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Einzelkommentar zu:
"So offen hat sich die Fratze der heteronormativen Ordnung selten gezeigt"


#2 bemerkenswertAnonym
  • 25.12.2020, 18:41h
  • Selten habe ich einen so berührenden text gelesen.
    Als cis-Mann hat Mann nie so die Gelegenheit dieses Problem zu reflektieren. Jetzt wo man alleine in der Bude hockt, hat man Zeit über andere Sachen, die nicht so alltäglich sind, nachzudenken.

    Mich ärgert aber auch noch eine andere Bemerkung:
    "Wir feiern die heilige Familie, die also eine sexlose ist."

    Ist es schlimm, keinen Sex zu haben? Ich bin fast 60 Jahre alt und habe seit fast 5 Jahren keinen "GV" mehr. Ja und? Abgesehen davon, dass das Verlangen auch nachlässt, möchte ich die Behauptung aufstellen, das Sexualität eigentlich kein "Grundbedürfnis" ist wie z.B. Essen, Trinken, schlafen (alleine und mit Augen zu) und ein Dach über dem Kopf (bei solcher Witterung unverzichtbar) ist. Bei Statistiken erscheinen immer Personen, die mit 30 immer noch keinen Sex hatten. Wenn Sexualität ein Grundbedürfnis ist, so frage ich mich, wie die überhaupt leben können? Wollen wir hier den Asexuellen (inzwischen wahrscheinlich auch ich/mir) die Existenz absprechen - oder die Lebensberechtigung? Als Teenager habe ich einmal von dem "süßen Gift" Sex genascht und kam nicht mehr davon los. Sollte Bornemann

    de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Bornemann

    Recht haben und Sex ist eine Droge? In seinem letztem Buch bezog er eine eher sex-kritische Position - nachzulesen in:

    Sexuelle Marktwirtschaft. Vom Waren- und Geschlechtsverkehr in der bürgerlichen Gesellschaft. Promedia, Wien 1992

    Dann wäre Sex nur eine schlechte Angewohnheit! ... und wer die nicht hat, ist natürlich keine Erwerbsmöglichkeit für Sexarbeiter*innen. Da ist die Ablehnung von Sexlosigkeit schon fast verständlich, aber auch irgendwie sehr bedenklich!
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