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Einzelkommentar zu:
Star-Lord ist bisexuell


#5 Still_Ith
  • 15.12.2020, 11:08h
  • Wie ihr einfach diesen Absatz in jedem Marvel-Bericht copy-pasted, dass diese betreffende schwule Nebenfigur in "Endgame" irgendwas Repräsentatives an sich gehabt hätte, obwohl jede*r weiß, dass die "Repräsentation" in so ungefähr 1-2 Sätzen besteht, in denen der Mensch erwähnt, dass die Person, um die er trauert, ein Typ ist.

    Und einfach mal das regelmäßige, gewaltsame Umschreiben von queeren Chars zu Cis-Heten außen vor lasst, das bei Marvel leider gang und gäbe ist.

    Traurig, weil ich die Diskussionen bis hin zu meiner Familie dann habe. Wird eine ursprünglich weiße Figur mal von BIPoC gespielt "waah, kann man nicht machen!!". Wird eine zentrale, lesbische Person mal eben komplett umgeschrieben und bekommt ne total unpassende hetero-Beziehung draufgepropft, damit queere Menschen gar nicht erst ne Argumentationsgrundlage dafür bekommen, vielleicht doch zu existieren: "Na, aber das ist ja jetzt nicht soo schlimm, oder?"
    womit gemeint ist "ja, also DAS ist uns ja eigentlich schon auch lieber so, alles andere wäre unangenehm".

    Aber klar, die Hand, von der man sich doch noch Futter erhofft, beißt man dann lieber nicht, ne. Und so geht das Träumen und Hoffen und Betteln weiter, damit auch im nächsten Mastercut dann zufällig wieder keine Zeit für das 15-Sekunden-Bild der queeren Offenheit ist, oder für den einen Outing-Satz, weswegen die entweder schon in der Originalfassung gar nicht erst in die Veröffentlichung kommen. Oder zumindest so gestaltet sind, dass Asien und Russland nicht viel zensieren müssen, um die Schandflecken zu entfernen.
    Traurig. Alles.
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