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Bündnis gegen Homophobie

SchwuZ mit Respektpreis ausgezeichnet

Der Berliner Justizsenator gab in einer digitalen Preisverleihung den diesjährigen Gewinner des Respektpreises bekannt.


Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) verriet, wer dieses Jahr den Preis des Berliner Bündnisses gegen Homophobie erhält. Er erklärte: "Dieser Preis ist mir ein besonderes Anliegen. Denn er ist eine Wertschätzung all derjenigen, die sich für mehr Akzeptanz von schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen in unserer Stadt einsetzen. Die heutige Preisverleihung macht eines ganz deutlich: Berlin, und insbesondere Berlin-Neukölln, hat deutlich mehr zu bieten als nur 4Blocks. Denn Berlin-Neukölln steht für Vielfalt und Respekt. Ich freue mich sehr, dass das SchwuZ den Respektpreis 2020 gewonnen hat."
  • 3. Dezember 2020, 12:09h, noch kein Kommentar

Der Berliner Club SchwuZ (kurz für SchwulenZentrum) wurde am Donnerstag mit dem Respektpreis des Bündnisses gegen Homophobie ausgezeichnet. Die Preisverleihung, die dieses Jahr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche stattfinden sollte, musste digital durchgeführt werden.

Die von Jenan Mouhamed Ali vom Bündnis-Mitglied Coca-Cola moderierte Veranstaltung wurde vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und von Superintendent Carsten Bolz eröffnet. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) gab den diesjährigen Preisträger bekannt. Die Laudatio hielt Bernd Wegner vom Bündnis-Mitglied Berliner Verkehrsbetriebe. In dieser würdigte er das SchwuZ als "Herzkammer der queeren Szene", ein "Geburtsort von vielen Künstler*innen, Kampagnen und Institutionen".

Für den Respektpreis nominiert waren der Förderverein Gutshaus Mahlsdorf mit dem Gründerzeitmuseum, Keshet Deutschland und der Sportverein Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 (queer.de berichtete). Auch ihr Engagement wurde gewürdigt.

SchwuZ ist "elementarer Bestandteil der Berliner LSBTI*-Community"

Das SchwuZ wurde in den Siebzigerjahren gegründet und ist mit regulär mehr als 260 Veranstaltungen im Jahr nicht nur Deutschlands ältester queerer Club, sondern auch die größte queere Kulturinstitution der Republik. Auch in der Corona-Pandemie habe sich das Schwuz vorbildlich engagiert, lobte die Jury: "Sowohl im Normalbetrieb als auch in Ausnahmezeiten bewährt sich das SchwuZ als elementarer Bestandteil der Berliner LSBTI*-Community und generiert mit seinem stadtbekannten Wirken eine gesellschaftliche Außenwirkung hin zu Inklusion, Offenheit und einer festen Verankerung von LSBTI* in der Mehrheitsgesellschaft."

Der Club ist seit März geschlossen. Zu seiner Unterstützung kann man einen Kalender erwerben. Die Schwuz-Website enthält außerdem einen Spendenaufruf.

Das 2009 gegründete "Bündnis gegen Homophobie" wird vom LSVD-Landesverband im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" (IGSV) umgesetzt. Dabei engagiert sich die Berliner Zivilgesellschaft für die Anerkennung von LGBTI-Lebensweisen – seit 2010 ist einer der zentralen Aufgaben die jährliche Vergabe des Respektpreises. Insgesamt gehören dem Bündnis 127 Verbände, Vereine und Firmen als Mitglieder an, darunter Coca-Cola, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche. Neueste Mitglieder sind die Ibn Rushd-Goethe Moschee von Seyran Ateş und die werk21 Kommunikation GmbH. (dk)