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Kommentare zu:
Schwule in der Politik: Spahn berichtet über "wüste Beleidigungen"


#11 DuMeineGüteAnonym
  • 22.12.2020, 16:48h
  • Ich verstehe. Spahn ist also deshalb so toll, weil er von sich selbst fest überzeugt ist, ohne sich um gesellschaftspolitische Dinge wie queerfeindliche Beleidigungen zu scheren. Die kratzen doch so einen wie ihn nicht, und deshalb ist Queerfeindlichkeit auch sonst kein Problem in unserer Gesellschaft.

    Andererseits kann er sich nicht trauen, Merz gegenüber deutlich genug zu werden, weil der ihm später ja seine Karriere verbauen könnte.

    Das zeugt in der Tat von einer sozial kompetenten und gefestigten Persönlichkeit. *augenroll*
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#12 LegatAnonym
  • 22.12.2020, 17:13h
  • Antwort auf #11 von DuMeineGüte
  • Jens Spahn ist durch und durch neo-liberaler Kapitalist (siehe u.A. seine Einstellung zu Hartz IV) und Teil der politischen Machtelite.
    Selbstverständlich gibt ihm das die Freiheit, nicht empanzipatorisch sein zu müssen, da er gelernt hat sich innerhalb eines Systems zu bewegen, in dem er sich im Zweifelsfall aus allem heraukaufen kann.
    Zumindest wird das seine Glaubensüberzeugung sein, denn wie wir ja wissen, kann so etwas sehr schnell enden, wenn z.B. ein Staat unter einer neuen Regierung mit totalitärem Anspruch entscheidet, bestimmte Gruppen von Menschen mit einem mal zu Feinden zu erklären. Ist u.A. hier in Deutschland passiert.
    Daher ist der permanente Kampf um Fortschritte bei der Emanzipation auch so essentiell wichtig für jeden Menschen, denn jeder Mensch könnte sich früher oder später in einer "unerwünschten Minderheit" wiederfinden. Denke aber mit Jens Spahn haben wir was da angeht leider keinen Verbündeten. Zu hoch ist der Mann schon in nicht- und teilweise anti-emanzipatorischen Strukturen aufgestiegen, als dass ich ihm da noch eine Umkehr zutrauen würde.

    "Sprecher aller Schwulen", wie hier in einigen Kommentarten kolportiert, will Jens Spahn aber mit Sicherheit nicht sein, denn er ist schließlich für seinen Ausspruch bekannt, "keine schwule Klientelpolitik" machen zu wollen.
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#13 gastAnonym
  • 22.12.2020, 18:06h
  • Antwort auf #2 von Athreus
  • "... dass er unfähig ist für queere Belange zu sprechen, geschweige denn als Streiter gegen Homophobie zu bezeichnen ist. "

    Nein, Herr Spahn nahm nie für sich in Anspruch ein Sprecher für die Belange gleichgeschlechtlicher Menschen zu sein. Insofern kann das von ihm weder erwartet, noch verlangt werden. Im angenehmen Gegensatz zu manchen verlogenen Politikern und Pastoren die der Gay Community in den Rücken fallen aber selbst .... ist er offen, ja lebt er seine Beziehung einfach selbstverständlich - es sind meistens Medien und Interessensgruppen die ihm dabei ein Bein zu stellen versuchen oder meinen, einen Anspruch wie auch immer aus seiner privaten Beziehung ziehen zu können
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#14 Daniel123Anonym
  • 22.12.2020, 18:22h
  • Antwort auf #11 von DuMeineGüte
  • Ich sagte nicht,dass er toll ist.Ich bin gar kein Fan. Bei Beleidigungen geht es aber nunmal zuvörderst um den Schutz der persönlichen Ehre und nicht um jene einer gesamten gesellschaftlichen Gruppe.Wenn er sich persönlich nicht beleidigt fühlt, ist das eine gute Einstellung.Ich bezweifel auch,dass sich die Mehrheit der schwulen Männer in ihrer Würde herabgesetzt sieht durch eine an Jens Spahn gerichtete Beleidigung.
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#15 DuMeineGüteAnonym
  • 22.12.2020, 18:59h
  • Antwort auf #12 von Legat
  • Danke für Deine Analyse, der ich zu hundert Prozent zustimme.

    Eines der Kernprinzipien des Neoliberalismus ist ja "Wenn jeder (nur) an sich selbst denkt, ist an alle gedacht". Mir persönlich ist dieses Prinzip zutiefst zuwider.

    Dass Spahn so handelt, verwundert in der Tat nicht weiter. Das heißt aber noch lange nicht, dass man das nicht kritisieren dürfte.
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#16 NevermindAnonym
#17 LegatAnonym
#18 sanscapote
  • 22.12.2020, 22:17h
  • Bevor Herr Spahn in die deutsche Politik eintraut, war er aus dem Ausland betrachtet farblos. Bis er dann nach der Teilnahme an einem Bilderbergertreffen auf einmal offiziell politisch wurde. Jedoch hat nach seinem Aufstieg in die Politikerkaste dennoch kein sichtbarer Einsatz für deutsche Schwulen stattgefunden. Ich sehe bei ihm auch keinen Ansatz, eine Blutspendenormalität für Schwule zu legalisieren. Wie ein anderer schrieb, dem schließe ich mich an. Spahn ist ein Politiker, der schwul ist. Mehr nicht.
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#19 JohannbAnonym
  • 23.12.2020, 07:42h
  • Jens Spahn lässt sich nich beleidigen. Er zeigt klug auf, wo es sinn bringt, sich zu verteidigen. Er sagt ja z.b. in Richtung Merz sehr offen, dass seine Entschuldigung in Wirklichkeit gar keine ist, denn er "hätte sich vin ihm mehr gewünscht". Dass er anonyme Brieferleinschreiber nicht anzeigt, sehr wohl aber puplikumswirksam Beleidiger, welche sogar bei der Demo gefilmt wurden erfolgreich anzeigt, zeigt doch, dass er auch für seine "schwulen" und unser (der Schwulen) Belange unerbittlich eintritt! Danke Jens Spahn, für diesen klugen Schritt! Dass man diese annonymen Typen nicht ändert, indem man alle zu Anzeige bringt, glaube ich auch.
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#20 zundermxeAnonym
  • 23.12.2020, 09:18h
  • Politiker*innen wählen Anzahl, Inhalte und zeitliche Abfolge ihrer Interviews und Aussagen sehr genau und durchdacht aus.

    Jens Spahn, der lange Jahre, wenn überhaupt, lediglich durch seine sehr konservativen Aussagen und teils durch zur Schau getragene soziale Kälte versuchte sich zu profilieren, startet seit einigen Monaten den Versuch sich mit eher persönlichen Aussagen als emotional und volksnahen Mitmenschen zu verkaufen.
    Sicher wird sein Ehemann ihm bei dieser inszenierten Imagekampagne hilfreich zur Seite stehen (wenn es nicht ggf sogar seine Idee gewesen ist).

    Mit seiner Vergangenheit, seiner Verantwortung für politische Inhalte und Entscheidungen, seiner Struktur und nicht zuletzt mit seiner politischen Ausrichtung kann er mMn niemals glaubhaft für queere Belange eintreten oder sprechen.
    Dafür müsste er sich persönlich wie politisch neu erfinden.
    Es wird spannend zu beobachten sein, wie erfolgreich diese Kampagne nicht nur unter uns Queers sein wird.
    Persönlich denke ich, dass dies eh weniger auf Queers abzielt, sondern eher auf bisher weniger zugängliche Wählerschichten, wie jüngere Menschen oder Typus bürgerliche Grüne.

    Inhaltlich halte ich die mehr als butterweiche Taktiererei hinsichtlich Merz oder auch AKK für selbstbezeichnend und aufschlussreich, was von Herrn Spahn im tatsächlichen Handeln erwartet werden kann, bzw besser nicht erwartet werden kann.

    Interessant bleibt auch die fehlende Erklärung hinsichtlich der persönlich wie politischen Freundschaft zum Trump-Spusi Grenell.
    Haben wir von Jens Spahn je klare Worte und Aussagen zur Trump-Politik (wer das so nennen will) während der vergangenen vier Jahre gehört?

    Spahn versucht den Söder zu machen. Egal, was ich gestern sagte und tat, jetzt habe ich wieder recht - also glaubt mir und wählt mich gefälligst.
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