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Aufruf

Jüdisches Museum Rendsburg sucht 15 queere Protagonist*­innen

Für die für August 2021 geplante Fotoausstellung "This is me – religiös und queer" will die Berliner Künstlerin Ceren Saner gläubige LGBTI aus ganz Deutschland porträtieren und interviewen.


Das Jüdische Museum Rendsburg ist eine kulturelle Begegnungsstätte und eines der wenigen Jüdischen Museen im norddeutschen Raum. (Bild: Frank Vincentz / wikipedia)

  • 19. Dezember 2020, 07:38h 14 2 Min.

Das Jüdische Museum Rendsburg plant für das kommende Jahr eine Ausstellung mit dem Arbeitstitel "This is me – religiös und queer – eine Fotoausstellung". Mit dem Projekt sollen nach Angaben des Museums "zwei Aspekte verbunden werden, die oft unterrepräsentiert bleiben und nur selten zusammen gedacht werden: Queerness und Religiosität".

Für die Ausstellung gesucht werden Menschen, die aus jüdischen, muslimischen, christlichen und anderen religiösen Communitys kommen und die Lust haben, sich mit ihren queeren und religiösen Identitäten zu zeigen. Die Ausstellung soll im August 2021 eröffnen und insgesamt 15 Menschen porträtieren.

Geplant sind Foto-Shootings und Video-Interviews

Für das Ausstellungsprojekt konnte das Jüdische Museum die jüdische LGBTI-Organisation keshet Deutschland als Kooperationspartnerin gewinnen konnten. Die fotografische Gestaltung übernimmt die in Berlin lebende Fotografin und visuelle Künstlerin Ceren Saner, die bereits über Erfahrung in der Auseinandersetzung mit queeren Themen verfügt. Sie wird die Protagonist*innen fotografieren, daneben werden Video-Interviews geführt, aus denen Ausschnitte und Zitate ebenfalls in die Ausstellung einfließen sollen. Die Gestaltung der einzelnen Porträts und Interviews in der Ausstellung soll in Absprache mit den Dargestellten erarbeitet werden.

Die Fotos und Interviews werden an den jeweiligen Standorten der Protagonist*innen innerhalb Deutschlands in der Zeit von Januar bis März 2021 durchgeführt. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, anonym porträtiert und interviewt zu werden. Kommunikationssprachen sind Deutsch und/oder Englisch. "Bei den Shootings werden selbstverständlich alle notwendigen Abstands- und Hygienerichtlinien berücksichtigt", teilte das Jüdische Museum mit. Es ist laut Aufruf auch "bemüht, den Teilnehmenden eine Aufwandsentschädigung bereitzustellen".

Wer sich vorstellen kann, Teil der Ausstellung zu werden, kann sich noch bis zum 31. Dezember 2020 per E-Mail an mirjam.glaeser@landesmuseen.sh melden. (cw/pm)

 Update  22.12.20: Aufruf frühzeitig beendet

Das Jüdische Museum bittet darum, keine Bewerbungen mehr zu schicken. Es hätten sich bereits mehr als genügend Interessent*innen gemeldet.

-w-

#1 LegatAnonym
  • 19.12.2020, 11:00h
  • Religiosität ist eine Wahlidentität. Queerness ist KEINE Wahl und steht daher in einer ungleich höheren Kategorie der menschlichen Identitäten. Hier also vereinfachend von "Identitäten" zu sprechen, ist irreführend, anmaßend und sogar gefährlich, da hierdurch suggeriert wird, Religiosität sei gleichwertig schützenswert wie Queerness. Was dann passiert, sehen wir ständig. Queerness wird gegen Religiosität abgewogen, meistens gewinnt aus Tradition die Religiosität und heutzutage auch manchmal Queerness. In einer Abwägung von Rechten muss aber IMMER die Wahlidentität verlieren. Das ist dermaßen evident, dass gegen diese Grundhaltung ausschließlich ideologisch oder ignorant argumentiert werden kann, was ja auch so passiert.
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#2 LupdejuppAnonym
  • 19.12.2020, 12:28h
  • Antwort auf #1 von Legat
  • Auch als Atheist ist die Tatsache dass ichs schwul bin Teil meiner Identität, aber nicht meine Identität... Und natürlich ist mein frei gewähltes Umfeld und meine Hobbys und Leidenschaften, für die ich mich entschieden habe da sie mir wichtig sind, Spaß machen und mich präg(t)en, für mich ein genauso wichtiger Teil meiner Identität !
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#3 LegatAnonym
  • 19.12.2020, 12:51h
  • Antwort auf #2 von Lupdejupp
  • Ich weise erneut auf den evidenten Unterschied zwischen Wahlidentitäten und Nicht-Wahlidentitäten hin. Einfach erst mal drüber nachdenken, bitte.

    Dass sich Persönlichkeiten aus mehreren Wahlidentitäten und Nicht-Wahlidentitäten zusammensetzen, ist selbstverständlich richtig und ebenso dermaßen evident, dass ich es zuvor nicht für nötig gehalten habe, darauf nochmal gesondert eingehen zu müssen.
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