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Auktion

Vettels Regenbogen-Helm für 225.000 Euro versteigert

Der Regenbogenhelm von Sebastian Vettel wechselt den Besitzer: In einer Internetauktion machte eine Person dafür fast eine Viertelmillion Euro locker.


Mit diesem Helm fuhr Sebastian Vettel beim Rennen in der Türkei (Bild: Jens Munser Designs / twitter)

  • 14. Dezember 2020, 15:12h 5 2 Min.

Der Vielfaltshelm von Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel hat bei einer Versteigerung 225.000 Euro für den guten Zweck eingebracht. Der 33-Jährige will den Erlös Projekten für benachteiligte Kindern in Uganda und Togo zukommen lassen. Wie der 33-Jährige vor den letzten beiden Saisonrennen angekündigt hatte, soll es der einzige Kopfschutz aus seiner sechs Jahre währenden Ferrari-Zeit sein, der in private Hände übergeht.

"Dieser Helm kann mehr als eine Botschaft sein", sagte Vettel. Der Routinier hatte den Helm bei seinem dritten Platz in der Türkei im November getragen – die Regierung des europäisch-asiatischen Landes hatte in den letzten Monaten immer wieder mit LGBTI-Feindlichkeit für Aufregung gesorgt (queer.de berichtete).

Vettels Helmdesigner erklärte während des Rennens, dass der Helm eine Botschaft enthalte, die dem vierfachen Weltmeister "in diesen schwierigen Zeiten sehr am Herzen liegt und die dieses Design inspiriert hat". Unter dem "Stichwort Diversity" sei die Türkei "der richtige Ort, um die Nachricht zu senden", ergänzte der Pilot aus der Königsklasse des Autorennsports in einem Interview mit RTL (queer.de berichtete).

Anfang Dezember startete Vettel schließlich eine Helm-Auktion auf seiner Homepage. Auf dem Kopfschutz ist neben vielen Menschen verschiedener Hautfarben auch eine Regenbogenfahne zu sehen. Anstelle dieser hatte Vettel in der Vergangenheit üblicherweise eine Deutschland-Flagge lackiert und änderte diese Optik. Auf der Oberseite sind außerdem die Worte "together as one" ("zusammen als eins") zu lesen. (dpa/cw)

-w-

#1 AtreusEhemaliges Profil
  • 14.12.2020, 18:43h
  • Bei soviel Doppelmoral wird mir speiübel. Ein Helm für Menschenrechte, auf dem in übergroßen Lettern Kaspersky steht. Ein Unternehmen, das nach eigener Aussage des Firmenchefs mit dem FSB zusammenarbeitet, um Putin bei der Verfolgung von Verbrechern zu helfen. Haken: Der Herr Chef zählte im selben Interview namentlich den oppositionellen Politiker Alexei Nawalny zu solchen Verbrechern! Mal ganz davon abgesehen, was ein Putin mit den gesammelten Daten russischer LGBTQ's anfangen könnte, wenn er wollte, weil er die ja bekanntlich so lieb hat. Vll. hat ja ein Kadyrow vor seinen Säuberungen auch mal angefragt, wer so alles auf einschlägigen Seiten unterwegs ist?

    Lieber Seb, sich für Menschen zu engagieren finde ich gut, allerdings sollte man sich zur selben Zeit, zu der man pr-trächtig Vielfalt und Menschenrechte beschwört, sich nicht von Erfüllungsgehilfen eines Diktatoren mit 5 oder 6stelligen Beträgen sponsern lassen. Das schadet nur der Glaubwürdigkeit und hinterlässt einen sehr hässlichen Beigeschmack.
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#2 pittAnonym
  • 15.12.2020, 00:14h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • Das Kaspersky Sponsoring kommt von seinem Team Ferrari und ist fest auf dem Helm vorgeschrieben, er muss sein design drumm rumm bauen.
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#3 AtreusEhemaliges Profil
  • 15.12.2020, 13:22h
  • Antwort auf #2 von pitt
  • Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ernst dieser Kommentar jetzt gemeint war? Satire?

    Das wirklich letzte worum es mir ging, war die Anordnung der Schriftzüge und Regenbogenstreifen auf dem Helm. Mir ging es darum, die Doppelmoral aufzuzeigen, indem man ein politisches Statement in der Türkei setzt, dieses im Anschluss nochmal medial ausschlachtet, aber zur selben Zeit von Schergen des russischen Diktators gesponsert wird, die die politische Opposition als Verbrecher klassifizieren und für diese als Werbefigur herhält, indem man ihren Schriftzug das ganze Jahr auf dem behelmten Schädel herumträgt. Wenn, dann muss man auch das kritisieren. Wer dies nicht tut, ist ein Heuchler, der andere moralische Maßstäbe da anlegt, wo es ums eigene Geld und den eigenen Arbeitsplatz geht.
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