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Texas

"Homophob und sexistisch": Schwuler Schüler wegen Nagellack bestraft

Schülerinnen dürfen an einer texanischen Schule Nagellack tragen, Schüler nicht. Dagegen protestiert ein schwuler Zwölfklässler, der wegen dieses Verbots zum Nachsitzen verdonnert wurde.


Trevor Wilkinson will sich dem sexistischen Verbot von Nagellack nicht unterordnen (Bild: Twitter / Nick Bradshaw)

Ein 17-jähriger schwuler Schüler ist von seiner texanischen Highschool wegen Tragens von Nagellack bestraft worden – er muss außerhalb der Schulzeit nachsitzen, bis er den Nagellack von seinen Fingern entfernt. Der Zwölftklässler Trevor Wilkinson startete deshalb vergangene Woche gegen seine Schule in der 270 Kilometer westlich von Dallas liegenden Kleinstadt Clyde eine Petition – und konnte bereits mehr als 65.000 Unterschriften sammeln.

Vergangenen Montag hatte der 17-Jährige auf Twitter die Bestrafung durch die öffentliche Schule publik gemacht. Er schrieb: "Stellt euch vor, eure Schule erlaubt Jungs nicht, ihre Nägel anzumalen, und lässt sie deswegen nachsitzen. Die gesamte Schulleitung hat damit kein Problem. Homophob und sexistisch? Willkommen im Westen von Texas."

Twitter / trevvowilkinson

Als besonders unfair kreidet Wilkinson an, dass die Schulordnung geschlechtergetrennte Kleiderordnungen vorsieht. Demnach dürfen Mädchen Dinge wie Nagellack oder Schminke tragen, Jungs ist dies hingegen grundsätzlich verboten.

"Ich bin ein schwuler Mann und sehr stolz darauf", erklärte Wilkinson in seiner Petition. Die Bestrafung sei unfair, schließlich drücke er mit dem Nagellack nur seine Identität aus. "Ich sollte keine Probleme kriegen, wenn ich meine Nägel lackiere", erklärte der 17-Jährige. Er müsse derzeit immer noch nachsitzen, weil er weiterhin seine Nägel lackiere.

Wilkinson bedankte sich am Sonntag via Videonachricht für die Unterstützung durch die Öffentlichkeit. Dazu schrieb er: "Ihr seid alle unglaublich!"

Twitter / trevvowilkinson

Die kritisierte Highschool wollte sich nicht direkt zum Konflikt äußern. Gegenüber NBC sagte ein Sprecher lediglich, man überprüfe derzeit die Kleiderordnung. Er erklärte jedoch auch, dass ein nichtkonformer Schüler so lange bestraft werde, bis er sich wieder an die Kleiderordnung hält. Ferner drohte er, dass die Strafen könnten mit der Zeit verschärft werden könnten. (cw)



#1 NicksAnonym
  • 07.12.2020, 14:58h
  • Eindeutig ein Fall von Diskriminierung.
    Aber toll dass er das durchzieht.
    Erinnert etwas an einen Fall aus Großbritannien:
    www.shz.de/deutschland-welt/panorama/jetzt-kommen-auch-britische-jungs-im-rock-zur-schule-id17130311-amp.html
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#3 queergayProfil
  • 07.12.2020, 15:45hNürnberg
  • Er traut sich was. Heteronormative Schul-Kleiderordnungen erinnern mich eher an Drill, Unterwerfung und Gleichschaltung.
    Seine Petition habe ich schon unterschrieben.
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#4 ElfolfProfil
  • 07.12.2020, 15:53hHamburg
  • Wenn er in Texas seine Homosexualität ausdrücken will, sollte er sich vielleicht ein rosa Gewehr anschaffen. Die USA sind in großen Teilen immernoch Mittelalter.
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#5 IsaakAnonym
  • 07.12.2020, 16:23h
  • Sexistisch ist die Regelung sicher (denn sie verbietet männlichen Schülern, was weiblichen Schülerinnen erlaubt ist - ohne dass dafür ein sinnvoller Sachgrund besteht). Die Einordnung als homophob finde ich schwieriger, denn zum einen ist Nagellack kein Kennzeichen oder direktes Ausdrucksmerkmal von Homosexualität und zum anderen dürfte ein heterosexueller Junge ihn ebenso wenig tragen. Die Regelung scheint da ja allgemeingültig zu sein.
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#6 Homonklin_NZAnonym
#7 DramaQueen24Profil
  • 08.12.2020, 01:35hBerlin
  • Sowas macht man nicht im homophoben (West-) Texas, wo Republikaner und Religioten wohnen.
    Wo kämen wir denn da hin, wenn wir Schülern Individualität im Aussehen erlauben würde, gar, dass Schwule und Lesben im Gottesstaat Texas sichtbar werden?
    Wie die Bibel sagt, verdienen diese Menschen nicht zu leben!

    Falls Ihr es nicht kapiert, dieser Beitrag ist Satire!
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#8 DramaQueen24Profil
#9 dfddgAnonym
#10 adsgregrAnonym
  • 08.12.2020, 11:50h
  • da hab ich ja echt zu schnell abgeschickt: das pdf ist eine wahre goldmine: seite 16: sexuelle abstinenz als beste verhütungsmethode vor hiv. "MANDATORY DRUG TESTING PROGRAM" (s83) als vorraussetzung für einen parkplatz oder teilnahme an außerschulischen aktivitäten.

    wtf.
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