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Kommentare zu:
Dominik Graf: Diversitätsverpflichtung klingt nach Zensur von Stoffen


#11 MussdassoAnonym
  • 03.12.2020, 17:57h
  • Antwort auf #10 von Lupdejupp
  • "Fktion nicht = Science Fiction"

    Exakt das hatte ich auch verneint, mir ist also nicht klar, wen du hier korrigieren zu müssen meinst.

    "Es bräuchte eher eine Erweiterung des Writer Rooms um entsprechende Personen dann auch realitätsnah darzustellen."

    Und exakt das hat die UFA, sofern ich das richtig verstehe, auch vor. Und zwar sinnvollerweise nicht _statt_ der erhöhten Diversifizierung der Rollen, sondern _parallel_ dazu.

    Mir ist nicht klar, wo eigentlich gerade das Problem liegt.
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#12 LupdejuppAnonym
  • 03.12.2020, 19:51h
  • Antwort auf #11 von Mussdasso
  • Ok, wenn du dein Kommentar nochmal durchliest wird dir sicher auffallen dass man meine Deutung deiner Aussage durchaus so verstehen kann, aber das mal beiseite...
    (Rhetorische gemeint, ich weiß das außer Unterstellungen keinerlei weitere Reaktion diesbezüglich zu erwarten ist, man liest hier ja mit, passt schon, who cares)

    Wenn du ansonsten darcor gehst verstehe ich deine Kritik und Beleidigung an dem Herren noch weniger da er sich in keinster Form gegen eine diverse Darstellung ausgesprochen hat sondern lediglich eine Quote ablehnte und dies sogar nachvollziehbar begründet hat.

    Ja, die Ufa (wie gesagt, Algorithmusproduktionen, keine "Kunst", es geht um quotenstabilisierung um werbeplätze zu verkaufen) sagt das Diversität hinter der Kamera anfangen muss was ja auch korrekt ist. Aber (ich habe türlich keine Zahlen): du musst erstmal entsprechende Leute in entsprechender Anzahl finden und diese Leute müssen dann ja auch den Anspruch haben Drehbücher zu schreiben die ihre eigene lebensrealität beinhalten!

    Nur weil der Autor schwul ist wäre es vermessen und ziemlich assig zu verlangen daß er dann auch Drehbuch nach Drehbuch realitätsnahe Darstellungen schreibt oder permanent seine "eigene Identität verarbeitet" um einer Quote gerecht zu werden, vielleicht hat er auch Bock nen verdammten Godzilla vs. Kong Abklatsch zu schreiben oder sich ein historisches Ereignis als Stauffenberg anzunehmen.

    Weiter muss es so divers sein das die 'realitätsnahe Darstellung" nicht zu einem neuen Stereotyp wird da auch zb schwule cis Männer keine homogenen Masse sind!

    Diese Diversität erreichst du nicht indem du eine Statistik erfüllst, eher werden Leute anfangen Figuren einzubauen die dann zb die schwulenquote erfüllen. Das machen ja viele Serien und Shows schon, sicherlich auch mit besten Ansichten, aber was in den 90ern bis so mitte 2000 rum der "Klischeeschwule" war ist heute eben "das schwule Mobbingopfer", die tragische coming out story, das befindlichkeitsfixierte Liebesdrama. Das ist nicht divers aber zumindest ist die Zielgruppe erweitert, wenn dir das reicht okay, ich finds langweilig.

    Aber ich schreib hier gegen Windmühlen, keins meiner vorherigen Kommentare hat impliziert das "ich ein Problem hätte" , sondern lediglich das ich die Aussage der Herren durchaus für eine berechtigte Ansicht halte! Man kann einen Standpunkt haben ohne konträre Meinungen direkt als "reaktionär" oä zu bezeichnen.
    (Ok, zumindest ich kann das und das reicht mir auch, ich danke für das entertainment und verschieden mich aus diesem Gespräch, peace out)
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#13 MussdassoAnonym
#14 MussdassoAnonym
  • 03.12.2020, 20:13h
  • Antwort auf #12 von Lupdejupp
  • "du musst erstmal entsprechende Leute in entsprechender Anzahl finden und diese Leute müssen dann ja auch den Anspruch haben Drehbücher zu schreiben die ihre eigene lebensrealität beinhalten!"

    Ich habe zufällig neulich aufgeschnappt, dass ungefähr gleich viele Frauen wie Männer zu Drehbuchautor:innen ausgebildet werden. Die machen nur aus irgendwelchen Gründen dann viel seltener Karriere (und ich vermute irgendwie, dass diese Gründe nicht in biologischen Talentunterschieden liegen). Da liegt es also nicht daran, dass man ja prinzipiell so gerne einstellen möchte, aber "einfach keine Leute findet".

    Bezüglich gesellschaftlicher Minderheiten habe ich keine konkreten Informationen, aber kann mir vorstellen dass es da ähnlich aussieht.

    Was die Frage angeht, wer dann über welche Themen schreibt, stimme ich dir zu. Selbstverständlich sollte z.b. eine Schwarze Autorin nicht dazu verdammt sein, Filme über Schwarze Personen zu drehen. Aber wenn in ihren Filmen Schwarze Rollen vorkommen, werden die mit einiger Wahrscheinlichkeit weniger klischeehaft angelegt sein.
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#15 LupdejuppAnonym
  • 03.12.2020, 20:17h
  • Antwort auf #13 von Mussdasso
  • Uservewechslung, sry, streich den Bezug zu dir, der Rest meines 4 oder 5 Absatz langen Kommentares auf welchen du nicht eingehst bleibt bestehen, zum Glück musst du da aufgrund meines offensichtlichen 3 Wörter Fauxpas nicht mehr drauf eingehen...

    So, jetzt aber wirklich finish für heute, muss morgen früh raus!
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#16 Ralph
  • 04.12.2020, 12:11h
  • Aus meiner Sicht geht es nicht darum, irgendwen zu zwingen, Programm für geselllschaftliche Minderheiten zu machen. Es soll nur damit aufgehört werden, so zu tun, als bestünde die Welt aus weißen heterosexuellen Christen. Wenn in einem Film oder einer Fernsehserie nicht mehr alle Rollenfiguren offensichtlich europäischer Herkunft oder offenkundig hetero sind, beeinträchtigt das nicht die künstlerische Freiheit.
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