
  • ""Ich: Man sollte nichtbinäre Menschen mitbedenken.""..

    Ich habe vor allem ein Problem mit diesen "sollte", denn ein Konjunktiv löst keine bestehenden Probleme..

    ""Queer.de-User TheDad: Hat anscheinend ein Problem damit, dass ich an nichtbinäre Menschen erinnere, weil... nicht genug an nichtbinäre Menschen erinnert wird.""..

    Ich bin ja so wahnsinnig gespannt welche meiner Aussagen das SO hergeben soll ?

    Also noch einmal :
    Schriftliche Sichtbarkeit ALLEIN löst das Problem der Unsichtbarkeit in der Gesellschaft auf keinen Fall !

    Und weil es gerade paßt, zu Nr.#48 gleich abschließend dazu :

    Man kann natürlich Andere dafür verantwortlich machen selbst unsichtbar zu bleiben..
    Hilfreich ist das allerdings nicht..

    Ich bin seit über 48 Jahren Out..
    IMMER und ÜBERALL..
    Und "ihr" jammert herum weil "ihr" das täglich Brot des Out-Seins nicht gebacken kriegt..

    Wer Out und damit sichtbar sein will findet WEGE..
    Wer das nicht will findet Ausreden warum es einem nicht gelingt..
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