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Kommentare zu:
Latzel-Gemeinde droht mit Abspaltung von Landeskirche


#11 LegatAnonym
#12 Ben1978Anonym
  • 21.12.2020, 14:28h
  • Hallo! Ich fühle mich von einem einengenden Korsett geschädigt. Schwul und gläubig, leide ich seit Jahren unter "Zwangsgedanken" (möge jeder Interessierte mal nachschlagen) - ich denke, dass Glaube, Religion u. a. vs. Schwulsein und Einsamkeit damit zu tun haben. Leute wie dieser Pastor ebenso mögen solch Beiträge leisten. Ich kann mir nicht selbst helfen. OCD schlage man nach. Auch Religious OCD... Als würden Heterosexuelle nur Liebe und Sex haben dürfen. Pastoren wie dieser fördern noch Selbstmord bei LGBTI-Jugendlichen, die, wie auch mancher Erwachsene nicht immer stark genug sind oder es etwa wurden. Schlimm.
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#13 LegatAnonym
#14 LegatAnonym
#15 Maike PfudererAnonym
  • 21.12.2020, 14:33h
  • ich bin versucht aus dem Kirchenlied "Ein feste Burg" zu zitieren: Lass fahren dahin, sie habens kein Gewinn.

    Der bremischen Kirche erwachsen dadurch neue Chancen, das diese Menschen zwar eine neue Gemeinde gründen, aber kein Eigentum an St. Martini erwerben können und damit an dieser Kirche wieder die Frohe Botschaft gepredigt werden kann!
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#16 Korinthen KKAnonym
  • 21.12.2020, 14:40h
  • Faszinierend. Menschen mit einer unbarmherzigen Haltung beklagen sich, dass mit ihnen aufgrund ihrer Haltung "unbarmherzig" umgegangen wird und drohen mit Abspaltung von einer Kirche, die ihrerseits das Resultat einer Spaltung ist.
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#17 ChrisNAnonym
  • 21.12.2020, 14:56h
  • Antwort auf #12 von Ben1978
  • Deinem Leid möchte ich DIr mit einer mutmachenden Gegenfrage begegnen: Es gibt so viele Menschen, die ganz offensichtlich gegen die Bibel leben, in dem sie Ehebruch begehen (d.h. einen neuen Partner nach einer gescheiterten Ehe haben), die ihre Mitmenschen anlügen, die hartherzig sind, die dem Geld nachjagen, die sich dieser Umstände auch komplett bewusst sind, die aber trotzdem gläubig sind, sich als bibeltreu bezeichnen, zu Gott beten und die überhaupt kein, null, Problem mit diesen Widersprüchen haben. Warum müssen ausgerechnet wir, die wir schwul sind, daran verzweifeln und allen anderen ist es egal?
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#18 HilfsgedankenAnonym
  • 21.12.2020, 15:09h
  • Antwort auf #12 von Ben1978
  • Wow. Dein Post klingt wie ein Hilferuf.

    Es ist leider ziemlich schwierig, auf gleichem Wege echte Hilfe zu leisten. Ich möchte jedoch einen Gedankenanstoß geben. Wenn Du erkannt hast, dass der Konflikt zwischen Glaube/Religion einerseits und Deinem Schwulsein andererseits Dich krank und einsam gemacht hat, sieh Dir mal an, was Du ändern könntest.

    Dein Schwulsein kannst Du nicht ändern. Und es ist auch nichts, was man ändern müsste. Es ist völlig in Ordnung, so zu sein, wie Du bist. Womit wir zu einer wichtigen Konsequenz kommen: Leute, die etwas anderes sagen oder gar predigen, haben in Deinem Leben nichts zu suchen, denn sie verunsichern und verletzen Dich - sie werten Dich ab. Und das nur, weil sie nicht damit klarkommen, dass Du bist, wie Du bist.

    Sie machen das zu Deinem Problem - versuch' mal den Spieß umzudrehen und das zu deren Problem zu machen. Die haben ein Problem, nicht Du.

    Menschen, die einem nicht wohlgesonnen sind, bzw. die einen sogar schädigen, sollte man hinter sich lassen. Wie Du aus der Kirche austreten kannst, findest Du hier:

    www.kirchenaustritt.de/

    Deinem Nickname nach scheinst Du 42 Jahre alt zu sein. Wo Du lebst, geht aus Deinem Post nicht hervor. Vielleicht findest Du in Deiner Stadt oder in der nächstgelegenen größeren Stadt queere Organisationen, die Du mal ansprechen könntest. Relativ verbreitet sind die Aids-Hilfen, in denen in der Regel erfahrene Menschen sitzen, die auch anderweitige Tipps geben können (z.B. evtl. wo Du noch andere Gruppen oder Ansprechpartner_innen findest).

    Vielleicht findest Du auch Anregungen beim Humanistischen Verband Deutschlands

    humanistisch.de/hvd-bundesverband

    oder bei der Giordano-Bruno-Stiftung

    www.giordano-bruno-stiftung.de/

    Klassischerweise würde an dieser Stelle auch zum Besuch eines_einer Psycholog_in und/oder eines_einer Psychiater_in geraten. Damit möchte ich mich allerdings zurückhalten, da ich persönlich die Erfahrung gemacht habe, dass eine Mehrheit dieser Menschen wenig Ahnung vom Thema Queersein hat, sodass die dort angebotene "Hilfe" nicht immer wirklich hilfreich ist.

    Jedenfalls ist mit 42 noch lange nicht alles verloren. Im Gegenteil, das ist ein ganz gutes Alter für eine Neuorientierung.

    Ich drücke ganz kräftig die Daumen und sende herzliche Grüße!
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#19 AthreusProfil
  • 21.12.2020, 15:32hSÜW
  • Antwort auf #12 von Ben1978
  • "Ich leide seit Jahren" und "ich kann mir nicht selbst helfen" sind Beweis genug, denke ich, dass du Hilfe in Anspruch nehmen solltest, sofern du es noch noch nicht tust. Dass meine ich vollkommen wertfrei, ernst und wohlwollend!

    Der LSVD führt eine Liste von Therapeuten, die sich den Problemen von Lesben und Schwulen vorurteilsfrei widmen. Melde dich doch dort mal, bitte. Dir selbst zuliebe.

    Tel: 0221 / 92 59 61 0
    Email: lsvd@lsvd.de
    Kontaktformular: www.lsvd.de (Hauptseite ganz unten rechts)

    Falls dir das irgendwie komisch erscheint oder du dich dabei unwohl fühlst, kann ich dir versichern, dass ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis niemanden kenne, dem es nicht guttun würde, einmal mit einem Profi zu sprechen. Falls du Probleme hast, vom LSVD Hilfe zu bekommen, was ich mir nicht vorstellen kann, melde dich bei mir und ich kümmere mich darum. (Ich bin Mitglied.)
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#20 HilfsgedankenAnonym
  • 21.12.2020, 15:50h
  • Antwort auf #19 von Athreus
  • "Der LSVD führt eine Liste von Therapeuten, die sich den Problemen von Lesben und Schwulen vorurteilsfrei widmen."

    Oh, das wusste ich nicht. Vielen Dank für diesen Hinweis! Hoffen wir mal, dass diese Liste einigermaßen flächendeckend ist. Es hat ja auch nicht jede_r die Möglichkeit, für regelmäßige Therapiesitzungen jedes Mal weite, teure Wege zu fahren.
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