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Einzelkommentar zu:
"So offen hat sich die Fratze der heteronormativen Ordnung selten gezeigt"


#5 LegatAnonym
  • 25.12.2020, 20:32h
  • Antwort auf #4 von Alto
  • "dass wir innerlich das Bedürfnis spüren unsere Gene weitergeben zu wollen."

    Nein, das ist heteronormativer Nonsens. Niemand hat das Bedürfnis seine Gene weitergeben zu wollen. Stattdessen hatten einfach diejenigen, die viel Sex hatten, dadurch einen evolutionären Vorteil, dass sie sich eben weil es einen Sexualtrieb (aber eben keinen Fortpflanungzungtrieb) gibt, stärker verbreitet haben. Bitte nicht auf die heteronormative Falle heireinfallen.

    "Wäre mal ein interessantes Forschungsfeld, ob es da Unterschiede gibt in der Ausprägung zwischen Homo- und Heterosexuellen."

    Die gibt es. Eine Erkenntnis daraus ist, dass wir nicht deswegen angefangen haben Sex zu haben, weil wir unbedingt Nachkommen zeugen wollten. Mit derart abstrakten Konzepten hat Evolution nichts zu tun. Stattdessen wird weitervererbt was funktioniert und da gehört homosexuelles Verhalten einfach dazu, sonst würden aus heterosexuellen Paarungen nicht so viele queere Nachkommen resultieren.

    Erst aber der moderne Mensch kann entscheiden, ob er Nachkommen zeugen möchte oder nicht. Für unsere tierischen Vorfahren und Vettern ist das einfach nicht begreiflich. Es wird halt gefickt, weil der Trieb zum Ficken da ist, auch Sexualtrieb genannt, nicht mehr und nicht weniger. Einen so geannten "Fortpflanzungtrieb" gibt es nicht, das ist lediglich eine Erfindung heteronormativ überzeugter Wissenschaftler. Vor allem Zoologen der Moderne sind bekannt dafür, alles was nicht diese unwissenschaftliche These des "Fortpfanzungstriebes" stützt bewusst auszublenden. Deswegen gibt es auch erst seit wenigen Jahren wissenschaftliche Arbeiten und Dokumentationen, die homosexuelle Verhaltensweisen von Tieren thematisieren.

    All das hat natürlich den unterliegenden Wunsch, die christliche Überzeugung des "seid fruchtbar und mehret euch" zu propagieren und Heterosexualität als die einzig akzeptable Sexualität naturalisitsch zu untermauern. Eine Mauer, die erst sehr sehr langsam ins Bröckeln gerät. Zu hartnäckig ist der ideologische Unsinn des "Fortpflanzungstriebes" in den Köpfen der Menschen verankert.
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