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Katholische Kirche

Vergewaltigungsvorwurf gegen Altbischof Küng bleibt ohne Folgen

Ein früherer Priesterseminarist erklärte 2019, vom ehemaligen österreichischen Familienbischof Klaus Küng sexuell missbraucht worden zu sein. Eine ordentliche Untersuchung der Vorwürfe fand bis heute nicht statt – das Opfer wird stattdessen eingeschüchtert.


Klaus Küng, Jahrgang 1940, war bis 2018 Bischof der Diözese St. Pölten (Bild: Diözese St. Pölten)

Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Wochenend-Ausgabe berichtete, hat der Bischof von St. Pölten, Alois Schwarz, dem Priester Wolfgang Rothe mit kirchenrechtlichen Sanktionen bedroht. Rothe hatte 2019 den früheren St. Pöltener Bischof Klaus Küng angezeigt, weil dieser ihm 2004 ein Betäubungsmittel verabreicht habe und danach sexuell übergriffig geworden sei (queer.de berichtete). Eine ordentliche Untersuchung der Vorwürfe fand bis heute nicht statt.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, wurde Rothes Anzeige vom zuständigen Wiener Kardinal Christoph Schönborn erst mit langer Verzögerung nach Rom weitergeleitet. Rom entschied im April 2020, dass die Vorwürfe "haltlos" seien, obwohl kein einziger Zeuge und noch nicht einmal das Opfer selbst befragt worden waren. Die kriminalpolizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen kamen hingegen zu dem Ergebnis, dass es sich bei den Übergriffen des Bischofs um eine "versuchte Vergewaltigung" gehandelt hatte. Da die Vorwürfe bereits verjährt waren, kam es jedoch zu keinem Strafprozess.

Küng schickte Opfer zum "psychiatrischen Schwulentest"

Auch der "forensisch-psychiatrische Schwulentest", zu dem Küng den Priester ein paar Monate nach den Übergriffen verpflichtete, blieb ohne Konsequenzen. Das Opfer wurde von einem Psychiater und einem Psychologen über zwei Tage in ein Kreuzverhör genommen, um herauszufinden, ob er denn homosexuell sei. Das "wissenschaftlich begründete psychiatrisch-psychologische Gutachten" wurde anschließend direkt an "seine Exzellenz Herrn Bischof DDr. Klaus Küng" geschickt (queer.de berichtete).

Der deutsche Forensiker Harald Dreßing, der im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz eine großangelegte Missbrauchsstudie veröffentlicht hat, kritisierte das Vorgehen von Bischof Küng als "ungeheuerlich". Die gutachterliche Fragestellung, wonach zu prüfen war, ob der Priester aufgrund einer gegebenenfalls vorliegenden homosexuellen Orientierung von jeglicher seelsorgerischer Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen fernzuhalten sei, nannte Dreßing "eindeutig diskriminierend".

Küng hat eigenen "Schwulentest" entwickelt

Wie wichtig Bischof Küng das Ausfinden von Homosexuellen in der Priesterschaft war, zeigt auch eine Anekdote aus dem Buch "Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche" aus dem Jahr 2010. Demnach könne Küng schwule Männer an ihrer Vorliebe für die Farben Violett und Rosa erkennen, an ihrem Bedürfnis, Fotos von sich selbst aufzuhängen, an einem bestimmten Geruch sowie an einem zu weichen Händedruck.

Der 80-jährige Altbischof hatte sich in seiner Amtzeit u.a. gegen schwule Priester ausgesprochen, innerhalb der Kirche "homosexuelle Netzwerke" beklagt und immer wieder scharf gegen die Ehe für alle protestiert. 2017 warnte er sogar davor, dass am Ende Kinder Opfer der Ehe-Öffnung seien.

Neuer Bischof droht Opfer mit Sanktionen

Bischof Küng und die Diözese St. Pölten haben gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" jegliche Stellungnahme verweigert – für Altbischof Küng sei der Fall abgeschlossen. Außerdem wurde Rothe von Bischof Schwarz – über Anordnung von Kardinal Schönborn – aufgefordert, jede Veröffentlichung über seine Leidensgeschichte zu unterlassen. Anderenfalls würden ihm weitere Sanktionen drohen. (cw/ots)



#1 ElfolfProfil
  • 03.01.2021, 14:38hHamburg
  • Jetzt bin ich beruhigt. Ich bin doch nicht schwul. Ich hasse Rosa und Lila, habe keine Selfies aufgehängt und kann richtig zupacken beim Händedruck. Hat jemand was anderes von der katholischen Kirche erwartet? Leugnen und Abstreiten bis zum geht nicht mehr. Wer von sowas auch noch einen Segen erwartet, dem ist nicht mehr zu helfen.
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#2 daVinci6667
  • 03.01.2021, 15:08h
  • (Demnach könne Küng schwule Männer an ihrer Vorliebe für die Farben Violett und Rosa erkennen, an ihrem Bedürfnis, Fotos von sich selbst aufzuhängen, an einem bestimmten Geruch sowie an einem zu weichen Händedruck.)

    Ok, violett und rosa mag ich. Doch eigentlich generell alle Farben. Weiss mag ich auch, schwarz und braun gar nicht. Damit bin ich nicht schwul oder?

    Gerüche von Parfüms und Deos mag ich nach meiner OP komischerweise nicht mehr. Igitt erinnert mich nach Krankenhaus. Also doppelt nicht schwul.

    Fotos von mir mag ich auch nicht, also mal gar und überhaupt nicht schwul.

    Lieber Fotos von anderen Männern und ja, am liebsten gleich unbekleidet. Also voll schwul. Doch nach letzterem hat er nicht gefragt.

    Wohl weil der Typ solche Fotos genauso mag, noch besser wenn man einen nackt und lebendig vor sich hat. Naja, so ganz lebendig geht beim Herrn Bischof halt nicht, sonst müsst er am Ende seine Schwulitäten zugeben beim einvernehmlichen Sex. Also greift die Schrankschwester nach starken Betäubungsmitteln um zu missbrauchen.

    Es gäbe da allerdings noch eine Alternative:
    Dämonen aussaugen! Es gibt genug junge katholische Schrankies die dies gerne glauben wollen. Wie dieser Fall leider beweist.

    www.queer.de/detail.php?article_id=36681
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#3 AtreusProfil
  • 03.01.2021, 15:24hSÜW
  • Es bleibt eine Drei-Cliquen-Sekte:

    Die erste vergewaltigt Kinder, die zweite vertuscht die Vorfälle und versetzt die Kinderschänder in neue Einflussgebiete, um ihnen neue Opfer zuzuführen und die dritte predigt in der Öffentlichkeit das exakte Gegenteil von dem, was die Kollegen von eins und zwei ungestraft ausleben >dürfen<.

    Und dann gibt es noch den moralischen und finanziellen Hilfstrupp aus gläubigen Christen, die durch ihre Mitgliedschaft all das unterstützen und durch ihre Anzahl der Kirche erst zu ihrer Macht verhelfen: Helfershelfer.

    Ekelhaft
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#4 snowAnonym
#5 daVinci6667
  • 03.01.2021, 16:06h
  • Antwort auf #3 von Atreus
  • Die Helfershelfer sind die welche die Kirche noch zusammen halten. Doch es werden immer weniger. Dauert noch bis sie ganz zusammenbricht. Leider.

    Was das Personal betrifft sage ich schon lange:

    Kein gesunder junger Mann verzichtet freiwillig auf Sex! Und selbst wenn er das wollen würde, der Trieb findet immer seinen Weg.

    Durch das leidige Zölibat zieht die RKK faktisch nur Personen an die ihre Sexualität nicht akzeptieren können oder nicht akzeptieren dürfen. Die einen weil sie ihre Homosexualität verleugnen (müssen) Die andern weil sie Pädophile sind oder sonstwie abartig veranlagt. Viele von denen glauben vielleicht tatsächlich durch beten würden sie erlöst oder geheilt. Das klappt bloss nicht. Deshalb diese vielen Übergriffe.

    Dann gibts noch ein paar Impotente und vielleicht sogar noch, grosszügig gerechnet, ein Promille die in der Kirche tatsächlich als Geistlicher aus Berufung arbeiten.

    Es ist wahrlich an der Zeit das Zölibat abzuschaffen. Tut es die Kirche nicht selbst, wird dies irgendwann der Staat tun müssen. Denn die Übergriffe werden nicht aufhören.
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#6 hugoAnonym
  • 03.01.2021, 16:35h
  • Nun, diese methoden sind ja bekannt, allerdings hatte ich davon nur bei der Mafia gehört!
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#7 PfuiAnonym
  • 03.01.2021, 17:18h
  • Wie immer:
    Die maßen sich moralische Urteile über andere an und hetzen gegen Unschuldige. Aber die eigenen Verbrechen werden vertuscht und Opfer eingeschüchtert.

    Und die wagen es noch, überhaupt noch öffentlich zu sprechen...

    Pfui.
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#8 dellbronx51069Anonym
#9 axsmaAnonym
  • 03.01.2021, 17:27h
  • www.kirchenaustritt.de
    DAS ist die einzige Antwort, die jeder geben kann, falls er dem Verein angehört und das ist auch das einzige, was die verstehen.
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#10 PeerAnonym
  • 03.01.2021, 17:27h
  • Ich weiß nicht, ob an den Vorwürfen was dran ist. Aber wenn keine Untersuchung stattfindet und das Opfer sogar eingeschüchtert wird, muss es ja einen Grund dafür geben... Und da wäre es eine Erklärungsmöglichkeit (vielleicht sogar die einzige), dass die Vorwürfe begründet sind.

    Aber die Kirche will das wohl gar nicht wissen, ob das stimmt oder nicht. Oder sie weiß es längst und will nur verhindern, dass die Öffentlichkeit das auch erfährt.
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