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Heimwerker-Tipp

Kleben ist das neue Bohren

Corona bietet auch die Chance, die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen. Wir geben Tipps, wie man um die lästige und laute Bohrmaschine herumkommt.


Krisenzeiten sind Heimwerkerzeiten: Rüste deine Bude jetzt auf! (Bild: Alexas_Fotos / pixabay)

  • 23. Dezember 2020, 01:52h, noch kein Kommentar

Schwule und Lesben nutzten während der globalen Wirtschaftskrise vor gut zehn Jahren laut einer Umfrage ihre Zeit, um endlich wieder ihr Zuhause auf Vordermann zu bringen (queer.de berichtete). Wahrscheinlich wiederholt sich gerade die Geschichte: Menschen ziehen sich während der Corona-Pandemie in die eigenen vier Wände zurück und fragen sich: Wie kann meine Wohnung noch schöner werden? Wie fühle ich mich in den eigenen vier Wänden wohler? Und am wichtigsten ist die Frage: Wie mache ich meine Instagram-Freundinnen und Freunde neidisch?

Jeder, der in einem Mehrfamilien- und Hochhaus wohnt, wird wissen, wie nervig diese Zeit sein kann, wenn der Nachbar oben ebenso wie die Nachbarin unten den lieben langen Tag an der Bohrmaschine hängt. Doch es gibt bessere Lösungen, um das frisch gefüllte Bücherregal, die Gardinenstange oder die Regenbogenfahne richtig an der Wand zu befestigen. Man kann Dinge einfach kleben – und moderne Klebstoffe halten inzwischen ein Gewicht von 100 Kilogramm und weit darüber aus. Das schließt also fast alles ein, was wir uns so in die Wohnung hängen – vielleicht mit Ausnahme des Slings. Gerade bei relativ leichten Wohnungsutensilien wie Bilderrahmen eignet sich das Kleben perfekt.

Die Vorteile des Klebens: Selbst Leute mit zwei linken Händen haben kein Problem damit, auf eine Tube zu drücken und einen Tropfen an der gewünschten Stelle anzubringen. Und man läuft nicht Gefahr, sich mit dem Hammer auf die Finger zu schlagen. Außerdem muss man bei besonders harten Betonwänden nicht extra einen Schlagbohrer organisieren oder bei besonders brüchigen Wänden Angst haben, dass alles bröckelt und bröselt.

Leicht anbringen, leicht entfernen

Beim Umgang mit Klebstoffen gibt es eigentlich nur eine wichtige Regel: Nur auf gut gereinigtem, fettfreiem Untergrund haften sie optimal. "Dazu kann der Untergrund zum Beispiel mit einem Lappen oder Küchenpapier und etwas Aceton abgewischt werden", empfiehlt Ansgar van Halteren vom Industrieverband Klebstoffe, der seinen Sitz in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf hat. Die Oberfläche sollte dabei nie mit Nagellackentferner vorbehandelt werden. Der Grund: Dieser enthält Lösungsmittel, die die Haftung des Klebers beeinträchtigen.

Was für Klebstoffe spricht, ist auch, dass sie sich leicht entfernen lassen – oft reicht ein Fön oder ein wenig Wasser und weg sind sie. Das ist gerade für Mieter von Vorteil: Man muss sich nicht den Stress machen, alle Bohrlöcher zu füllen, um beim Auszug seine Kaution zurückzuerhalten. Online gibt es viele Anleitungen und Tipps, wie man das am besten macht – etwa beim Nachrichtenmagazin "Focus".

Auch Klebstoff-Firmen erklären stets in ihren Anleitungen oder auf ihren Webseiten, wie man ihre Produkte wieder leicht entfernen kann. Sie haben eine riesige Auswahl an Klebern entwickelt, die für (fast) jedes Material und (fast) jedes Gewicht geeignet sind. Allein der Düsseldorfer Anbieter Pattex bietet etwa Dutzende Produkte an – darunter Spezialangebote wie Sekundenkleber für Glas oder Metallkleber. In jedem Baumarkt findet man eine Auswahl, für die man – will man alles probieren – ein paar Jahre Urlaub nehmen muss.

Wer sich unsicher ist, wie man richtig klebt, kann auf Youtube Hilfe finden. Auf der Videoplattform gibt es unzählige Anleitungen für Hobby-Heimwerker*innen – ein Beispiel ist etwa das informative Portal diybook, das fast alle Dinge, die man im Haus tun kann, in kurzen Videos erklärt. (cw)

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