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Kooperation

DFB und LSVD schaffen Anlaufstelle für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Fußball

Mit einem neuen Projekt wollen die Vereine Vielfalt und Akzeptanz im Amateur- und Profifußball fördern.


Regenbogenschnürsenkel aus einer Aktion gegen Homophobie in England

  • 16. Dezember 2020, 15:36h, noch kein Kommentar

Ab dem 01. Januar 2021 wird der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) eine Kompetenz- und Anlaufstelle für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Fußball anbieten. In Zusammenarbeit und mit Unterstützung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) sollen Vielfalt und Akzeptanz gezielt gefördert werden und die Wahrnehmung des DFB als der Vielfalt und Nichtdiskriminierung verpflichteter Verband auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene positive Impulse erhalten.

Wie der Verband in einer Pressemitteilung weiter mitteilte, soll Christian Rudolph vom LSVD das Projekt leiten. "Wir wollen neben der persönlichen Beratung als Anlaufstelle auch die Vernetzung und Weiterbildung mit Schulungsangeboten für Multiplikator*innen sicherstellen", so Rudolph. "Profi- oder Amateurfußball sollen ein sportliches Betätigungsfeld sein, in dem sich alle unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität angstfrei betätigen können. Dies sendet ein wichtiges Signal für eine offene und vielfältige Gesellschaft aus."

Der für Antidiskriminierung zuständige DFB-Vizepräsident Günter Distelrath ergänzte: "Der Sport und sicher auch der Fußball sind leider immer noch Parallelwelten, wenn es um einen unverkrampften Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt geht." Andere Bereiche der Gesellschaft, etwa die Kultur oder die Wirtschaft, seien da bereits weiter. "Alle Menschen sollen sich beim Fußball angenommen fühlen, darum muss es doch gehen. Unser Fußball muss vielfältig und diskriminierungsfrei sein. Wir wollen kein Talent verlieren. Mit der neuen Anlaufstelle wollen wir uns in diese Richtung entwickeln."

Schwerpunkt der Arbeit werden der Aufbau einer vertraulichen Anlaufstelle für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Fußball sowie die Akzeptanzförderung und Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) im Fußball in der Öffentlichkeit sein, so der LSVD. Der Fokus der Arbeit liege im Amateur- und Profifußball. Mit dem Projekt weitet der Verband seine Zusammenarbeit mit DFB, DFL und Sportvereinen aus, über die er auf seiner Webseite informiert.

Die neue Anlaufstelle ist vorerst als Pilotprojekt auf 18 Monate terminiert. "Wir wollen den Dialog zwischen dem organisierten Sport und der LSBTI+ Community fördern, für die Themen sensibilisieren und Aufklärung leisten", so Rudolph auch in einer Presseerklärung des DFB.

Mit dem Thema Homosexualität im Fußball befasst sich an diesem Mittwoch auch die ARD-Sendung "Sportschau Thema" (queer.de berichtete). (pm/cw)