Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=37758
Home > Kommentare

Kommentare zu:
"Ich bin Ägypter und ich bin schwul"


#1 EulenspiegelAnonym
  • 16.12.2020, 12:05h
  • Das ist halt das Problem mit Religion.

    Auch hier kommt ein Teil des katholischen Priesternachwuchses aus extrem frommen Haushalte, wo schwule Söhne hoffen wenn sie Pfarrer werden genug Pluspunkte sammeln zu können um nicht in die Hölle zu kommen.

    Der Ausweg entfällt im Islam - entweder man wird hetero (....) oder kommt in die Hölle.

    Das ist die Mainstream-Interpretation. Letztendlich gilt in jeder Religion die Interpretation - Papier ist geduldig.

    Im Islam wird von den Immamen her extrem viel mit Höllenangst gearbeitet, so wie bei den Katholiken vor 200 Jahren. Das ist schließlich die einfachste Möglichkeit, die Schäfchen unter Kontrolle zu halten.

    Ich hatte mal einen Kollegen aus dem Jemen, mit dem habe ich viel darüber gesprochen.

    Er hatte auch diese Gehirnwäsche erlebt und war tief gläubig - konnte aber auf einem abstrakten Niveau manchmal das ganze auch analysieren. Er wußte das ich schwul war.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LarsAnonym
  • 16.12.2020, 13:55h
  • "... sondern wird auch in der ägyptischen Literatur fast immer als verwerfliches Phänomen behandelt."

    ... aber manchmal auch, wie z.B. bei dem Nobelpreisträger Nagib Mahfous schon in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts sehr klar und für die damalige Zeit recht gelassen thematisiert. (s. seinen Roman: Die Midaq-Gasse).

    Ähnlich in der Thematik , tragisch, aber nicht wertend, und sehr empfehlenswert: Der FIlm "Yacoubians Gebäude" von 2006 nach einem Roman von Ala Al-Aswani (mit dt. Untertiteln)

    www.youtube.com/watch?v=xqMIsb7eAqI
  • Antworten » | Direktlink »
#3 56James35Anonym
  • 16.12.2020, 15:31h
  • Wahrscheinlich ein mutiges Buch.
    Wenn man bedenkt, dass der furchtbare Tod des jungen italienischen Journalisten Giulio Regini (1988-2016) in Kairo nicht aufgeklärt wurde.
    Der ägyptische Präsident wurde übrigens letzte Woche vom französischen Präsidenten Macron mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet.

    Ich schäme mich, ein Franzose zu sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 56James35Anonym
  • 16.12.2020, 15:39h
  • Empfehlen möchte ich auch den wunderschönen Film von Youssef Chahine "Alexandrie, pourquoi?" ("Alexandria, warum?") aus dem Jahr 1978. Die Liebesgeschichte zwischen einem jungen englischen Soldaten une einem (jungen) aristokratischen Ägypter ist unvergesslich.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Deutschland genausoAnonym
  • 16.12.2020, 16:09h
  • Antwort auf #3 von 56James35
  • Deutschland ist auch nicht besser.

    Wenn es darum geht, irgendwelchen ausländischen Machthabern in den Allerwertesten zu kriechen, sind viele Regierungen ganz vorne mit dabei und vergessen die Menschenrechtsreden, die sie gerne für ihre Wähler schwingen.

    Politik ist halt letztlich auch nur ein Konzern, dem es um eigene Vorteile geht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#6 56James35Anonym
  • 16.12.2020, 16:30h
  • Antwort auf #5 von Deutschland genauso
  • Ich stimme dir zu. Frankreich geht es hauptsächlich darum, Waffen zu verkaufen (die sogenannten "rafales"). Wer von beiden Ländern (F oder D) der größte Waffenhändler ist, weiß ich nicht. Nach dem Besuch des ägyptischen Präsidenten in F hat der italienische Journalist und Schriftsteller CORRADO AUGIAS in der Zeitung "La Repubblica" erklärt, warum er die Auszeichnung, die ihm 2007 verliehen wurde, zurückgibt. Davon hat die deutsche Presse nicht berichtet.
    Jeder in Europa sollte wisssen, wie der junge italienische Journalist ermordet wurde.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#7 FennekAnonym
  • 16.12.2020, 18:13h
  • Es heißt, der Mensch sei die Krone die Schöpfung.

    Aber was für eine Krone ist das, wenn die Menschen sich gegenseitig schaden, hassen und zerstören. Und auch ihre eigene Lebensgrundlage - die Umwelt - zerstören.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 audeasAnonym
  • 16.12.2020, 20:33h
  • Unfassbar mutig und traurig zugleich, dass Menschenleben auf dem Spiel stehen wegen etwas, das selbstverständlicher Teil der menschlichen Identität ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 LupdejuppAnonym
#10 dellbronx51069Anonym

» zurück zum Artikel