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Kommentare zu:
Firmen müssen geschlechtsneutrale Anredeform bieten


#1 audeasAnonym
  • 04.12.2020, 16:54h
  • Hervotragende Neuigkeiten! Noch viel zu viele Unternehmen der freien Wirtschaft halten das starre Binätsystem in der Anredeoption aufrecht. Was mich aber besonders sprachlos hinterlässt, ist dass ich diese eklatante Nichteinhaltung von rechtlichen Vorschriften bei einer Körperschaft des öffentlichen Rechts beobachten musste (Kontakt- und Unfallanzeigeformular der Berufsgenossenschaft). Das darf nicht sein!
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#2 Ralph
  • 04.12.2020, 16:55h
  • Schlimm, dass Selbstverständlichkeiten in diesem Land immer in langwierigen Gerichtsverfahren durchgesetzt werden müssen. So musste ich seinerzeit meinen Dienstherrn auf dem Klagewege zwingen, meinen Familienstand in der Besoldungsmitteilung von "ledig" in "Lebenspartnerschaft" zu ändern. Was diesen Anredefetischismus angeht, frag ich mich schon immer, wieso bei so vielen Vordrucken und Eingabemasken nach "Herr" und "Frau" unterschieden wird, ja dass es sich sogar oft um Pflichtfelder handelt, als wäre ein bestimmtes Geschlecht im bürgerlichen Rechtsverkehr anspruchsbegründend oder anspruchsvernichtend.
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#3 TheDadProfil
  • 05.12.2020, 09:28hHannover
  • ""Firmen müssen für Menschen mit einer nichtbinären Geschlechtsidentität eine geschlechtsneutrale Anredeform in ihrer Kommunikation mit Kund*innen bereithalten.""..

    Nein !
    Die Firmen müssen das für ALLE Menschen bereithalten, und nicht nur für diejenigen mit einer "nichtbinären Geschlechtsidentität" !

    Denn erst dann steht ALLEN die Möglichkeit offen sich für eine Anrede zu entscheiden, und dieses Recht steht ja bereits Männern und Frauen offen, die ja auch nicht "gegen-geschlechtlich" angesprochen werden wollen, so wie man es beispielsweise nach der Ehe-Öffnung in "alten Formularen" der Finanzämter erleben mußte..

    Dieses Urteil darf sich dann auch nicht auf "Firmen" beschränken, sondern muß sich auf ALLE Bereiche des öffentlichen Lebens erstrecken..
    Damit ist der Fall also auch noch nicht endgültig erledigt..
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#4 hugoAnonym
  • 05.12.2020, 13:53h
  • Ist doch ganz einfach zu lösen:
    Entweder das PopUp Menü um eine Leerzeile erweitern oder im Eingabefeld editiren zulassen, dann kann jeder sien gewünschte Anrede selbst eintragen.
    Das System wählt dann bei Leerzeile die Anrede
    Sehr geehrter Max Mustermann
    Sehr geehrter Kunde max Mustermann
    oder bei Eintrag "Fahrgasr"
    Sehr geehrter Fahrgast max Mustermann
    Bedarf nur einer geringfügigen Änderung des Eingabformulars und einige Zeilen Code bei der Auswertung!
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#5 LarsAnonym
  • 05.12.2020, 15:21h
  • Antwort auf #4 von hugo
  • Wie du schreibst: einfach Herr, Frau, Leerfeld. Dann steht eben im Formular oder Brief Guten Tag Herr MaX Muster oder Guten Tag Max Max Muster.

    Man muss es auch nicht übertreiben z.B. mit dem Binnen-I was eigentlich amüsanterweise den Begriff durch ein Phallussymbol ( I ) teilt ...
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#6 Schwurbel-WatchAnonym
#7 GurkenmadlAnonym
  • 05.12.2020, 19:18h
  • Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Firmen Gendermarketing betreiben, d.h. ihre Angebote gezielt nach den Geschlechtern "Mann" und "Frau" ausrichten. So sind z.B. Rubriken wie "Männergeschenke" in großen Online-Shopping-Portalen zu finden.

    Denen passt es natürlich gar nicht in den Kram, wenn eine Person sich dagegen sperrt, einer dieser Verkaufskategorien zugeteilt zu werden. Schließlich wollen alle Männer Akku-Bohrschrauber zu Weihnachten, und alle Frauen eine Küchenmaschine. Oder sie haben das zu wollen.

    Dazu passt, dass gleichermaßen viele Kund_innen wohl recht entrüstet wären, wenn man ihnen ein "nicht zu ihrem Geschlecht passendes" Geschenk überreichte. Der Mann bekommt einen Staubsauger? (Und zwar einen großen, altmodischen, klobigen für die Wohnung, und nicht irgendein superstylishes Luxusteil, fünffach zusammen- und auseinanderbaubar...) Was für eine Schmach! Die Frau bekommt eine Funk-Wetterstation mit LC-Farbdisplay - wo sie sich doch so sehr auf ihr Lieblingsparfum gefreut hatte?

    Sowas darf nicht passieren! Deshalb brauchen die Firmen klare Definitionen dahingehend, wes Geschlechtes Kind die Kund_innen sind. Damit man sie auch zielgruppengerecht mit Werbung versorgen kann. Bei z.B. nichtbinären Kund_innen sind die Marketingabteilungen doch hoffnungslos verloren. Sollen sie denen etwa "nur" ihren Traditions-Kaffee anbieten?

    Natürlich könnte man mit der Zeit von all den Stereotypen abkommen. Aber solange z.B. "Comedians" wie Mario Barth ganze Fußballstadien damit füllen, dass sie über die klischeehaften Unterschiede zwischen Männern und Frauen flachwitzeln (denn etwas anderes gibt es in deren Welt sowieso nicht), solange wird auch diese Art von Gendermarketing perfekt funktionieren.

    Einen nicht uninteressanten Blogartikel hat hierzu vor fast 4 Jahren der "zaunfink" verfasst. Schaut mal 'rein:

    derzaunfink.wordpress.com/2017/01/18/ueber-mannerhaare-und-f
    rauengurken/


    (Ich erfuhr darin z.B. zum ersten Mal, dass es Frauengurken gibt... man lernt bekanntlich nie aus!)

    P.S. Ob ich mir darauf jetzt erstmal einen Tee für "freche Bübchen" mache? Oder doch einen für "süsse Püppchen"? Ich kann mich nicht recht entscheiden...
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