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Auf diese queeren Serien freuen wir uns in diesem Jahr

Von "Soulmates" über "We Are Who We Are", "All You Need" oder "It's A Sin" bis zu "Gossip Girl" – der Ausblick auf das queere Serienjahr 2021 ist äußerst vielversprechend.


In "We Are Who We Are" sind die beiden Teenager Fraser (Jack Dylan Grazer) und Caitlin (Jordan Kristine Seamón) mit dem Finden ihrer sexuellen und Gender-Identität beschäftigt (Bild: BBC)

Von "Feel Good" und "Hollywood" bis "The Wilds" oder "Little America" – 2020 war ein vielfältiges und spannendes Jahr, was LGBTI-Repräsentation in Serien angeht. Und nach allem, was wir bislang wissen, wird 2021 dahinter nicht zurückstehen. Hier ein erster Ausblick auf das neue queere Serienjahr.

Soulmates

In der nicht allzu weit entfernten Zukunft hat eine Firma namens Soul Connex einen Test kreiert, mit dem jede*r herausfinden kann, wer sein Seelenverwandter oder seine Seelenverwandte ist. So geht es in dieser amerikanischen Serie, die ab 8. Februar bei Prime Video zu sehen sein wird, in sechs in sich abgeschlossenen Folgen um Menschen, die herausfinden wollen, wer ihre eigentliche große Liebe ist. Dass das nicht immer ohne Komplikationen vonstatten geht, versteht sich von selbst. Zwei der Episoden hat der deutsche Regisseur Marco Kreuzpaintner ("Sommersturm", "Beat") inszeniert, darunter eine, in der der schwule Mateo (Bill Skargård) auf dem Weg zum Treffen mit seinem Soulmate erst einmal mit einem anderen Mann abstürzt. Und der wird vom wunderbaren Nathan Stewart-Jarrett gespielt, der mit queeren Rollen mehr als genug Erfahrung hat, sei es auf der Bühne ("Angels in America" am Broadway), auf dem Bildschirm (in der Serie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall") oder im Kino (demnächst in "Candyman").

We Are Who We Are

Im Rest der Welt hat die erste Serie von Luca Guadagnino ("Call Me By Your Name") schon für reichlich Aufsehen gesorgt, demnächst wird sie bei uns beim Streamingdienst Starzplay zu sehen sein. Der Italiener erzählt darin von einer amerikanischen Militärbasis in Venetien und den dort stationierten Familien. Was die geballte Queerness angeht, die mit wenig Plot, aber viel Feingefühl erzählt wird, reicht "We Are Who We Are" so schnell niemand das Wasser. Im Zentrum stehen die beiden Teenager Fraser (Jack Dylan Grazer) und Caitlin (Jordan Kristine Seamón), die jeweils mit dem Finden ihrer sexuellen und Gender-Identität beschäftigt sind, Chloë Sevigny und Alice Braga spielen ein lesbisches Mütterpaar und "Synonymes"-Star Tom Mercier zeigt sich mal wieder in seiner ganzen, gut bestückten nackten Pracht. Ach, und wer mit Adleraugen hinsieht, wird sogar winzige Gastauftritte von Guadagninos "Call Me By Your Name"-Stars Timothée Chalamet und Armie Hammer entdecken können.

Halston

2020 waren die Netflix-Produktionen von Ryan Murphy omnipräsent, von "The Politician" und "Hollywood" bis "The Boys in the Band" und "The Prom". Das neue Jahr geht für ihn ähnlich fleißig weiter. Mit besonderer Spannung warten wir auf die Miniserie "Halston", zu der die Dreharbeiten kurz vor Weihnachten abgeschlossen wurden. Ewan McGregor spielt den legendären, vor allem in den Sechziger- und Siebzigerjahren erfolgreichen Modeschöpfer, der Dauergast im Studio 54 war, Liza Minnelli zu seinen engsten Freund*innen zählte und 1990 an Aids-bedingtem Krebs starb. Ebenfalls an der Produktion beteiligt war die lesbische Produzentin Christine Vachon, die sonst mit Todd Haynes zusammenarbeitet, hinter der Kamera stand unter anderem der schwule Regisseur Daniel Minahan ("Six Feet Under") und davon Rory Culkin als Joel Schumacher oder Gian Franco Rodriguez als Halstons langjähriger Lover Victor Hugo. Wer sich schon mal vorbereiten will: die sehenswerte Dokumentation "Halston" von Frédéric Tcheng ist bei Prime Video verfügbar.

It's a Sin


(Bild: BBC)

Russell T Davies, Großbritanniens vielleicht wichtigster schwuler Fernsehmacher, legt nach "Queer As Folk", "Cucumber" oder "Years & Years" (ab 14. Januar erstmals im Free-TV bei ZDF Neo zu sehen) eine neue Serie vor. Thema sind das Leben junger Schwuler im England der frühen Achtzigerjahre und das Aufziehen der Aids-Krise, und der erste Trailer sieht schon mal mehr als vielversprechend aus (queer.de berichtete). Eine der Hauptrollen spielt Years & Years-Sänger Olly Alexander, aber auch Neil Patrick Harris und Stephen Fry sind mit von der Partie. In Großbritannien und den USA startet die Serie schon demnächst, wann sie zu uns kommt, steht leider noch nicht fest.

Tuca & Bertie

Kenner dürfen Jauchzen vor Freude: Die Zeichentrickserie "Tuca & Bertie", die zu einer der wunderbarsten Überraschungen des Jahres 2019 gehörte, aber dann nach einer Staffel von Netflix abgesetzt wurde, kehrt zurück. In den USA kommen die lange erwartete neuen Folgen dieser wunderbar komischen und sehr besonderen Serie bei Adult Swim, dem Nachtprogramm des Cartoon Networks, und man kann nur hoffen, dass sie es auch zu uns schaffen. Vor allem im Original, denn in den Titelrollen der feministischen und durchaus queeren Geschichte um ein Tukanweibchen und eine Singdrossel werden wieder die Komikerinnen Tiffany Haddish und Ali Wong zu hören sein, und als lesbische Schwimmtrainerin auch hoffentlich erneut Jane Lynch.

Gossip Girl

Zugegeben, wahnsinnig viel wissen wir noch nicht über die Neuauflage der Teenie-Serie, die von 2007 bis 2012 in sechs Staffeln nicht nur mit einer sehr sexuell aufgeladenen Werbekampagne für Aussehen sorgte. Aber die Macher von damals sind auch dieses Mal wieder verantwortlich und haben bereits versprochen, in Sachen Diversität und Queerness deutlich mehr aufzufahren als damals (queer.de berichtete). Alles andere wäre für eine unter jungen Menschen im New York des Jahres 2021 angesiedelte Serie auch mehr als fragwürdig. Bis wir diesbezüglich mehr wissen, dauert es noch ein wenig: zumindest in den USA soll "Gossip Girl" noch in diesem Jahr zu sehen sein, aber die Dreharbeiten haben überhaupt erst im November begonnen.

Love, Victor

Noch im Februar wird Disney+ in Europa sein Angebot erweitern: Star wird der neue Streamingdienst heißen, für den man kein zusätzliches Abo braucht, weil er viel mehr als Unter-Plattform direkt bei Disney+ verfügbar sein wird. Zu sehen gibt es dort dann Filme und Serien aus dem Katalog der Firma, die bislang im auf Kinder und Familienfreundlichkeit ausgerichteten Hauptprogramm keinen Platz fanden. Gedacht ist das Ganze als eine Art internationaler Variante von Hulu, wo bislang in den USA all das landete, womit man bei Disney+ Berührungsängste hatte. So wie zum Beispiel die schwule Teenie-Serie "Love, Victor", der Serienableger der romantisch-queeren Kinokomödie "Love, Simon". Noch sind die Infos zum in Deutschland verfügbaren Angebot mehr als spärlich. Doch weil die Serie vergangenen Sommer in den USA bei Hulu anlief (eine zweite Staffel ist in Arbeit), haben wir zumindest Hoffnung, dass sie so endlich auch zu uns kommt.

All You Need


Mit "All You Need" versucht sich auch die ARD an einer schwulen Serie (Bild: ARD Das Erste / Andrea Hansen)

Sehr langsam, aber immerhin: Auch in Deutschland tut sich was in Sachen Queerness in Film und Fernsehen. Deswegen sind wir vorfreudig-neugierig auf die ARD-Produktion "All You Need", eine sechsteilige Dramedy-Serie über vier schwule Männer in Berlin. Verantwortlich ist der seinerseits schwule Autor und Regisseur Benjamin Gutsche ("Arthurs Gesetz"), der also immerhin weiß, worum es geht bei der "Suche nach Liebe und Geborgenheit in Zeiten von Grindr". Zu sehen sein wird die Serie allerdings nicht im terrestrischen Programm der ARD, sondern lediglich in der Mediathek, wo man das jüngere Publikum wittert (queer.de berichtete).

Ripley

Tom Ripley, der mutmaßlich schwule oder bisexuelle Betrüger und Mörder aus der Feder von Patricia Highsmith, gehört zu den spannendsten Figuren der Literatur des 20. Jahrhunderts und hat seinen Weg schon entsprechend häufig auf die Leinwand gefunden. Nun geht er erstmals auch in Serie, angesiedelt im New York der Sechziogerjahre, und als titelgebender Antiheld tritt niemand anderes als der schwule "Fleabag"- und "Sherlock"-Star Andrew Scott die Nachfolge von Alain Delon, Matt Damon und John Malkovich an. Noch allerdings haben die Dreharbeiten nicht begonnen.

Der spannende Rest

Auch über alle hier bereits genannten Serien hinaus wird es 2021 nicht mangeln an queeren Figuren und Storylines. In der Miniserie "Nine Perfect Strangers" etwa, basierend auf einem Roman der "Big Little Lies"-Autorin Liane Moriarty, wird Luke Evans seine erste schwule Rolle seit Jahren spielen, an der Seite von Nicole Kidman, Melissa McCarthy und Michael Shannon.

Und in anderen Produktionen können wir uns zumindest darüber freuen, LBGTI-Schauspieler*innen bei der Arbeit zusehen zu können. Ben Whishaw etwa hat die Hauptrolle in "This Is Going to Hurt" übernommen, Kate McKinnon die in der Miniserie "The Dropout" um die skandalumwitterte Geschäftsfrau Elizabeth Holmes. Beanie Feldstein spielt in Ryan Murphys "American Crime Story: Impeachment" niemand anderen als Monica Lewisky, und in der neuen Shonda-Rhimes-Produktion "Inventing Anna" ist Laverne Cox mit von der Partie.



#1 PeerAnonym
#2 seb1983
  • 03.01.2021, 23:08h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Im regulären TV Programm ist man leider zu beschäftigt damit sich mit dämlichsten Reality Formaten gegenseitig zu unterbieten.
    Die Öffis bieten Kochen, Quiz, Nonnen, Krimis und Polizeiserien, dazu Sport und Nachrichten .

    Pro7 scheint einfach tageweise!!! eine Serie in 10 Folgen zu senden, Scrubs, How I met your mother, Big Bang theory, Simpsons und Two broke girls füllen 90% der Sendezeit.

    Daher liegt es an dir:
    Wie oben im Artikel erwähnt: "years and years" ließe sich als löbliche Ausnahme kostenfrei über die ZDF Mediathek ansehen.
    Der Rest wird sich über die immer weiter zersplitterte Mediathekenlandschaft verteilen.
    Bei den großen lässt sich das unter Freunden aufteilen, die kleinen bieten teil Probeabos, sind monatlich kündbar etc. da lässt sich das gesparte Geld für Kinobesuche investieren wenn wirklich Interesse besteht.
    Inzwischen gibt es nur wenig das wirklich nicht zu verfügbar ist.
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#3 tchantchesProfil
  • 04.01.2021, 00:30hSonstwo
  • In anderen Ländern lief "We Are Who We Are" ganz normal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Ich habe es letztens per Satellit bei der BBC aufgenommen.
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#4 IckeAnonym
  • 04.01.2021, 07:59h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • Für schwule Inhalte bietet meiner Meinung nach Netflix die besten Inhalte an. RuPaul in drei Formen, Queer Eye und auch bei Nailed it ist eigentlich immer nen schwuler Kandidat dabei. Aber eben auch Serien wie Sex Education, Elite, Skins, Sence 8 und eine nette Auswahl an Filmen. Würde mir da einfallen.
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#5 GlotzerAnonym
  • 04.01.2021, 09:16h
  • Mir wird in vielen Shows zuviel vermischt - Geschlechtergleichberechtigung, Gender, Trans, Gay, Ethnik. Vielleicht bin ich auch mit 46 zu alt für den Überfluss an Political Corectness in einer 30 Minuten Sendung auszuhalten.
    Mir fehlen Folgeformate oder neue Staffeln von Queer As Folk oder Looking.
    Die Serie Hollywood war sehr unterhaltend, aber zum Ende wurde die komplette Befreiung und Gleichberechtigung der Menschen lieblos, unlogisch und im Vorspulmodus umgesetzt.
    Bin gespannt, was da in 2021 dabei ist.
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#6 Girlygirl
  • 04.01.2021, 11:55h
  • Antwort auf #5 von Glotzer
  • Du weißt schon, dass manche Heterosexuelle das gleiche über deine Lieblingssendungen sagen, oder? Die sagen, warum brauchen wir Schwule, wir haben doch schon Frauen als Hauptrollen! Dein Kommentar zeigt auch, dass du scheinbar nicht weißt, was Political Correctness heißt. PC bedeutet, dass man Leute wie dich nicht als Schwu**tel oder sonst was beleidigt, das hat wenig mit Repräsentation in den Medien zu tun. Eine bayerische Serie, in der nur weiße Heten mitspielen, kann zu 100% politisch korrekt sein, wenn dort keine Diskriminierung positiv dargestellt wird.
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#7 IckeAnonym
  • 05.01.2021, 08:41h
  • Antwort auf #5 von Glotzer
  • Queer as Folk war nach 2 Staffeln auserzählt, da wurden die Geschichten ja immer wilder und unglaubwürdiger. Ich hab dann lieber wie bei Elite eine gute Story und ein süßes schwules Pärchen dabei als dass alle schwul sein müssen. Solange es nicht zu gestellt wirkt ist das ein guter Weg Zuschern zu zeigen wie normal wir fühlen.
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#8 ArcardyAnonym
  • 06.01.2021, 01:53h
  • Kommen diese Serien denn auch im deutschen FreeTV? PayTV ginge notfalls auch.
    Ich habe kein Streaming und möchte ehrlich gesagt auch keines..

    Senden die öffentlich-rechtlichen Sender wenigstens eine dieser Serien oder sind die alle zu 100% nur auf Netflix und co abrufbar und ich darf mir das Traumschiff und Rosamunde Pilcher ansehen?
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#9 IckeAnonym
  • 06.01.2021, 16:23h
  • Antwort auf #8 von Arcardy
  • Ich war anfangs auch skeptisch, aber die guten Sachen laufen nur im Streaming. Die öffentlichen verstecken solche Sachen, ist halt nicht massentauglich. Mit Netflix kann man halt schauen wann man will und wie lange man will
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