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Einzelkommentar zu:
Trans-Diskriminierung: Niederländische Regierung entschuldigt sich für Zwangssterilisationen


#7 Anonyma
  • 04.12.2020, 13:41h
  • Antwort auf #6 von CanadianSarah
  • "Ich fürchte in Deutschland will man einfach nicht, dass die Leute transitieren."

    Die Verhinderung von "Transitionen" war, ist und wird auch in Zukunft das oberste Ziel der "Behandlung" von trans Menschen in Deutschland sein.

    "Ich sehe kein Lerneffekt von MDS / MDK, dass man die S3-Richtlinie umsetzen will."

    Der "Lerneffekt" besteht darin, einen Weg zu finden, der es ermöglicht, die Deutungs- und Behandlungshoheit über trans Menschen trotz "drohender" Ent(psycho)pathologisierung durch die ICD-11 und einer eventuell liberaleren Gesetzgebung auch weiterhin bei der (Sexual)Psychiatrie belassen zu können. Dieses "Projekt" begann mit der "S3-Leitlinie" und wird nun mit der "neuen" MDS-Richtlinie erfolgreich abgeschlossen. Verbesserungen für trans Menschen waren nie das Ziel. Im Gegenteil: Das Ziel war immer, Verbesserungen zu verhindern, um einfach so weitermachen zu können, wie bisher.

    "Ich sehe einen wildgewordenen Medizinaperat in diesem Land, welcher sich besseren Wissens wiedersetzt und immernoch auf Konversionstherapien setzt."

    Und daran wird sich auch nichts ändern, solange man die Deutungs- und Behandlungshoheit über trans Menschen weiterhin bei der (Sexual)Psychiatrie belässt. Es ist nicht die Aufgabe der Psychiatrie, glücklich transitionierte trans Menschen zu produzieren. Die Aufgabe der Psychiatrie ist es, "deviantes" Verhalten zu korrigieren oder zu sanktionieren. Und genau das wird hier in Deutschland konsequent umgesetzt. Der einzige "Fortschritt" im Vergleich zu früheren Zeiten ist, dass man das heute deutlich subtiler gestaltet als damals.

    "Und die Community merkt es nicht, dass die ganzen Therapiezwänge solche Versuche sind. Stattdessen ist es "ja nicht so schlimm"."

    Die deutsche Community hat sich mit dem für sie charakteristischen Phlegma längst mit der Situation abgefunden und wird sich ihr erwartungsgemäß widerstandslos unterwerfen. Die Reaktion des BVT* auf die neue MDS-Richtlinie sieht so aus: "Es bleibt zu hoffen, dass diese Anleitung lediglich einen kurzen Zwischenschritt markiert und langfristig der Zugang zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen für trans* Personen erleichtert wird." [*] Ja klar, natürlich. Und in drei Wochen fährt der Weihnachtsmann mit dem Rentierschlitten vor und legt ein Selbstbestimmungsgesetz unter das mit geschlechtsdysphorischen Gendersternchen geschmückte Weihnachtsbäumchen...

    "Kein Wunder, dass ich hier weg will."

    Absolut verständlich... Ich drücke Dir die Daumen, dass das klappt und wünsche Dir alles erdenklich Gute! :-)

    [*]
    www.bundesverband-trans.de/wp-content/uploads/2020/12/PE_MDS
    -verpasst-Chance-Transgesundheitsversorgung-zu-sichern.pdf
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