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80 Folgen sind nicht genug

"True Blood" soll zurückkehren

Sechseinhalb Jahre nach der letzten Folge arbeitet der Sender HBO offenbar an einem Reboot von "True Blood".


Der eigentlich als Schürzenjäger vorgestellte Jason Stackhouse (Ryan Kwanten, li.) vergnügt sich mit Vampir Eric Northman (Alexander Skarsgård)

Der amerikanische Bezahlsender HBO plant nach Informationen des gewöhnlich gut informierten Branchenblatts "Variety" eine Fortsetzung der Vampirserie "True Blood". Mehrere Quellen hätten dies bestätigt, HBO will sich allerdings nicht offiziell zu seinen Plänen äußern.

Laut "Variety" sollen Roberto Aguirre-Sacasa ("Chilling Adventures of Sabrina", "Supergirl") und Jami O'Brien ("Fear the Walking Dead", "DaVinci's Demons") die Drehbücher verantworten. Gleichzeitig sollen sie als ausführende Produzenten fungieren. Auch Alan Ball, der offen schwule Schöpfer der Originalserie, soll die neue Reihe mitproduzieren. Noch ist aber völlig unklar, wer in den neuen Folgen mitspielen wird.

HBO hatte zwischen 2008 und Sommer 2014 insgesamt 80 Folgen der Serie gezeigt – sie wurde zur erfolgreichsten Sendung des Kanals seit "The Sopranos". Die Reihe handelt davon, wie Vampir*innen, die bisher heimlich lebten, nach der Entwicklung von künstlichem Blut ("Tru Blood") ins Licht der Öffentlichkeit traten. Der Kampf für Gleichberechtigung der Vampir*innen kann als Allegorie für die queere Bürgerrechtsbewegung gesehen werden. Dies wurde seit dem Start der Serie kaum versteckt: So nutzten Vampirgegner*innen den Slogan "God Hates Fangs" (Gott hasst Vampirzähne) – dieser war an den realen Slogan "God Hates Fags" (Gott hasst Schwuchteln) angelegt, der bis heute der Leitspruch einer homophoben Baptistenkirche aus Kansas ist.

Außerdem kamen auch viele queere Handlungsstränge und Figuren vor. Über Jahre war die Reihe die Serie im US-Fernsehen mit den meisten homosexuellen Rollen (queer.de berichtete). Insbesondere die Vampir*innen wurden als sexuell sehr flexibel dargestellt. Neben brutalen Gewaltszenen gab es auch viele Sexszenen. Viele Folgen der Sendung erhielten deshalb in Deutschland von der Freiwilligen Selbstkontrolle keine Jugendfreigabe.

Forderung nach queerer Fortsetzung

In sozialen Medien werden die Macher*innen der neuen Serie nun von homosexuellen Fans aufgefordert, die Queerness der ersten sieben Staffeln als Vorbild zu nehmen. "Das neue 'True Blood' behält mal besser all die Gay-Energie des Originals", schrieb etwa das Magazin "Out".

Twitter / outmagazine

"True Blood" basiert auf der "Sookie Stackhouse"-Buchreihe von Autorin Charlaine Harris (Originaltitel: "The Southern Vampire Mysteries"). In der Serie wurde Hauptfigur Sookie von der neuseeländisch-kanadischen Schauspielerin und Oscarpreisträgerin Anna Paquin dargestellt, die sich – wie viele andere der auch aus Australien, England, der Niederlande oder Schweden stammenden Hauptdarsteller*innen – einen amerikanischen Südstaatenakzent zulegen musste. (cw)

Direktlink | Eine der vielen homoerotischen Szenen in "True Blood"



#1 PiakAnonym
  • 10.12.2020, 16:15h
  • Hmm ... die ersten Staffeln waren ein echter Meilenstein.
    Dann verkam die Serie immer mehr zu einem grotesk-ekligen Splatterfestival, bei dem es nur noch darum ging, das vorher Gezeigte zu übertrumpfen. Die letzten eineinhalb Staffeln habe ich mir nicht mehr angetan. Ob da eine Wiederaufnahme eine gute Idee ist, weiß ich nicht.
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#2 qwertzuiopüAnonym
  • 10.12.2020, 23:37h
  • Antwort auf #1 von Piak
  • sehe ich auch so.
    gerade wegen der parallele zur queer community war die serie nicht einfach nur eine weitere vampirserie mit sehr(!) gutaussehender besetzung. aber diese parallele kann eine serie auch nur ein stück weit tragen, und nachdem das ausgereizt war, wurde es eben dann doch zu einer weiteren vampirserie mit trotzdem noch gutaussehender besetzung..,
    andererseits wird das den produzenten auch klar sein, deshalb bin ich trotzdem gespannt.
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