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Kath.net

Katholisches Internetportal: LGBT-Organisationen sind "einflussreichste Lobby weltweit"

Vergesst Arbeitgeberverbände, die Pharmaindustrie oder die Agrar-Lobby: Die queere Community ist laut einem katholischen Aktivisten die mächtigste Interessengruppe auf dem Erdball.


Der Artikel auf kath.net

Der katholische Journalist und Blogger Peter Winnemöller hat sich in einem am Montag im Internetportal kath.net veröffentlichten Kommentar gegen eine Modernisierung der Amtskirche ausgesprochen – und dabei insbesondere vor dem Einfluss der "LGBT-Lobby" gewarnt. So schwang er sich zu einer überraschenden These auf: Keine andere Lobbygruppe, so Winnemöller, habe so viel Macht wie die queere Community.

Wörtlich schrieb der Aktivist aus Nordrhein-Westfalen:

Es ist ferner kein Wunder, dass die LGBT- Lobby, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zur einflussreichsten Lobby weltweit gemausert hat, erheblichen Einfluss auf die staatliche Gesetzgebung auch in Europa nehmen konnte. In der Kirche darf das keine Rolle spielen. Auch wenn es gesellschaftliche Mehrheiten für bestimmte Entscheidungen hinsichtlich einer LGBT- Agenda gibt, so gilt in der Kirche immer und unbedingt, dass Majorität kein Kriterium für Wahrheit ist. Die Kirche aber hat die Wahrheit zu verkündigen und nicht der Mehrheit nach dem Mund zu reden.

Man fragt sich, warum es trotz dieser angeblich so erfolgreichen Lobby in 85 Prozent der Nationalstaaten ein Eheverbot für Schwule und Lesben gibt oder warum immer noch viele Länder Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung ins Gefängnis stecken oder gar hinrichten lassen. Winnemöller stellt sich diese Frage freilich nicht.

kath.net ist ein österreichisches Online-Magazin, das nicht direkt der Kirche untersteht, sondern von katholischen Laien betrieben wird. Es wird aber indirekt über die Kirche mitfinanziert. So soll das dem Vatikan unterstellte Hilfswerk "Kirche in Not – Hilfe für verfolgte und bedrohte Christen" laut Medienberichten das Portal mit jährlich bis zu 20.000 Euro unterstützen.

Die Internetseite berichtet über innerkirchliche Entwicklungen und nimmt dabei stets erzkonservative Positionen ein. In den letzten Jahren wurde es auch von hochrangigen Kirchenvertretern wie Kardinal Christoph Schönborn unterstützt.

Beim Thema LGBTI-Rechte zeigt sich kath.net stets ablehnend: 2017 veröffentlichte das Portal etwa ein inzwischen berüchtigtes Interview mit Homo-Hasser Ulrich Kutschera, in dem der Kasseler Professor erklärte: "Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen." Letzten Sommer verurteilte ein Gericht Kutschera wegen dieser Äußerungen zu einer Geldstrafe (queer.de berichtete).

-w-

#1 Svetlana LAnonym
  • 05.01.2021, 13:18h
  • "... Die Kirche aber hat die Wahrheit zu verkündigen und nicht der Mehrheit nach dem Mund zu reden..."

    Und diese "Wahrheit" steht in einem Buch, dass über Jahrhunderte von zig Menschen zusammengeschrieben wurde!? Alles klar!
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#2 VerdrehterBlickAnonym
  • 05.01.2021, 13:32h
  • Zu den tatsächlich einflussreichsten Lobby-Organisationen weltweit gehören seit gut 2000 Jahren die christlichen Kirchen. Die wissen übrigens selbst sehr genau, dass sie selbstverständlich viel einflussreicher sind als alle LGBTIQ+ Organisationen weltweit zusammengenommen.

    Deren Oberguru, genannt Papst, bildet sich ein, unfehlbar zu sein und bestimmen zu dürfen, was alle (!) Menschen zu glauben haben und was nicht - was alle Menschen zu denken und zu tun haben und was nicht - ob Menschen Sex haben dürfen, und wenn überhaupt, dann wie und wie nicht...

    In Deutschland werden wir seit Jahrzehnten weitgehend von sogenannten "christlichen" Parteien regiert, die ihre "christlichen Werte" stets in den Vordergrund stellen und deshalb bspw. auch zu 75% gegen die "Ehe für alle" gestimmt haben.

    Und jemand von dieser weltumspannenden Unterdrücker-Organisation heult nun hier weinerlich herum und fühlt sich von uns unterdrückt? Solche Äußerungen kann doch bitte niemand, der_die klaren Kopfes ist, nachvollziehen.

    Aber mit der tatsächlichen Wahrheit haben's die Kirchen ja nicht so. Denen genügt ihre Glaubens-"Wahrheit". Wo läge eigentlich ein begründeter Unterschied zu Wahnvorstellungen? Ist kollektiver, gar verordneter Wahn kein pathologischer Wahn? Wenn nein, warum nicht?

    ***

    Wer einen satirischen, gut geschriebenen Blogartikel zu dieser Thematik lesen will, wird übrigens hier fündig:

    derzaunfink.wordpress.com/2014/12/04/schwule-weltverschworun
    g-es-ist-alles-wahr/
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#3 StaffelbergblickAnonym
  • 05.01.2021, 14:21h
  • wow ... geil ... das sollten wir jetzt mal Merkel und co. klar machen, wir sind mächtig. Und wenn die spurt, dann werden wir aber .... ja was??? Klar ich wir schicken noch mehr untervögelte Männer in die Kirche, die den Nachwuchs mal so richtig rannimmt, damit der dann richtig predigt. Vorher den Messwein noch etwas "verträglicher" anbauen lassen.
    Wäre es nicht interessant, diese Obladenhersteller untersuchen zu lassen, was die dort verarbeiten????
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