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England
18-Jähriger soll 15-jährigen Lover getötet haben
Ein Azubi soll einen drei Jahre jüngeren Schüler umgebracht haben, weil dieser ihn wegen ihrer Beziehung erpresst haben soll.

Alex Rodda (li.) starb letztes Jahr in einem Waldstück – der mutmaßliche Täter Matthew Mason steht jetzt vor Gericht
- 9. Dezember 2020, 15:23h 2 Min.
Ein Gericht im englischen Chester verhandelt seit dieser Woche gegen einen 19-jährigen Mann, der vergangenes Jahr seinen 15-jährigen Lover umgebracht haben soll. Matthew Mason, der zum Tatzeitpunkt gerade 18 Jahre alt war, soll sein Opfer, den Schüler Alex Rodda, in ein Waldgebiet gelockt haben – er habe laut Staatsanwaltschaft dem Jungen Sex versprochen. Im Wald habe er Alex Rodda aber mit einem Schraubenschlüssel erschlagen. Der Azubi soll dabei sein Opfer am Hals gepackt und dann mindestens 15 Mal mit voller Wucht auf den Kopf eingeschlagen haben. Roddas halbnackte Leiche ist einen Tag nach der Tat am 13. Dezember nahe des Dorfes Ashley gefunden worden.
Das Motiv für die Tat: Das spätere Opfer soll den Angeklagten erpresst haben. Rodda habe seinem Sexpartner gedroht, der Polizei von der sexuellen Beziehung zu erzählen. Hintergrund ist, dass in England das Schutzalter für Sex bei 16 Jahren liegt. Außerdem habe Rodda die Freundin des Azubis kontaktiert und ihr geschrieben, dass Mason ihm sexualisierte Bilder geschickt habe. Am selben Tag habe der Angeklagte dann erstmals Geld überwiesen. Mason soll dem 15-Jährigen binnen drei Wochen insgesamt 2.020 Pfund (2.200 Euro) gegeben haben. Rodda habe zudem einem Freund erzählt, dass Mason ihn für sexuelle Dienstleistungen bezahle.
Laut Staatsanwaltschaft hätten sich die beiden über Instagram kennengelernt. Nach einem Kuss habe sich eine Beziehung entwickelt. Der Angeklagte habe selbst zugegeben, mindestens fünf Mal Sex mit dem späteren Opfer gehabt zu haben. In der mutmaßlichen Mordnacht sei der Angeklagte nach der Tat mit Freunden in eine Kneipe gegangen und habe Selfies geschossen, mutmaßlich um sich ein Alibi zu beschaffen.
Masons Anwalt appellierte an die Geschworenen, die außergewöhnliche Lage seines Mandanten zu berücksichtigen. Man könne die Tat auch als Selbstverteidigung bewerten. Schließlich habe der Schüler Mason zum Sex überredet, um ihn zu erpressen. Am Tag der Tat habe Mason lediglich versuchen wollen, den Jungen davon zu überzeugen, dass die Erpressung aufhören müsse. Er habe dann aber die Kontrolle verloren.
Das Verfahren soll insgesamt zwei Wochen dauern. (cw)
















Diese furchtbare Geschichte ist eine Lehre, warum man sich mit Jugendlichen unter 16 auf keinen Fall einlassen darf.