Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37858

Nach LGBTI-feindlicher Predigt

LSVD kritisiert Bischof Oster

Mit scharfen Worten verurteilt der LSVD die LGBTI-feindlichen Äußerungen des Passauer Bischofs – und kritisiert, dass sich der kirchliche Funktionär zum Opfer von LGBTI-Aktivist*innen hochstilisiert.


Bischof Stefan Oster hat in der Vergangenheit Homosexuelle bereits mit Gangstern verglichen – neuerdings wirft er Intersexuellen vor, krank zu sein (Bild: Pressestelle Bistum Passau)

Der bayerische Landesverband des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland hat am Montag eine Predigt des Passauer Bischofs Stefan Oster zum kirchlichen Familienbild kritisiert. Damit habe der 55-jährige katholische Würdenträger "viele queere Menschen in ihrem Recht und Bedürfnis auf Akzeptanz und Freiheit" verletzt, so der LSVD in einem Offenen Brief.

Hintergrund ist eine Predigt vom 27. Dezember 2020, in der Oster gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten austeilte: Er verglich etwa Intersexualität mit einem Herzfehler und warf Homosexuellen pauschal vor, Sünder zu sein, sollten sie nicht enthaltsam leben (queer.de berichtete).

"Dass die katholische Kirche in ihrer Lehre und als Institution, und insbesondere Bischof Oster, sich mit der Akzeptanz und Freiheit queerer Menschen grundsätzlich schwer tut, ist ein offenes Geheimnis", so der queere Verband. "Als LSVD Bayern werden wir es aber nicht stillschweigend hinnehmen, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität ausgegrenzt, herabgewürdigt oder verletzt werden."

"Nächstenliebe und Respekt sind gerade in diesen Zeiten keine Einbahnstraße"

Der LSVD widersprach auch der Aussage Osters, dass Kritik an seinen Thesen und der Haltung der Kirche inzwischen "von solchen politischen Kräften vereinnahmt sei, die [...] nicht automatisch mit christlicher Menschenfreundlichkeit gegenüber jedem Menschen glänzen". Damit bringe sich der Bischof "und alle, die seine Ansichten teilen, in eine Opferrolle, die ihnen nicht zusteht". Der Verband forderte Anerkennung für LGBTI, "auch wenn man es selbst vielleicht nicht versteht oder nachvollziehen kann". "Nächstenliebe und Respekt sind gerade in diesen Zeiten keine Einbahnstraße, sondern müssen von allen, die es für sich einfordern oder predigen, auch gelebt werden", so der LSVD.

Stefan Oster ist bereits seit 2014 Bischof von Passau – und hat in dieser Position bereits wiederholt gegen LGBTI Stimmung gemacht. So sorgte er vor fünf Jahren für Empörung, als er bezweifelte, dass Homosexualität angeboren ist (queer.de berichtete). Zuvor hatte er sich strikt gegen jedwede Anerkennung homosexueller Partnerschaften ausgesprochen. Das Argument, dass auch Lesben und Schwule Werte wie Treue und Verlässlichkeit lebten, wies er mit dem Hinweis zurück, dass dies auch "in einer Gangsterbande" der Fall sei (queer.de berichtete). (dk)



#1 PeerAnonym
  • 04.01.2021, 14:41h
  • Ist doch immer dieselbe Taktik:
    die versuchen von den Verbrechen ihrer Kinderschänder-Sekte abzulenken, indem sie gegen andere hetzen. Und wenn diese Leute sich dann wehren, können die sich wieder als arme, verfolgte Opfer stilisieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GrundwerteAnonym
  • 04.01.2021, 14:53h
  • "Das Argument, dass auch Lesben und Schwule Werte wie Treue und Verlässlichkeit lebten"...

    ...soll wohl bedeuten, dass die Kirchen wenigstens diejenigen akzeptieren sollten, die "treu und verlässlich" leben? Wie lässt sich das mit unseren Grundwerten, unserem Grundgesetz vereinbaren?

    Da heißt es nicht "Die Würde des treuen, verlässlichen Menschen ist unantastbar". Sondern "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Soll heißen: JEDER (queere) Mensch ist als gleich würdig und gleichwertig zu akzeptieren.

    Den Kirchen zu vermitteln "Aber auch bei uns gibt es welche, die treu und verlässlich leben" ist daher der Akzeptanz ALLER (queeren) Menschen nicht dienlich, sondern bleibt letztendlich in der kirchlichen Denke verhaftet, dass nur die akzeptabel sind, die sich "wohlverhalten".

    Das kann kein Ziel einer modernen, egalitären Gesellschaft sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 KirchenaustrittAnonym
#4 AthreusProfil
#5 KaiJAnonym
  • 04.01.2021, 17:14h
  • Oster habe "queere Menschen in ihrem Recht" verletzt. Mit den Zitaten zu Oster im vorherigen Queer.de-Artikel ist das juristisch eindeutig der Fall. Sie sind als Volksverhetzung zu empfinden und lassen sich einzeln und in ihrer Folge sich steigernd als ein solche belegen. Die Grundvoraussetzung der Öffentlichkeitswirksamkeit ist ebenfalls gegeben. Wenn der LSVD unsere Rechte verletzt sieht, dann sollte er nicht nur unverbindlich daher reden, sondern als vorgeblich unsere Interessenvertretung seine rechtlichen Möglichkeiten als Verband wahrnehmen bzw. dahingehend aktiv werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 dellbronx51069Anonym
  • 04.01.2021, 17:45h
  • Passau , Paderborn und Fulda. Die 3 schwärzesten Löcher in Dumpfland .
    Was soll da anderes herkommen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 MichaelTheDragonProfil
  • 04.01.2021, 18:03hBabenhausen
  • "Wer Schaum vor dem Mund hat, den muß man fragen, woher der Schaum kommt".
    Hans Blüher, Die Rolle der Erotik in der männlichen Gesellschaft, 1917.

    Wer fragt diesen Bischof einmal?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Korinthen KKAnonym
#9 Angelika OetkenAnonym
#10 Rabauke76Anonym
  • 04.01.2021, 19:23h
  • Lach! Diese arme Wurst von" Bi- Schof". Was lehrt die Geschichte? Die lautesten Gegner....
    Der Typ " stolpert noch über das Kreuz von Andreas.". Oder eher Andreaskreuz?
  • Antworten » | Direktlink »