Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37674

Litauen

Was macht der oberkörperfreie junge Mann hinter dem homophoben Politiker?

Petras Gražulis ist seit Jahren für seinen Hass gegen sexuelle Minderheiten bekannt. Warum taucht dann plötzlich mitten in der Zoom-Konferenz eines Parlamentsausschusses ein gut gebauter Adonis hinter ihm auf?


Kleines Bild: Hier taucht der ominöse Mann im Hintergrund auf. Homo-Hasser Petras Gražulis ist sich jetzt nicht ganz sicher, wer das ist

Eigentlich sollte das Sexleben von Politiker*innen ja egal sein. Allerdings gibt es einige Ausnahmen – eine davon lautet: Wenn ein männlicher Abgeordneter öffentlich über Homosexuelle herzieht, aber heimlich selbst mit Männern herummacht, sollte die Heuchelei öffentlich gemacht werden – wie es vor wenigen Tagen im Fall des ungarischen Homo-Hassers József Szájer passiert ist, der auf einer während der Corona-Pandemie untersagten schwulen Sex-Party mit einer Ecstasy-Pille aufgegriffen wurde (queer.de berichtete).

In Litauen deutet sich nun ein weiterer derartiger Fall an: Hinter dem langjährigen Parlamentsabgeordneten Petras Gražulis, der mehrfach "Homo-Propaganda" verbieten wollte, tauchte bei einer öffentlichen Online-Sitzung des parlamentarischen Kulturausschusses am Dienstag ein junger, halbnackter Mann auf. Bei der Zoom-Konferenz, die live auf der Parlamentsseite übertragen wurde, hatte Gražulis zunächst mit technischen Problemen zu kämpfen, so dass seine Kamera nichts anzeigte. Als sie dann angeschaltet wurde, war ein Teil seines Gesichtes zu sehen – und währenddessen kam von hinten ein oberkörperfreier junger Mann ins Bild. Er war nur einen kurzen Augenblick zu sehen, dann schaltete Gražulis die Kamera wieder aus. Als er sie kurze Zeit später wieder anschaltete, war der ominöse Mann verschwunden.

Direktlink | Die ominöse Figur hinter Gražulis taucht ungefähr bei Minute 13.45 auf

- Werbung -
Video - Jetzt als Offizier-/in (m/w/d) bei der Bundeswehr bewerben

Gražulis in Erklärungsnöten

Auf Anfragen, um wen es sich denn bei dem Mann handle, reagierte Gražulis laut 15min.lt zunächst empört und behauptete, der Mann sei sein Sohn. Später änderte der geschiedene Politiker seine Geschichte. Er behauptete jetzt, der Mann hinter ihm sei der Investigativjournalist Andrius Tapinas, der ihn seit Monaten "schikaniert" und das Video zuerst verbreitet habe. Tapinas tauche derzeit überall auf, wo er sei – und er habe ihn bei dem Gespräch schlicht nicht bemerkt. Zwar sieht der Journalist völlig anders aus, Gražulis erklärte aber, dass "fortschrittliche Technologie" das Aussehen verändern könne. In sozialen Medien führte dieser Erklärungsversuch zu Erheiterung.

Gražulis ist seit 2004 Mitglied des Seimas, des litauischen Parlamentes. Der 62-Jährige hat sich vor allem als Gegner von LGBTI-Rechten profiliert und verglich Homosexualität wiederholt mit sexuellem Missbrauch von Kindern. Mehrfach brachte er Gesetzentwürfe ins Parlament ein, mit denen er "Homo-Propaganda" verbieten wollte (queer.de berichtete). 2013 wurde er beim CSD in der Hauptstadt Vilnius kurzzeitig festgenommen, weil er Teilnehmende beschimpft hatte. Er ließ sich damals theatralisch von der Polizei wegtragen (queer.de berichtete).


So flog Petras Gražulis 2013 vom CSD in der litauischen Hauptstadt (Bild: Pavasario Aitvaras / wikipedia)



#1 Rabauke76Anonym
  • 04.12.2020, 11:55h
  • Ach siehe Mal an? Noch so eine verknatterte Klemmschwester? Ich hau mich in den Dreck- muhuha. Hoffentlich erfahren wir die ganze Wahrheit. Der Ostblock " taut" auf. Super!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LupdejuppAnonym
  • 04.12.2020, 12:01h
  • Das letztes Bild vom CSD ist ja der Hammer, das ist doch schon museumswürdige Kunst!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 zundermxeAnonym
  • 04.12.2020, 12:49h
  • Endlich mal Unterstützung von seriöser Seite aus der glaubwürdigst heilen Hetero-Welt!
    Seit Jahren versuch ich meiner besseren Hälfte zu erklären, dass das mein Sohn - ähm, nein, der böse Schwule von nebenan ist, der versucht unsere Beziehung zu zerstören, wenn da mal ein nackter Mann durchs Bild läuft. Dass der immer ein anderes Gesicht hat liegt am perfiden Einsatz moderner Technik.
    Also bitte etwas mehr Vertrauen und Realitätssinn.
    Wir sind doch alle voll die Ehrenmänner.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 JawohlAnonym
#5 MeckieAnonym
  • 04.12.2020, 14:26h
  • Es wirkt fast so, als ob diese Schrankschwestern unbedingt auf Teufel komm raus erwischt werden wollen!?! Wie kann man sich sonst sowas erklären? Ein normaler Mensch würde das doch alles besser planen, um eben gar nie erwischt zu werden. Aber solche Fehler macht doch kein normaler Mensch sonst in so einer Situation.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 najaAnonym
#7 OlliAnonym
#8 staffelbergblickAnonym
  • 04.12.2020, 16:00h
  • ich habe mir das Foto mal "groß" angesehen. Mir scheint der Herr im Vordergrund schaut etwas problematisch auf ein Gerät wie Monitor, Rechner, Tablet. Es könnte ja sein, dass dem die Maus aus- oder rausgerutscht ist und er deshalb einen Techniker gerufen hat, der ihm beim richtigen Positioniernen wieder behilflich ist. Wir sollten mal etwas Gnade bei ältern, nicht technik-affinen Menschen walten lassen. Vielleicht ist es an der Zeit solchen Herrschaften mit ihren ausbaufähigen Geräten "Aufbauhilfe" zu leisten :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Ja-Ja-genauAnonym
#10 thorium222Profil
  • 04.12.2020, 16:56hMr
  • Boah, wie sehr ich solche Leute verachte. Diese armseligen Witzfiguren ruinieren unzählige Menschenleben mit ihrem Hass, der die eigene Heuchelei verschleieren soll.
  • Antworten » | Direktlink »