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Kommentare zu:
"Kircheninterner Kampf" im Erzbistum Köln


#1 einfachAnonym
  • 11.12.2020, 12:37h
  • "Kircheninterner Kampf"

    Die katholischen Laienschafe müssen den Kampf weder hinnehmen noch antreten noch fortführen. Es gibt ein ganz einfaches Mittel, das zu beenden:
    www.kirchenaustritt.de
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#2 LegatAnonym
  • 11.12.2020, 12:52h
  • "Das Erzbistum begründete diese Milde gegenüber dem mutmaßlichen Sexualverbrecher am Donnerstagnachmitag damit, dass dieser alt und gebrechlich gewesen sei. Der schlechte Gesundheitszustand des Priesters habe eine Untersuchung verhindert."

    Für das Erzbistum Köln ist es völlig in Ordnung einen Schwerverbrecher zu decken (und damit vorsätzlich die Strafvervolgung zu behindern), der ein hilfloses Kindergartenkind schwer sexuell missbraucht und damit für sein ganzes Leben auf brutalste Weise gezeichnet hat!

    Ist vermerkt!

    Die Staatsanwaltschaft muss jetzt sofort aktiv werden. Hier liegt ja wohl ganz eindeutig die Verdeckung einer Straftat vor.

    Kann mir andererseits keinesfalls vorstellen, dass dafür irgendjemand aus der Kirche zur Rechenschaft gezogen wird. Nicht im Kirchenstaat Deutschland.

    Wann wird Deutschland eigentlich Teil der zivilisierten Welt, sprich säkular?
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#3 LarsAnonym
  • 11.12.2020, 13:00h
  • Antwort auf #1 von einfach
  • So einfach ist es nicht, denn Missbrauchsfälle gibt es auch außerhalb der katholischen Kirche - Leider, z.B. in der Filmindustrie. Eigentlich überall, wo Macht und oft auch Geld im Spiel ist und besonders, wo es abgeschottete Strukturen gibt, um die sich niemand kümmert.

    Insofern ist es wichtig, innerhalb aller bestehender Strukturen über Missbrauchsgefahren zu sprechen, Transparenz herzustellen. Nur da, wo eine Kultur der Offenheit und des kritischen Bewusstseins über Missbrauchsgefahren herrscht, gibt es eine Chance zur Prävention.

    Ich finde es deshalb sehr wichtig und interessant, wie die Laienbewegung sich des Themas annimmt und hoffe, dass hier die notwendigen Strategien angewendet und der notwendige Druck ausgeübt wird.
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#4 JadugharProfil
#5 SokratouAnonym
  • 11.12.2020, 14:21h
  • Ist das nicht typisch, die Kombination aus reaktionärer "Theologie" samt aggressiver Homophobie (Woelki war nicht umsonst an Opus-Dei-Universität in Rom!) einerseits und Nähe zu Knabenschändern andererseits?!
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#6 LegatAnonym
  • 11.12.2020, 14:46h
  • Antwort auf #3 von Lars
  • "So einfach ist es nicht, denn Missbrauchsfälle gibt es auch außerhalb der katholischen Kirche - Leider, z.B. in der Filmindustrie. Eigentlich überall, wo Macht und oft auch Geld im Spiel ist und besonders, wo es abgeschottete Strukturen gibt, um die sich niemand kümmert."

    Ganz tolles Whataboutism, Lars! Eine allzu durchschaubare Ablenkungstaktik von dir. Zu welche Zweck, frage ich mich?

    "Insofern ist es wichtig, innerhalb aller bestehender Strukturen über Missbrauchsgefahren zu sprechen, Transparenz herzustellen."

    Oder aber man schafft endlich NACHGEWIESENE Missbrauchsstrukturen ab!

    "Nur da, wo eine Kultur der Offenheit und des kritischen Bewusstseins über Missbrauchsgefahren herrscht, gibt es eine Chance zur Prävention."

    Also wieder nur Gerede, ja keine Taten, damit schön weiter vergewaltigt und vertuscht werden kann. Man kann ja später "drüber reden". Unfassbar, Lars, unfassbar!

    "Ich finde es deshalb sehr wichtig und interessant, wie die Laienbewegung sich des Themas annimmt und hoffe, dass hier die notwendigen Strategien angewendet und der notwendige Druck ausgeübt wird."

    Völlig irrelevant! Gefragt ist hier die Staatsanwaltschaft und ganz normale (sprich uneingeschränkte) Strafverfolgung, wie bei jedem anderen Verbrechen auch! Vor dem Gesetz sind entweder alle gleich oder wir sind kein Rechtsstaat.
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#7 LegatAnonym
  • 11.12.2020, 14:50h
  • Antwort auf #4 von Jadughar
  • Ich fürchte so wird es kommen, was bedeutet, dass wir in keinem Rechtsstaat leben. Der stinkende Wind des Faschismus weht weiter in diesem Land und nimmt erneut an Stärke zu. Umso schneller wir uns dieser Tatsache endlich bewusst werden und wir aktiv dagegen vorgehen, desto besser. Vielleicht ist es noch nicht zu spät.
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#8 TimonAnonym
  • 11.12.2020, 16:03h
  • Eine Organisation, die nach wie vor Kindesmissbrauch vertuscht, ist mindestens irrelevant.

    Wie die irgendwas sehen oder welche Position sich durchsetzt, ist mir so egal, wie wenn in China der sprichwörtliche Sack Reis umfällt.

    Jeder klar denkende Mensch braucht nicht deren Zustimmung für sein Leben.

    Ich frage mich eh, wie man sich "Christ" nennen kann und dann noch Mitglied in einem Verein ist, der u.a. immer und immer wieder Kindesmissbrauch vertuscht. Von den anderen Verbrechen ganz zu schweigen.
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#9 tchantchesProfil
#10 stephan
  • 11.12.2020, 18:22h
  • Antwort auf #9 von tchantches
  • Da hast Du vollkommen recht! Solange wir diejenigen, die Täter schützen und Minderheiten diskriminieren immer weiter staatlich in vielfältiger Weise fördern und unterstützen, solange geht dem Führungspersonal dieser absonderlichen Personen die Kritik und die Meinung der Mehrheit am Gesäß vorbei! Was wir brauchen, ist eine Gleichbehandlung von Religionen mit allen allen anderen Ideologien und Denkmodellen und dazu mit die besondere Rolle der Religion aus dem GG. Aber wer will das durchsetzen? Schon die Ablösung der Staatsleistungen ist seit über hundert Jahren nicht durchsetzbar!
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#11 Homonklin_NZAnonym
  • 11.12.2020, 18:44h
  • Antwort auf #4 von Jadughar
  • Das verhält sich in Deutschland nun leider auch so, dass sich die Justiz in Teilen erpressen oder einkaufen lässt, wenn es zur Aufklärung von Missbrauchsfällen katholischer Kirchenknilche kommt.
    Da landen dann auch Untersuchungsergebnisse eben mal unter Verschluss, wenn dem verantwortlichen Knilch die Wahrheit nicht gefällt. Oh, war das nicht auch dieser Woelki? Da ging es doch um den im Artikel genannten Fall, unter Anderem.
    Da geschehen schon Dinge, da muss man fragen, mit wie viel Sorten Maß Justiz zwischen Verbrechen, wenn sie Kirche betreffen, und jenen der übrigen Bevölkerung messen will.
    Man erinnere nebenbei an das, was diese "Kirche" mit Professor Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen abgezogen hat!

    Die Art Probleme hat man, wenn man es mit einer mafiösen Organisation wie der des Glaubenskonzerns der Katholen zu tun hat.
    Die beständige Gehässigkeit gegenüber Menschen, die konsensuell begründet sexuelle Beziehungen eingehen, scheint geradezu eine Neidreaktion Solcher zu sein, denen Konsens, und das bei unerwünschten sexuelle Übergriffen, so egal ist.

    www.kirchenaustritt.de
    kann sicher nicht jedes Knilchen-Problem lösen, aber ein Anfang zu selbstbestimmtem Leben und freiem Denken sein.
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#12 Ralph
  • 12.12.2020, 11:31h
  • Antwort auf #2 von Legat
  • Ja klar. Maßstab ist immer, dass es dem Täter gut geht und ihm Strafe erspart bleibt. Wie, was Aufklärung, Aufarbeitung, Entschädigung, Veröffentlichung - der Mann war krank. Seine Opfer vielleicht auch? Na und? Das typische Verhalten solcher Leute. Für ihre Verbrechen sind sie nicht zu krank, nur für die Strafe.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#13 LarsAnonym
  • 12.12.2020, 12:01h
  • Antwort auf #6 von Legat
  • "Nur da, wo eine Kultur der Offenheit und des kritischen Bewusstseins über Missbrauchsgefahren herrscht, gibt es eine Chance zur Prävention."

    Also wieder nur Gerede, ja keine Taten, damit schön weiter vergewaltigt und vertuscht werden kann. Man kann ja später "drüber reden". Unfassbar, Lars, unfassbar!

    Ich denke, wir müssen nicht darüber reden, dass es diese Kultur der Offenheit und des kritischen Bewusstseins über Missbrauchsgefahren in der katholischen Kirche derzeit nicht gibt (schon gar nicht in der Kirchenleitung.)

    Unter meiner Forderung nach Offenheit und kritischem Bewusstsein verstehe ich, dass in ausreichendem Maß über die Prävention von Missbrauch gesprochen wird: In Vereinen, in Kirchen, in Schulen, bei der Bewertung von Filmen und auch in der queeren Community.

    Zu Recht ist die Wut der queeren Community gegenüber der Kirche auch deshalb so vehement, weil früher Schwule in der Gesellschaft als potentielle Gefahr für Kinder und Jugendliche dargestellt wurden und werden. (Nicht nur von der Kirche , sondern auch von "besorgten Eltern", Putinverstehern u.a.) Die Doppelmoral der Kirche anzuprangern und die spezifisch kirchlichen Mechanismen beim Missbrauch publik zu machen und strafrechtlich zu verfolgen, ist ein wichtiger Schritt und eine Ehrenrettung, reicht aber nicht aus.

    Ich denke, dass über die Folgen des viel weitreichenderen Missbrauchs - nämlich queere Menschen als unreif darzustellen - zu wenig gesprochen wird. Ich kenne viele queere Menschen, die immer noch aus Scham über das Misstrauen, dass ihnen in dem Bereich entgegengebracht wurde, beim Thema Kinder und Jugendliche distanziert reagieren, sich als nicht kompetent wahrnehmen.

    Um diese Wunde des latenten Misstrauens zu heilen, ist es wichtig, dass queere Menschen sowohl über ihre Kompetenzen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sprechen, als auch offen und klar darüber sprechen, wie sie selbst in Bereichen, in denen sie tätig sind, Missbrauch durch andere verhindern und Grenzen setzen, sich also selber als kompetent, mächtig und beschützend wahrnehmen, Leider gibt es auch in der queeren Community Dinge aufzuarbeiten.

    Einfach zu denken, in einer säkularen Welt würde sich das Problem erledigen, schafft zwar Genugtuung, aber auch Erfolge werden nicht reichen, die eigenen Wunden zu heilen.
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#14 SammlerAnonym
  • 12.12.2020, 17:55h
  • Wenn Herr Wölki nicht auch noch seinen Rest an Reputation verlieren will, dann sollte er sich einer öffentlichen, nicht päpstlichen Aufklärung stellen, sonst gilt auch für ihn, "Da ist der Hehler so wie der Stehler", das würde bedeuten, auch er ein Verbrecher.
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#15 Thom3kAnonym
  • 12.12.2020, 18:48h
  • @#8: Irrelevant??
    Am besten ist das Kind auch noch "selbst schuld - was geht es auch in einen katholischen Kindergarten"?!

    Es ist nicht irrelevant, was in der Kirche passiert.
    Mir völlig egal könnte sein, was ein Herr W. persönlich von mir hält oder wie er uns bewertet. Irrelevant sollte bei einer Strafverfolgung sein, dass jemand Kirchenmitglied ist. Aber es ist nicht irrelevant, was passiert - es gibt keinen rechtsfreien Raum Kirche.

    Die Kirche hat Macht.
    Sie hat die Macht, Straftaten zu vertuschen und somit tendenziell zu unterstützen, sie hat die Macht, junge queers in katholischen Umfeldern in den Suizid zu treiben, sie hat die Macht, einer vergifteten Stimmung in der Gesellschaft eine vermeintliche Legitimation und ein Zuhause zu geben...

    Daher finde ich es gut, wenn sie nicht nur von außen kritisiert wird (ich bin mir sicher: ein Herr W. sagt auch mit Schulterzucken "irrelevant, wie mich irgendso ein queer findet"), sondern auch in den eigenen Reihen darauf geguckt wird, dass diese Macht zumindest nicht missbraucht wird.
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#16 LegatAnonym
  • 13.12.2020, 21:19h
  • Antwort auf #13 von Lars
  • Dies ist mein letzter Diskussionbeitrag unter diesem Artikel.

    "Leider gibt es auch in der queeren Community Dinge aufzuarbeiten."

    In der queeren Community gibt es nicht, aber auch GAR NICHTS, was auch nur ein tausendstel Promille an die unsäglichen Gräueltaten der Kirchen über die Jahrtausende heranreicht. Du solltest Dich extrem dafür schämen, diesen ufassbar abgründigen Vergleich gezogen zu haben.
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#17 Korinthen KKAnonym
  • 13.12.2020, 21:53h
  • Antwort auf #13 von Lars
  • Man muss nicht weit in die Vergangenheit schauen um festzustellen, woher die Reaktion kommt, die du als Wut bezeichnest. Es reicht ein Blick auf die Nachrichten des letzten Jahrzehnts, als auch auf die Coming-Out- Erfahrungen im religiösen Umfeld. Soll man dafür auch noch dankbar sein? Das als "Wut" abzutun, ist ziemlich uneinsichtig und daneben.
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