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Ab Mittwoch auf Sky

Junge Karrieren zwischen Business-Dinner, Sexdates, Kokslinien und Energydrinks

Die neue Workplace-Serie "Industry" begleitet eine Gruppe von Uni-Absolvent*innen, die frisch bei einer Londoner Investmentbank anheuern – darunter der schwarze schwule Gus.


Der schwule Gus (David Jonsson) hat in Eton und Oxford studiert. Seine Anstellung bei Pierpoint & Co. ist für ihn nur eine einfach abzuhakende Station auf dem Weg an die Wall Street (Bild: BBC / Bad Wolf Productions)
  • Von Patrick Heidmann
    29. Dezember 2020, 15:57h, 1 Kommentar

Ehrgeizige junge Banker*innen, die zu wenig schlafen, zu viel feiern und sich in Sachen Skrupellosigkeit an den Vorgesetzten orientieren – das hatten wir in Deutschland schon bei "Bad Banks". Nun ziehen die beiden britischen Autoren und Showrunner Mickey Down und Konrad Kay nach, die ihre berufliche Laufbahn selbst mal im Finanzwesen begonnen haben und mit der BBC/HBO-Koproduktion "Industry" ihre erste eigene Serie präsentieren.

Sie konzentrieren sich auf eine Gruppe junger Uni-Absolvent*innen, die alle frisch bei einer Londoner Investmentbank anheuern – und sich auf Anhieb beweisen müssen, wenn sie das erste Jahr im Job überstehen wollen. Zu ihnen gehören die Afroamerikanerin Harper (Myha'la Herrold), die bei ihrer Bewerbung nicht mit offenen Karten gespielt hat und einen Culture Clash weniger wegen ihrer Hautfarbe als wegen ihrer amerikanischen Herkunft erlebt, die aus wohlhabendem Elternhaus stammende Yasmin (Marisa Abela), die vor allem zum Kaffee- und Lunch-Holen abkommandiert wird, oder Robert (Harry Lawtey), der zwar in Oxford studiert hat, aber seine Arbeiterklasse-Herkunft nicht verbergen kann, und sei es auch nur in der Wahl seiner Anzüge.

Eine heimliche schwule Affäre in der Bank


Poster zur Serie: "Industry" ist ab 30. Dezember 2020 immer mittwochs ab 20.15 Uhr in Doppelfolgen am Stück auf Sky Atlantic zu sehen sowie auf Sky Ticket in Deutschland, Sky X in Österreich und über Sky Q auf Abruf verfügbar

Und dann ist da noch Gus (David Jonsson), schwarz und schwul und seinerseits ausgebildet an den Elite-Unis des Landes. Er lässt sich vom Mitbewohner Robert schon mal dazu überreden, Klienten nach dem Essen noch mit einen Gay-Club mitzureden. Vor allem aber flammt seine leidenschaftliche Affäre aus dem Studium wieder auf, mit dem zwei Jahre älteren Theo (Will Tudor), der nun nicht nur ein Kollege, sondern vor allem mit einer Frau liiert ist und entsprechend auf Geheimhaltung statt Offenheit setzt.

Was diese Protagonist*innen zwischen Business-Dinner und Sexdate, Kokslinien und Energydrinks in Sachen Erniedrigung und Millionendeals erleben, entwickelt nie den überdramatisierten Sog von "Bad Banks" oder gar "Succession". Gleichzeitig ist "Industry" aber auch nie so unrealistisch wie "Suits" oder so seifenoperettig wie "Grey's Anatomy", um mal zwei andere so genannte Workplace-Serien heranzuziehen.

Tolles Ensemble, fantastischer Soundtrack

Womit die vergleichsweise langsam erzählte erste Staffel (eine zweite ist bestellt) besticht, ist anderes: ein tolles Ensemble, das selbst schwächere Dialoge gut verkaufen kann, ein cooler, aber zurückhaltender Look, den bereits die von Lena Dunham inszenierte Pilotfolge etabliert (ebenso wie den prominenten Einsatz von Sex und Nacktheit), und ein fantastischer Elektro-Soundtrack, der fast so wichtig ist wie das oft bewusst unverständliche Finanz-Vokabular.

Direktlink | Englischer Originaltrailer zur Serie

Infos zur Serie

Industry. Serie. Großbritannien 2020. Kreiiert von Mickey Down und Konrad Kay. Darsteller*innen: Ken Leung, Freya Mavor, Derek Riddell, Ben Lloyd-Hughes, Will Tudor, David Jonsson, Harry Lawtey, Myha'la Herrold. 8 Episoden à ca. 50 Minuten. Sprache: deutsche Synchronfassung. Ab dem 30.12. immer mittwochs ab 20.15 Uhr in Doppelfolgen auf Sky Atlantic und auf Sky Ticket (Deutschland), Sky X (Österreich) sowie über Sky Go und Sky Q auf Abruf verfügbar.


#1 Dont_talk_aboutProfil
  • 31.12.2020, 01:37hFrankfurt
  • Vom Investmentbanking haben die Macher der Serie wenig Ahnung. Attraktive nackte Männer sieht man aber schon. Die Geschichten in "Bad Banks" sind deutlich besser (aber ich bin halt auch Lokalpatriot)
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