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Köln

Elfi Scho-Antwerpes mit Ehrennadel NRWSPDqueer ausgezeichnet

Seit Jahrzehnten kämpft Elfi-Scho Antwerpes in mehreren Positionen für LGBTI-Rechte und die Rechte von HIV-Positiven. Dafür wurde sie jetzt von den queeren Sozialdemokrat*innen geehrt.


Elfi Scho-Antwerpes war auch zwei Jahre lang Abgeordnete des Deutschen Bundestages (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

  • 1. Dezember 2020, 15:10h, noch kein Kommentar

Die SPD-Politikerin Elfi Scho-Antwerpes, die früher Bundestagsabgeordnete und Bürgermeisterin der Stadt Köln war, hat im Rahmen des Welt-Aids-Tags die Ehrennadel der NRWSPDqueer erhalten. Hierbei handelt es sich um die höchste Auszeichnung, die die LGBTI-Landesarbeitsgemeinschaft vergibt. Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen konnte eine Übergabe der Nadel vor Publikum nicht stattfinden. Stattdessen wurde die Verleihung am Dienstag per Video veröffentlicht. Die 68-Jährige nahm die Auszeichnung vom SPDqueer-Landesvorsitzenden Fabian Spies entgegen.

Die Laudatio hielt mit Rolf Mützenich der Chef der SPD-Bundestagsfraktion. "Sie ist jemand, der sich insbesondere im Bundestag gegen Homo- und Transphobie eingesetzt hat", so der Abgeordnete, der wie Scho-Antwerpes aus Köln kommt.

NRWSPDqueer will mit der Preisverleihung Scho-Antwerpes' langjähriges Engagement bei der Aids-Hilfe Köln und in der SPDqueer würdigen. "Besonders in ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin der Stadt Köln sowie als Bundestagsabgeordnete hat sich Elfi Scho-Antwerpes leidenschaftlich und erfolgreich für die Sache der LSBTIQ*-Bewegung innerhalb wie außerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands eingesetzt", heißt es in einer Erklärung. "Dafür spricht Dir die NRWSPDqueer, die Landesarbeitsgemeinschaft in der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung, mit der Ehrennadel Dank und Anerkennung aus."

Scho-Antwerpes hat für ihr Engagement bereits mehrere queere Auszeichnungen erhalten – 2018 wurde sie etwa mit dem Rosa-Courage-Preis ausgezeichnet (queer.de berichtete).

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Seit 1988 ist Scho-Antwerpes Vorstandsmitglied der Kölner Aids-Hilfe – und hat sich in dieser Rolle einen Ruf als streitbare Anwältin für HIV-Positive wie für die Belange von LGBTI erarbeitet. Als Bürgermeisterin der Stadt Köln konnte die Sozialdemokratin weitere Akzente setzen. Sie hatte den Posten 16 Jahre lang inne, bis im Oktober überraschend bekannt wurde, dass ihre Partei sie nicht erneut nominieren möchte.

2015 zog Scho-Antwerpes außerdem als Nachrückerin in den Bundestag ein, scheiterte aber bei der Bundestagswahl 2017 als Direktkandidatin. Während ihrer Zeit in Berlin galt sie als entschiedene Kämpferin für LGBTI-Rechte und besonders die Ehe für alle.

Im vergangenen Jahr war die Ehrennadel an die ehemalige NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gegangen (queer.de berichtete). (dk)