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Nachtleben in Brüssel

Homofeindlicher EU-Abgeordneter bei illegaler schwuler Orgie erwischt

Ausgerechnet ein Vertreter von Europas homophobster Regierungspartei machte mitten in der zweiten Corona-Welle bei einer Orgie im Stadtzentrum von Brüssel mit – und verletzte sich sogar, als er vor der Polizei flüchten wollte.


Die belgische Polizei beendete "un gang bang" am vergangenen Wochenende (Bild: Polizei Brüssel)

Die Brüsseler Polizei hat laut belgischen Medienberichten eine Orgie mit mehreren Dutzenden Männern in der Innenstadt gestoppt. An dem Vergnügungstreffen, das als "un gang bang clandestin" umschrieben wurde, sollen 25 Männer teilgenommen haben, darunter auch der Europaabgeordnete József Szájer und mehrere Diplomaten. Dieser Verstoß gegen die Corona-Regeln kann mit Geldstrafen ab 250 Euro geahndet werden.

Das Treffen soll sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in einer Kneipe in der im Stadtzentrum gelegenen Rue des Pierres ereignet haben. Die Polizei soll auch Drogen gefunden haben.


József Szájer gehört einer Partei an, die Homosexualität für verwerflich hält (Bild: Andy Mabbett / wikipedia)

Szájer soll laut Medienberichten versucht haben, nach der Ankunft der Polizei durch ein Fenster zu entkommen. Dabei habe er sich aber am Bein verletzt. Danach habe sich der "horny Hungarian" ("The Sun") auf seine Immunität als Volksvertreter berufen. Allerdings soll diese Immunität nur willkürliche oder politisch bedingte Verfolgung unmöglich machen – in anderen Fällen ist ein EU-Ausschuss angehalten, die Immunität auf Antrag aufzuheben.

Besonders pikant: Szájer ist Mitglied der ungarischen Regierungspartei Fidesz des Rechtspopulisten Viktor Orbán. Die Budapester Regierung gilt als LGBTI-feindlichste der Europäischen Union – und versucht derzeit, mit einer Verfassungsänderung die Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten weiter einzuschränken (queer.de berichtete).

Szájer ist zudem kein unbedeutender Hinterbänkler der Rechtspopulisten aus Ungarn: Von 1994 bis 2002 war er sogar Fidesz-Fraktionschef im ungarischen Parlament. Dem EU-Parlament gehört er bereits seit 2004 an. Viele Jahre war er im Parlament von Straßburg und Brüssel auch Fraktionsgeschäftsführer der Europäischen Volkspartei, der aus Deutschland CDU und CSU angehören.

Szájer zurückgetreten

Bevor die Orgie öffentlich bekannt wurde, erklärte Szájer bereits am Sonntag seinen Rücktritt – in einer ersten Stellungnahme offiziell aus Erschöpfung. Der mit einer prominenten Juristin verheiratete 59-Jährige gab später zu, die Corona-Regeln gebrochen zu haben und entschuldigte sich bei seiner Familie, seinen Kolleg*innen und seinen Wähler*innen. Zudem dementierte er, bei der "privaten Feier" Drogen genommen zu haben – er habe der Polizei sogar angeboten, einen Drogentest zu machen, die Beamten hätten aber kein Interesse daran gezeigt.

Twitter / jamesfraney
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Die Orgie verstößt gegen lokale Corona-Auflagen. Der Hintergrund: Belgien befindet sich derzeit in einem zweiten Lockdown – erlaubt ist nur noch, sich mit höchstens vier Menschen zu treffen. Bislang hat das Land rund 17.000 Corona-Tote zu beklagen – und damit fast exakt genau so viele wie Deutschland, obwohl das Königreich nur ein Achtel der Bevölkerung des Nachbarlandes beheimatet.

Der irische Billigflieger Ryanair hat Berichte über die Orgie bereits für eine Werbekampagne genutzt. Die Firma verlinkte die Geschichte auf Twitter und schrieb dazu: "Müssen Sie schnell aus Brüssel verschwinden? Wir haben Flüge ab 14,99€ (in diesem Fall empfehlen wir keinen Fensterplatz)." (dk)

Twitter / Ryanair



#1 staffelbergblickAnonym
  • 01.12.2020, 17:01h
  • "... in einer ersten Stellungnahme offiziell aus Erschöpfung ..." ist ja auch verständlich ... so eine enthemmte Schwulenparty kann schon anstrengend sein und dann Erschöpfungszustände durch den "Meister" mit Verbannung in die menschenleere Puzsta ... na das übliche halt ...
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#2 dellbronx51069Anonym
#3 hihiAnonym
  • 01.12.2020, 17:33h
  • ACHTUNG IRONIE:

    Aber was wollt Ihr denn? Der arme Mann hat doch nur Milieustudien getrieben (was treibt man sonst bei einem Gang Bang?). Als Atheist lese ich von Zeit zu Zeit auch Texte über Religion. Schließlich muss man(n) doch wissen, wogegen man ist!

    Dadurch wird auch die Erschöpfung erklärlich. Er ist das wilde Treiben auf einer Orgie nicht gewohnt.

    Der arme Kerl verdient unser tiefstes Mitleid und unser größtes Mitgefühl!!!

    IRONIE OFF...
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#4 Robert82Anonym
  • 01.12.2020, 17:46h
  • Sorry aber das geschieht ihm recht. Kein Mitleid mit solchen scheinheiligen Typen!
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#5 Alexander_FAnonym
  • 01.12.2020, 18:10h
  • Erinnert nur mich diese Geschichte etwas an die ersten Minuten von "Ein Käfig voller Narren", in denen der Abgeordnete Charrier dargestellt wird?

    Zugegeben, das echte Leben hat das voll übertroffen.
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#6 AltoAnonym
#7 hihiAnonym
  • 01.12.2020, 19:27h
  • Oder er hat dort Sprachstudien betrieben. Da waren ja auch Diplomaten anwesend. Ich kann mir nicht vorstellen das da Sätze fielen wie:
    "Würden Exzellenz mich bitte freundlicherweise rektal penetrieren?"

    Nein, ein passiver Niederländer würde ausrufen:
    "Neuk me, neuk me!" Daraufhin würde ein Brite seinen Cock oder Dick heraus holen, oder ein Italiener seinen Cazzo zum Einsatz bringen.

    Der erlernbare Wortschatz wäre zwar recht begrenzt, aber das ist ja die beste Lernmethode - kurze Lerneinheiten immer wiederholen (neuk me, neuk me)
    Ich muss es wissen, denn ich war früher (wirklich!) in der Erwachsenenbildung tätig.
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#8 tobiAnonym
  • 01.12.2020, 19:58h
  • Hach, nach solchen Nachrichten muss ich doch gleich mal wieder ein paar Folgen "Little Britain" gucken! Da erklären sich die 'Politiker' wenigstens würdevoll.
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#9 AnonymousseAnonym
  • 01.12.2020, 20:48h
  • Bei so einer Orgie bekommt der scheinheilige Heiligenschein eben auch schneller als gewollt Flecken.
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#10 janxAnonym
  • 01.12.2020, 23:44h
  • Diese französische Sprache. Schöööön! Gang bang clandestin. Also wenn das nicht mal das neue Parfüm von Chanel ist... Meine Güte diese "konservativen" sind immer so abgrundtief peinlich. Einfach nur zum Fremdschämen diese Doppelmoral. Da reicht eine HappyMeal-Tüte mit ausgeschnittenen Augenlöchern gar nicht um sie sich beim Lesen der Meldung über den Kopf zu ziehen. Nee nee nee.
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