Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37812

Bremen

Landeskirche beklagt "Kampf-Rhetorik" im Fall Latzel

Der Ton zwischen Bremischer Landeskirche und der St.-Martini-Gemeinde wird rauer: Die Kirchenführung weist die "Verunglimpfungen" von Anhänger*innen des homophoben Pastors Olaf Latzel empört zurück.


Wird Olaf Latzel, der homophobe "Hetzprediger von der Weser", sein Glück außerhalb der evangelischen Kirche suchen?

Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) hat Vorwürfe der konservativen St.-Martini-Gemeinde nach der vorläufigen Amtsenthebung ihres Pastors Olaf Latzel zurückgewiesen. BEK-Schriftführer Bernd Kuschnerus kritisierte am Dienstag laut "Weser-Kurier" die "Kampf-Rhetorik" in diesem Streit.

Der Hintergrund: Latzel ist vergangene Woche von der Kirchenführung suspendiert worden, weil er Ende November nach einer LGBTI-feindlichen Tirade wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden war (queer.de berichtete). Anlass für den Prozess vor dem Amtsgericht Bremen waren Äußerungen Latzels in einem "Eheseminar" aus dem Jahr 2019, in denen er Homosexualität als "Degenerationsform von Gesellschaft" und als "todeswürdig" bezeichnet, die LGBTI-Community als "Gender-Dreck" herabgewürdigt und CSD-Besucher*innen pauschal vorgeworfen hatte, "Verbrecher" zu sein. Das "Seminar" mit den Hass-Tiraden war monatelang auf Youtube abrufbar gewesen. Wegen der Suspendierung droht seine Gemeinde derzeit, sich von der BEK abzuspalten (queer.de berichtete).


Normalerweise verbreitet Olaf Latzel seinen Hass gegen Homosexuelle in der direkt an der Weser gelegenen St.-Martini-Kirche (Bild: Jürgen Howaldt / wikipedia)

Bernd Kuschnerus wehrte sich insbesondere gegen Vorwürfe, wonach es sich bei der Suspendierung um eine Einschränkung von theologischen Freiheiten handle: "Diesbezügliche Unterstellungen sowie die Verunglimpfung einzelner Mitglieder des Kirchenausschusses und die Kampf-Rhetorik weise ich entschieden zurück", so Kuschnerus.

Latzel war bis zu seiner Suspendierung Chef einer von 61 Kirchengemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche. Er war bereits vor dem aktuellen Fall wiederholt mit Ausbrüchen gegen Homosexuelle oder Angehörige anderer Religionen aufgefallen. So hatte er etwa das Homo-"Heiler"-Seminar "Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung" angeboten oder Christ*innen offen aufgefordert, kein Verständnis und keine Toleranz für andere Religionsgemeinschaften zu zeigen. Die "Frankfurter Rundschau" bezeichnete ihn wegen seiner wiederholten Äußerungen bereits vor seiner Verurteilung wegen Volksverhetzung als "Hetzprediger von der Weser". (cw)

Direktlink | Bericht über den Einfluss Evangelikaler in der Bremischen Kirche



#1 MattisAnonym
  • 23.12.2020, 12:36h
  • Haben Sie seine Predigten überhaupt mal gehört? Da ging es in diesem Jahr durchgehend eigentlich nie um Homosexualität. Dass aus einem Seminar von 2019 ständig die gleichen 4-5 Sätze hervorgeholt werden um aus ihm einen Hassprediger zu machen, klingt nicht ganz glaubwürdig. Auch nicht seitens eines Gerichtes.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 der MalerAnonym
  • 23.12.2020, 12:57h
  • Antwort auf #1 von Mattis
  • Dass du Sie Relitäten nicht erkennen oder erkennen wollen, liegt an Ihrer "Gläubigkeit" oder an was anderem?
    Analog: Aber er hat ja nur einen Menschen umgebracht, und hier wird so getan, als wäre er ein Massenmörder.
    Ist in Ihrer "Religion" ein Menschenleben nicht genauso viel wert wie viele? Das scheint mir höchst unethisch zu sein - was wiederum ins Bild passt.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 mesonightAnonym
  • 23.12.2020, 13:03h
  • Ich verstehe gar nicht, dass die Kirche an diesem Typen überhaupt noch festhält, der hat doch schon was unglaublich aggressives an sich.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AthreusProfil
  • 23.12.2020, 13:08hSÜW
  • Antwort auf #1 von Mattis
  • Dass sich ausgerechnet hierher ein Latzel-Anhänger verirrt hätte ich nicht vermutet. Seis drum: Wie oft man zum Mord an Homosexuellen aufruft oder NS-Wording verwendet um ganze Bevölkerungsgruppen zu kriminalisieren und pathologisieren ist nach dem ersten Mal völlig irrelevant, da eben bei diesem ersten Mal schon die Volksverhetzung zum Tragen und die menschenfeindliche Gesinnung zum Vorschein kommt.

    Dass man die nationalsozialistische Sprache und die Tötungsempfehlungen bagatellisiert, indem man sagt, das ist ja schon so lange her, spricht weder für den Demokraten "Mattis", noch für den Christenmenschen "Mattis".
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Korinthen KKAnonym
  • 23.12.2020, 13:34h
  • Antwort auf #1 von Mattis
  • Warum beschäftigt man sich überhaupt mit dem Thema und predigt darüber oder äußert sich dazu? Wieso ist das Beziehungsleben ANDERER (!!) Menschen so relevant? Wieso maßt man sich an über das Beziehungsleben anderer Menschen zu urteilen und stellt sich über sie? Gibt es nicht andere Themen, mit denen Sie sich beschäftigen sollten?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Alexander_FAnonym
  • 23.12.2020, 14:54h
  • Antwort auf #1 von Mattis
  • "Dass aus einem Seminar von 2019 ständig die gleichen 4-5 Sätze hervorgeholt werden um aus ihm einen Hassprediger zu machen, klingt nicht ganz glaubwürdig"

    Wenn es sich bei diesen Sätzchen um Aufrufe zum Mord handelt, ist die Sachlage etwas anders. Und ja, die Bezeichnung als "todeswürdiges Verbrechen" ist genau das.

    Wenn hier jemand nicht ganz glaubwürdig ist, so du mit deiner offensichtlichen moralischen Farbenblindheit.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 OlliAnonym
  • 23.12.2020, 14:59h
  • Nur weil er nicht ständig hetzt heißt das ja nicht, daß er nicht trotzdem ein Hetzer ist. Und genau das ist er: ein homophober Hetzer, der Hass verbreitet und spaltet. Widerlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Pu244Anonym
  • 23.12.2020, 15:01h
  • Antwort auf #1 von Mattis
  • Wie oft er das gesagt hat ist ist nicht entscheidend. Wenn man z.B. einen Polizisten beleidigt, dann ist es auch egal, dass es das erste mal gewesen ist. Die Häufigkeit spielt dann nurnoch für die schwere der Strafe eine Rolle.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 WayneAnonym
  • 23.12.2020, 15:25h
  • Antwort auf #1 von Mattis
  • Das heißt, würde ich dich in jedem zehnten Posting als degenerierten Drecksverbrecher bezeichnen, der des Todes würdig wäre, dann wäre das nicht so schlimm, weil ich das in den meisten Postings nicht mache?

    Dass immer noch Leute fragen, warum man Atheist wird...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 LegatAnonym
  • 23.12.2020, 15:39h
  • Gegen brutale Hassverbrecher, die mit ihrer unsäglichen Propaganda ihre Gefolgsleute radikalisieren, kann die Kampf-Rethorik gar nicht hart genug sein. Entweder die Bremische Landeskirche schließt diese Gemeinde an theo-faschistischen Fanatikern samt ihrem Führer jetzt aus oder sie verliert jegliche Glaubwürdigkeit.
  • Antworten » | Direktlink »