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Kommentare zu:
Warum das Coming-out von Elliot Page so mutig ist


#11 Elm_Anonym
#12 Thom3kAnonym
  • 21.12.2020, 00:10h
  • Die Menschen sind verschieden, daher maße ich mir nicht an, von dem Artikel auf die Ahnung oder Kenntnisse des Autors zu schließen...

    Aber was mich doch sehr wundert, ist der Abschnitt zu "hätte ja so einfach mit dem dead name weiterleben können..."
    Bitte??
    Wenn das so "einfach" wäre... einfach nichts sagen, weiterleben wie bisher, alles ist gut... dann würden eine Menge trans* Menschen sich den elenden Kampf einer Transition sicher nicht antun. Was an trans* ist SO schwer zu verstehen?

    ("Ja, reicht es denn nicht, zuhause trans* zu sein, musst Du das denn in die Öffentlichkeit..." - kommt das irgendwem bekannt vor?)

    Die Verwunderung ist hier also, dass jemand von einer vermeintlichen Norm abweicht und sich zuerst outet? (Nebenbei: Das TSG verlangt mit seinem Alltagstest genau das).

    Und es ist auch nicht soo selten, dass Promis Dinge von sich selber sagen, bevor sie anders gestreut werden.
    Ich kann nciht ermessen, ob es mehr Mut braucht, sich als Schauspieler gegenüber der Welt zu outen als gegenüber den Eltern oder einem konservativen mittelständischen Arbeitgeber.
    Ob Promi-Outings tatsächlich für andere so hilfreich sind... nunja, da habe ich von anderen Erfahrungen gehört.

    Das kann und soll selbstverständlich Page's persönliche Entscheidung nicht beeinflussen.
    Für ihn freue ich mich einfach, dass er es getan hat - wie für jede_n anderen Menschen auch, der entgegen aller Normvorstellungen zu sich steht. Weil das nämlich nicht nur mutig, sondern wichtig ist - für die Person selbst. Weil es sicher auch einem Promi nicht gut tut, ständig einen Teil der Existenz verleugnen zu müssen.
    Weil es nämlich nicht "einfach" ist, ständig mit dead name angeredet zu werden.

    Und wer ncoh einen Vergleich braucht: Warum outen sich denn Schwule? Wenn sie doch "einfach" so tun könnten, als seien sie Single? Muss ja keiner wissen, solange man es ihnen nicht ansieht, ne.

    Ich glaube, wir haben auch in der Szene noch einen laaangen Weg vor uns... vielleicht, vielleicht hilft Page's Outing (vor oder ohne Transition) hier wirklich.
    Ach ja... auch das gibts in der deutschen Normalo-Szene: trans* Schwule, die sich (noch) nicht dem angeblich einzigen Männerformat weitestmöglich angeglichen haben - oder das auch gar nciht vorhaben, können etc. Zeit, sich dran zu gewöhnen.
    Aber das tolle daran: redet doch mal mit denen. Statt (egal wie wohlmeinend) über sie.
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