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USA

Homophobe Hassgruppen erhielten Corona-Hilfen

Die Trump-Regierung griff angesichts der Corona-Krise auch Organisationen unter die Arme, die Hass verbreiten. Kurz vor dem Regierungswechsel erließ sie außerdem einen Erlass, der religiösen Arbeitgebenden LGBTI-Diskriminierung erleichtert.


Donald Trump muss am 20. Januar 2021 das Weiße Haus verlassen, will aber immer noch nicht zugeben, dass er die Präsidentschaftswahl verloren hat – und erlässt fröhlich neue Richtlinien (Bild: Gage Skidmore / flickr)

14 US-Vereine, die von Bürgerrechtsorganisationen als "Hate Groups" eingestuft worden sind, haben nach Recherchen von "NBC News" Darlehen über ein staatliches Programm zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft erhalten. Insgesamt hätten diese Hass-Organisationen durch das "Paycheck Protection Program" 4,3 Millionen Dollar (3,6 Millionen Euro) erhalten, darunter auch mehrere LGBTI-feindliche Gruppen.

Einen sehr großen Batzen Geld erhielt demnach die "American Family Association", die seit Jahren Homosexuelle mit Nazis gleichsetzt – etwa durch den Begriff "Gay Gestapo" (queer.de berichtete). Diese Gruppe allein durfte sich laut NBC über rund 1,4 Millionen Dollar freuen. Zu den anderen geförderten Organisationen gehört auch die katholischen Laiengruppe "Church Militant", die für die "Heilung" Homosexueller wirbt. Sie erhielt mehr als 300.000 Dollar. Das evangelikale "Liberty Counsel", das etwa Homo-Hasserin Kim Davis einen Trip nach Rumänien spendiert hatte, wurde mit staatlichen Mitteln in Höhe von mehr als 430.000 Dollar bedacht.

Harvard-Soziologin Joan Donovan, die "Hate Groups" seit Jahren beobachtet, kritisierte die "Ausbeutung" des Hilfsprogramms. Sie erklärte weiter, dass die Regierung Hassorganisationen aus der Förderung hätte ausschließen sollen.

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Trump-Regierung erlaubt mehr Diskriminierung

Die Trump-Regierung versucht unterdessen, ihre LGBTI-feindliche Politik vor der Amtsübernahme von Joe Biden am 20. Januar 2021 zu festigen. Das Arbeitsministerium erließ Anfang der Woche einen Erlass, der es Firmen, die öffentliche Aufträge der Bundesregierung entgegennehmen, erleichtert, sexuelle und geschlechtliche Minderheiten, Frauen und religiöse Minderheiten zu diskriminieren. Einzige Voraussetzung: Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin muss die Diskriminierung mit seiner oder ihrer religiösen Überzeugung begründen.

Die LGBTI-Organisation Human Rights Campaign nannte diesen Schritt "inakzeptabel" und erklärte, man werde mit der Biden-Harris-Regierung nächstes Jahr daran arbeiten, diese Diskriminierung zu beenden. (dk)



#1 PetterAnonym
  • 10.12.2020, 15:59h
  • Was für ein schlechter Stil, nach einer verlorenen Wahl (also wo die Mehrheit der Wähler gezeigt hat, dass sie diese Politik nicht will), noch schnell solche Sachen umzusetzen.

    Aber das passt ja zu diesem Typen und seiner Truppe.

    Ich kann nur hoffen, dass die neue Regierung solche Sachen schnellstmöglich rückgängig macht und fundamental etwas ändert.
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#2 audeasAnonym
  • 10.12.2020, 16:02h
  • Daran sieht mensch beispielhaft, wie einfach es doch ist, unsere Rechte von uns zu nehmen, wenn eine faschistische Regierung an der Macht ist. Wir lernen daraus: der Kampf um LGBTQ-Rechte ist NIE zu Ende!
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#3 DramaQueen24Profil
  • 10.12.2020, 16:32hBerlin
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Trump ist wie ein bockiges Kind, dass seinen Willen durchsetzen will. Und das alles zusammenschlägt, wenn er seinen Willen nicht kriegt.

    He is and remains a toddler with the intelligence of a baby.
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#4 JadugharProfil
  • 10.12.2020, 21:11hHamburg
  • Antwort auf #3 von DramaQueen24
  • Das ist ein sehr typisches malignes narzißtisches Verhalten. Man hat bei Herrn Trump diese maligne narzißtische Persönlichkeitsstörung schon seit einiger Zeit attestiert! Die narzißtische Selbstherrlichkeit verhindert jede Art geistiger Entwicklung wegen nicht vorhandener Selbstkritik als auch Kritikverträglichkeit. So wird er für immer ein gefährliches großes Baby bleiben bis zu seinem Lebensende, weil auch die Einsicht fehlt.
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