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Einzelkommentar zu:
Dominik Graf: Diversitätsverpflichtung klingt nach Zensur von Stoffen


#12 LupdejuppAnonym
  • 03.12.2020, 19:51h
  • Antwort auf #11 von Mussdasso
  • Ok, wenn du dein Kommentar nochmal durchliest wird dir sicher auffallen dass man meine Deutung deiner Aussage durchaus so verstehen kann, aber das mal beiseite...
    (Rhetorische gemeint, ich weiß das außer Unterstellungen keinerlei weitere Reaktion diesbezüglich zu erwarten ist, man liest hier ja mit, passt schon, who cares)

    Wenn du ansonsten darcor gehst verstehe ich deine Kritik und Beleidigung an dem Herren noch weniger da er sich in keinster Form gegen eine diverse Darstellung ausgesprochen hat sondern lediglich eine Quote ablehnte und dies sogar nachvollziehbar begründet hat.

    Ja, die Ufa (wie gesagt, Algorithmusproduktionen, keine "Kunst", es geht um quotenstabilisierung um werbeplätze zu verkaufen) sagt das Diversität hinter der Kamera anfangen muss was ja auch korrekt ist. Aber (ich habe türlich keine Zahlen): du musst erstmal entsprechende Leute in entsprechender Anzahl finden und diese Leute müssen dann ja auch den Anspruch haben Drehbücher zu schreiben die ihre eigene lebensrealität beinhalten!

    Nur weil der Autor schwul ist wäre es vermessen und ziemlich assig zu verlangen daß er dann auch Drehbuch nach Drehbuch realitätsnahe Darstellungen schreibt oder permanent seine "eigene Identität verarbeitet" um einer Quote gerecht zu werden, vielleicht hat er auch Bock nen verdammten Godzilla vs. Kong Abklatsch zu schreiben oder sich ein historisches Ereignis als Stauffenberg anzunehmen.

    Weiter muss es so divers sein das die 'realitätsnahe Darstellung" nicht zu einem neuen Stereotyp wird da auch zb schwule cis Männer keine homogenen Masse sind!

    Diese Diversität erreichst du nicht indem du eine Statistik erfüllst, eher werden Leute anfangen Figuren einzubauen die dann zb die schwulenquote erfüllen. Das machen ja viele Serien und Shows schon, sicherlich auch mit besten Ansichten, aber was in den 90ern bis so mitte 2000 rum der "Klischeeschwule" war ist heute eben "das schwule Mobbingopfer", die tragische coming out story, das befindlichkeitsfixierte Liebesdrama. Das ist nicht divers aber zumindest ist die Zielgruppe erweitert, wenn dir das reicht okay, ich finds langweilig.

    Aber ich schreib hier gegen Windmühlen, keins meiner vorherigen Kommentare hat impliziert das "ich ein Problem hätte" , sondern lediglich das ich die Aussage der Herren durchaus für eine berechtigte Ansicht halte! Man kann einen Standpunkt haben ohne konträre Meinungen direkt als "reaktionär" oä zu bezeichnen.
    (Ok, zumindest ich kann das und das reicht mir auch, ich danke für das entertainment und verschieden mich aus diesem Gespräch, peace out)
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