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Kommentare zu:
"Kircheninterner Kampf" im Erzbistum Köln


#11 Homonklin_NZAnonym
  • 11.12.2020, 18:44h
  • Antwort auf #4 von Jadughar
  • Das verhält sich in Deutschland nun leider auch so, dass sich die Justiz in Teilen erpressen oder einkaufen lässt, wenn es zur Aufklärung von Missbrauchsfällen katholischer Kirchenknilche kommt.
    Da landen dann auch Untersuchungsergebnisse eben mal unter Verschluss, wenn dem verantwortlichen Knilch die Wahrheit nicht gefällt. Oh, war das nicht auch dieser Woelki? Da ging es doch um den im Artikel genannten Fall, unter Anderem.
    Da geschehen schon Dinge, da muss man fragen, mit wie viel Sorten Maß Justiz zwischen Verbrechen, wenn sie Kirche betreffen, und jenen der übrigen Bevölkerung messen will.
    Man erinnere nebenbei an das, was diese "Kirche" mit Professor Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen abgezogen hat!

    Die Art Probleme hat man, wenn man es mit einer mafiösen Organisation wie der des Glaubenskonzerns der Katholen zu tun hat.
    Die beständige Gehässigkeit gegenüber Menschen, die konsensuell begründet sexuelle Beziehungen eingehen, scheint geradezu eine Neidreaktion Solcher zu sein, denen Konsens, und das bei unerwünschten sexuelle Übergriffen, so egal ist.

    www.kirchenaustritt.de
    kann sicher nicht jedes Knilchen-Problem lösen, aber ein Anfang zu selbstbestimmtem Leben und freiem Denken sein.
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#12 Ralph
  • 12.12.2020, 11:31h
  • Antwort auf #2 von Legat
  • Ja klar. Maßstab ist immer, dass es dem Täter gut geht und ihm Strafe erspart bleibt. Wie, was Aufklärung, Aufarbeitung, Entschädigung, Veröffentlichung - der Mann war krank. Seine Opfer vielleicht auch? Na und? Das typische Verhalten solcher Leute. Für ihre Verbrechen sind sie nicht zu krank, nur für die Strafe.
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#13 LarsAnonym
  • 12.12.2020, 12:01h
  • Antwort auf #6 von Legat
  • "Nur da, wo eine Kultur der Offenheit und des kritischen Bewusstseins über Missbrauchsgefahren herrscht, gibt es eine Chance zur Prävention."

    Also wieder nur Gerede, ja keine Taten, damit schön weiter vergewaltigt und vertuscht werden kann. Man kann ja später "drüber reden". Unfassbar, Lars, unfassbar!

    Ich denke, wir müssen nicht darüber reden, dass es diese Kultur der Offenheit und des kritischen Bewusstseins über Missbrauchsgefahren in der katholischen Kirche derzeit nicht gibt (schon gar nicht in der Kirchenleitung.)

    Unter meiner Forderung nach Offenheit und kritischem Bewusstsein verstehe ich, dass in ausreichendem Maß über die Prävention von Missbrauch gesprochen wird: In Vereinen, in Kirchen, in Schulen, bei der Bewertung von Filmen und auch in der queeren Community.

    Zu Recht ist die Wut der queeren Community gegenüber der Kirche auch deshalb so vehement, weil früher Schwule in der Gesellschaft als potentielle Gefahr für Kinder und Jugendliche dargestellt wurden und werden. (Nicht nur von der Kirche , sondern auch von "besorgten Eltern", Putinverstehern u.a.) Die Doppelmoral der Kirche anzuprangern und die spezifisch kirchlichen Mechanismen beim Missbrauch publik zu machen und strafrechtlich zu verfolgen, ist ein wichtiger Schritt und eine Ehrenrettung, reicht aber nicht aus.

    Ich denke, dass über die Folgen des viel weitreichenderen Missbrauchs - nämlich queere Menschen als unreif darzustellen - zu wenig gesprochen wird. Ich kenne viele queere Menschen, die immer noch aus Scham über das Misstrauen, dass ihnen in dem Bereich entgegengebracht wurde, beim Thema Kinder und Jugendliche distanziert reagieren, sich als nicht kompetent wahrnehmen.

    Um diese Wunde des latenten Misstrauens zu heilen, ist es wichtig, dass queere Menschen sowohl über ihre Kompetenzen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sprechen, als auch offen und klar darüber sprechen, wie sie selbst in Bereichen, in denen sie tätig sind, Missbrauch durch andere verhindern und Grenzen setzen, sich also selber als kompetent, mächtig und beschützend wahrnehmen, Leider gibt es auch in der queeren Community Dinge aufzuarbeiten.

    Einfach zu denken, in einer säkularen Welt würde sich das Problem erledigen, schafft zwar Genugtuung, aber auch Erfolge werden nicht reichen, die eigenen Wunden zu heilen.
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#14 SammlerAnonym
  • 12.12.2020, 17:55h
  • Wenn Herr Wölki nicht auch noch seinen Rest an Reputation verlieren will, dann sollte er sich einer öffentlichen, nicht päpstlichen Aufklärung stellen, sonst gilt auch für ihn, "Da ist der Hehler so wie der Stehler", das würde bedeuten, auch er ein Verbrecher.
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#15 Thom3kAnonym
  • 12.12.2020, 18:48h
  • @#8: Irrelevant??
    Am besten ist das Kind auch noch "selbst schuld - was geht es auch in einen katholischen Kindergarten"?!

    Es ist nicht irrelevant, was in der Kirche passiert.
    Mir völlig egal könnte sein, was ein Herr W. persönlich von mir hält oder wie er uns bewertet. Irrelevant sollte bei einer Strafverfolgung sein, dass jemand Kirchenmitglied ist. Aber es ist nicht irrelevant, was passiert - es gibt keinen rechtsfreien Raum Kirche.

    Die Kirche hat Macht.
    Sie hat die Macht, Straftaten zu vertuschen und somit tendenziell zu unterstützen, sie hat die Macht, junge queers in katholischen Umfeldern in den Suizid zu treiben, sie hat die Macht, einer vergifteten Stimmung in der Gesellschaft eine vermeintliche Legitimation und ein Zuhause zu geben...

    Daher finde ich es gut, wenn sie nicht nur von außen kritisiert wird (ich bin mir sicher: ein Herr W. sagt auch mit Schulterzucken "irrelevant, wie mich irgendso ein queer findet"), sondern auch in den eigenen Reihen darauf geguckt wird, dass diese Macht zumindest nicht missbraucht wird.
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#16 LegatAnonym
  • 13.12.2020, 21:19h
  • Antwort auf #13 von Lars
  • Dies ist mein letzter Diskussionbeitrag unter diesem Artikel.

    "Leider gibt es auch in der queeren Community Dinge aufzuarbeiten."

    In der queeren Community gibt es nicht, aber auch GAR NICHTS, was auch nur ein tausendstel Promille an die unsäglichen Gräueltaten der Kirchen über die Jahrtausende heranreicht. Du solltest Dich extrem dafür schämen, diesen ufassbar abgründigen Vergleich gezogen zu haben.
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#17 Korinthen KKAnonym
  • 13.12.2020, 21:53h
  • Antwort auf #13 von Lars
  • Man muss nicht weit in die Vergangenheit schauen um festzustellen, woher die Reaktion kommt, die du als Wut bezeichnest. Es reicht ein Blick auf die Nachrichten des letzten Jahrzehnts, als auch auf die Coming-Out- Erfahrungen im religiösen Umfeld. Soll man dafür auch noch dankbar sein? Das als "Wut" abzutun, ist ziemlich uneinsichtig und daneben.
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