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Charta der Vielfalt

"Diversity Trends" wird interaktives E-Magazin

Vielfalt ist in deutschen Unternehmen noch immer ein schwieriges Thema, insbesondere beim Thema LGBTI. Wie man es besser machen kann, zeigt "Diversity Trends".


Die Seite der Charta der Vielfalt ist ab sofort erreichbar (Bild: diversity-trends.de)

  • 9. Dezember 2020, 12:27h, noch kein Kommentar

Die Arbeitgebendeninitiative Charta der Vielfalt hat ihre Studie "Diversity Trends" als interaktives E-Magazin veröffentlicht. Unter diversity-trends.de kann jede und jeder die grafisch aufbereiteten Ergebnisse der Anfang November veröffentlichten Studie analysieren. Außerdem werden Antworten gegeben, wie sich Offenheit für unterschiedliche Lebensentwürfe, Herkunftsgeschichten und Charaktere in der Praxis umsetzen lässt.

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Posted by Charta der Vielfalt e.V. on Tuesday, December 8, 2020
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Die Studie hatte unter anderem ergeben, dass bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen zwischen den Unternehmen, die die Charta der Vielfalt unterzeichnet haben, und den Nicht-Unterzeichner*innen eine wachsende Lücke klafft. So setzten sich 82 Prozent der Unterzeichnenden aktiv für mehr Vielfalt und Inklusion ein, bei den Nicht-Unterzeichnenden sind dies nur 34 Prozent.

Größte Herausforderungen seien dabei die Themengebiete sexuelle Identität, Religion und Weltanschauung. So erklärten 60 Prozent der Nichtunterzeichnenden, dass das Thema LGBTI nicht ins Arbeitsumfeld gehört, sondern Privatsache sei. Und 59 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Religion nicht an den Arbeitsplatz gehört.

"Ziel muss eine wertschätzende Organisationskultur sein"

"Insbesondere unter den Unterzeichner*innen der Charta der Vielfalt sehen wir sehr viele positive Impulse, die beispielgebend für andere Unternehmen sind und uns optimistisch stimmen, dass Diversity Management immer mehr in der Lebensrealität der Beschäftigten in Deutschland ankommt", erklärte Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Charta der Vielfalt e. V. "Ziel muss eine wertschätzende Organisationskultur sein, in der alle ihre individuellen Talente einbringen können."

Viele der unterzeichnenden Unternehmen engagierten sich bereits dafür, dass alle Beschäftigten unabhängig von ihrer sexuellen Identität und Orientierung gleichbehandelt werden. Dazu gehörten etwa Aktionstage und -wochen von Firmen wie Accenture oder der Deutschen Bahn, die – coronabedingt auch virtuell – Diversity im Unternehmen verankern, Austausch und Vernetzung ermöglichen und mit eigenen Hashtags in den sozialen Netzwerken für ein breites Echo über das eigene Unternehmen hinaus sorgen würden.

Der Verein Charta der Vielfalt e.V. tritt als Arbeitgebendeninitiative seit zehn Jahren dafür ein, Diversity Management fest in Unternehmen und Institutionen zu verankern. Rund 3.700 Unternehmen und Institutionen mit mehr als 13,8 Millionen Beschäftigten haben die Selbstverpflichtung der Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet, darunter auch der Deutsche Fußballbund, die Bundeswehr und der Kinderkanal von ARD und ZDF. Schirmfrau ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Paritätische Besetzung in Vorstandsetagen erst 2068

Wie schwierig Vielfalt umzusetzen ist, zeigt der "Diversity Tracker" des Beratungsunternehmens Egon Zehnder. Demnach wächst der Frauenanteil in deutschen Vorstandsetagen so langsam, dass Deutschlands Vorstände frühestens 2068 paritätisch besetzt sein werden. Eine Frauen-Quote, wie von der Bundesregierung angestrebt, reiche allein nicht aus, um dieses Defizit zu beheben, erklärte Unternehmenssprecher Hanns Goeldel am Mittwoch bei der Vorstellung der Zahlen. "Unsere aktuellen Gespräche und Projekte zeigen, dass es um einen ganzheitlichen Ansatz geht und damit um Verhalten, Grundüberzeugungen und eine inklusive Kultur. Das gilt zuerst für den Vorstand, letztlich aber für das gesamte Unternehmen", so Goeldel. (cw)

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