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Katholisches Internetportal: LGBT-Organisationen sind "einflussreichste Lobby weltweit"
Vergesst Arbeitgeberverbände, die Pharmaindustrie oder die Agrar-Lobby: Die queere Community ist laut einem katholischen Aktivisten die mächtigste Interessengruppe auf dem Erdball.

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5. Januar 2021, 12:07h 2 Min.
Der katholische Journalist und Blogger Peter Winnemöller hat sich in einem am Montag im Internetportal kath.net veröffentlichten Kommentar gegen eine Modernisierung der Amtskirche ausgesprochen – und dabei insbesondere vor dem Einfluss der "LGBT-Lobby" gewarnt. So schwang er sich zu einer überraschenden These auf: Keine andere Lobbygruppe, so Winnemöller, habe so viel Macht wie die queere Community.
Wörtlich schrieb der Aktivist aus Nordrhein-Westfalen:
Es ist ferner kein Wunder, dass die LGBT- Lobby, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zur einflussreichsten Lobby weltweit gemausert hat, erheblichen Einfluss auf die staatliche Gesetzgebung auch in Europa nehmen konnte. In der Kirche darf das keine Rolle spielen. Auch wenn es gesellschaftliche Mehrheiten für bestimmte Entscheidungen hinsichtlich einer LGBT- Agenda gibt, so gilt in der Kirche immer und unbedingt, dass Majorität kein Kriterium für Wahrheit ist. Die Kirche aber hat die Wahrheit zu verkündigen und nicht der Mehrheit nach dem Mund zu reden.
Man fragt sich, warum es trotz dieser angeblich so erfolgreichen Lobby in 85 Prozent der Nationalstaaten ein Eheverbot für Schwule und Lesben gibt oder warum immer noch viele Länder Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung ins Gefängnis stecken oder gar hinrichten lassen. Winnemöller stellt sich diese Frage freilich nicht.
kath.net ist ein österreichisches Online-Magazin, das nicht direkt der Kirche untersteht, sondern von katholischen Laien betrieben wird. Es wird aber indirekt über die Kirche mitfinanziert. So soll das dem Vatikan unterstellte Hilfswerk "Kirche in Not – Hilfe für verfolgte und bedrohte Christen" laut Medienberichten das Portal mit jährlich bis zu 20.000 Euro unterstützen.
Die Internetseite berichtet über innerkirchliche Entwicklungen und nimmt dabei stets erzkonservative Positionen ein. In den letzten Jahren wurde es auch von hochrangigen Kirchenvertretern wie Kardinal Christoph Schönborn unterstützt.
Beim Thema LGBTI-Rechte zeigt sich kath.net stets ablehnend: 2017 veröffentlichte das Portal etwa ein inzwischen berüchtigtes Interview mit Homo-Hasser Ulrich Kutschera, in dem der Kasseler Professor erklärte: "Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen." Letzten Sommer verurteilte ein Gericht Kutschera wegen dieser Äußerungen zu einer Geldstrafe (queer.de berichtete).















Und diese "Wahrheit" steht in einem Buch, dass über Jahrhunderte von zig Menschen zusammengeschrieben wurde!? Alles klar!