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Wuppertal

Rauswurf nach Nacktfotos: Schwuler Karnevalsprinz wehrt sich

Weil er sich im Prinzen-Ornat "in unmöglicher, schamverletzender, fast pornographischer Pose" ablichten ließ, trennte sich das Carneval Comitee Wuppertal von Thomas II. – doch der zog vor Gericht.


Auch wenn der offizielle Karneval wegen Corona ausfällt, geht's zumindest in Wuppertal recht närrisch zu

  • 12. Dezember 2020, 14:42h 20 2 Min.

Vor dem Wuppertaler Amtsgericht ist am Freitag ein Prozess um den Rauswurf eines Karnevalsprinzen verhandelt worden. Nachdem von Prinz Thomas II. Nacktfotos aufgetaucht waren, hatte das Carneval Comitee Wuppertal ihm den "Prinzenvertrag" gekündigt. Bei den vier Fotos, die den Prinzen in Ornatsjacke, aber "unten ohne" zeigen sollen, soll es sich um Selfies handeln.

"Du bist im Prinzen-Ornat in unmöglicher, schamverletzender, fast pornographischer Pose und damit eines Prinzen der Stadt Wuppertal unwürdiger Art abgebildet, deine Amtszeit ist mit dem heutigen Tag, dem 8. März, beendet", heißt es in dem Kündigungsschreiben an den Prinzen.

Ein Ex-Lover hat die Bilder weitergeleitet

Thomas II. gab am Freitag vor Gericht zu, sich entsprechend fotografiert zu haben. Die Fotos habe er aber nur einem ehemaligen männlichen Sexpartner geschickt. Mit diesem habe er öfter entsprechende Fotos ausgetauscht. Falls ein Schaden in der Öffentlichkeit entstanden sein sollte, trage dafür nicht der Prinz die Verantwortung, sondern der, der die Bilder strafbar weiterverbreitet habe, sagte sein Anwalt Klaus Specht.

Richter Daniel Blümchen-Schrill vernahm den besagten Ex-Lover des Prinzen, einen 41-jährigen Friseur, als Zeugen. Der räumte zögernd ein, die Bilder auf Drängen an einen im Karneval aktiven Bekannten, aber nicht an den Karnevalspräsidenten selbst, geschickt zu haben. Der Richter will am 8. Januar eine Entscheidung verkünden.

Die Wuppertaler Karnevalsposse ist damit nicht zu Ende: Bereits im Februar war Prinzessin Christin I., mit der Thomas II. verheiratet ist, aus "privaten Gründen" von ihrem Amt zurückgetreten. (cw/dpa)

#1 MichaelTheDragon
  • 12.12.2020, 17:30hBabenhausen
  • Ich weiß nicht, was sich der schwule Prinz denn vorgestellt hat.
    Ich bin auf alle Fälle DAFÜR, daß unsere Sexualität auch beim Karneval keine Rolle spielen sollte, doch gibt es einen uralten Spruch: "Wer mit dem Teufel isst, braucht einen langen Löffel."
    Die Stimmen, die Meinung in verm. jedweden nicht-schwulen Karnevalsverein gg einen schwulen Prinzen dürften schon immer die Mehrheit sein. Diese "Teufel" haben nun die erste Partie "gewonnen".
    Hoffen wir, daß der Richter den eigentlich Schuldigen bestraft und den Prinzen zurück in sein Amt befördert. Auf daß dort die nächsten Intrigen auf ihn warten...
    Thomas II mach weiter! Trete den verlogenen Verkappten dahin, wo es weh tut.
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#2 zundermxeAnonym
  • 12.12.2020, 18:35h
  • Aus dem Artikel lässt sich nicht entnehmen an welcher Stelle die Sexualität des Prinzen eine Rolle spielt.
    Dem Prinzen, wenn er nicht ein Alien von einem fernen Planeten ist, müsste doch schon bei Erstellung der Selfies klar gewesen sein, was das Teilen dieser Aufnahmen im Zweifel bedeuten kann. Ob Homo oder nicht reicht das 10 von 10 Karnevalsvereinen um einen Prinzen den Tritt zu geben.
    Die Moral und ungeschriebenen Gesetze dürfte allen klar sein, die sich im organisierten Karneval bewegen.
    Will das alles nicht rechtfertigen oder gut heißen. Aber dieses Verhalten von Thomas II inklusive noch vor Gericht zu gehen ist - sehr lieb ausgedrückt - an Blauäugigkeit kaum zu übertreffen.
    Er hat die Fotos selbst gemacht und freiwillig weitergeleitet.
    Dumm, aber erwartbar, gelaufen.
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#3 Miguel53de
  • 12.12.2020, 18:50hOttawa
  • Es ist ja auch so. Wenn es um Karneval geht, hört der Spaß auf. Nicht nur nur in Wuppertal.
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