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Einzelkommentar zu:
Vermittlungsausschuss streicht Beratungspflicht bei Stiefkindadoption


#2 Carsten ACAnonym
  • 11.12.2020, 10:59h
  • "Der Einigungsvorschlag sieht nun vor, auf die Beratungspflicht zu verzichten, wenn der annehmende Elternteil bei Geburt des Kindes mit dem leiblichen Elternteil verheiratet ist oder in verfestigter Lebensgemeinschaft im gemeinsamen Haushalt lebt."

    Das ist ja schon wieder diskriminierend:

    Ich kenne z.B. ein befreundetes lesbisches Paar, die zwar seit vielen Jahren zusammen sind, die aber dennoch getrennt wohnen, weil sie in unterschiedlichen Städten arbeiten. Die führen eine Wochenendbeziehung, aber wollen dennoch ein gemeinsames Kind.

    Bei Heteropaaren ist das auch kein Problem, wenn die Eltern nicht im selben Haushalt wohnen (dafür kann es ja ganz viele Gründe geben), aber dennoch eine feste Beziehung führen.

    Aber bei gleichgeschlechtlichen Paaren wird wieder eine Ausnahme hinzugefügt.

    Es mag weniger Diskriminierung als vorher sein, ist aber immer noch Diskriminierung. Alles, was nicht 100% Gleichstellung gegenüber Heteros ist, ist per definition Diskriminierung.
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