Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37870

Wohl kein Kannibalismus

Sexualmord in Berlin: Weitere Leichenteile gefunden

Nach dem mutmaßlichen Mord an dem Monteur Stefan T. habe sich der Verdacht gegen einen 41-Jährigen erhärtet, so die Staatsanwaltschaft in einem Update.


Die Mordkommission des Berliner LKA ermittelt weiter in dem Fall

  • 6. Januar 2021, 17:48h, noch kein Kommentar

Bei den Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Sexualmord in Berlin sind weitere Leichenteile entdeckt worden. Fast der gesamte Körper eines 44-Jährigen sei inzwischen gefunden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch.

Das Schicksal von Stefan T. hatte im November für Schlagzeilen gesorgt, nachdem Spaziergänger Leichenteile des seit September Vermissten fanden (queer.de berichtete). Ermittelt werde weiter gegen einen 41-jährigen Deutschen, der in Untersuchungshaft sitzt. Der Verdacht gegen ihn habe sich erhärtet, so der Sprecher.

Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine Hinweise, dass sich der 44-Jährige habe töten lassen wollen. Der Mann aus Berlin-Lichtenberg, laut Polizei ein Monteur im Hochleitungsbau, hatte seine Wohngemeinschaft am 5. September kurz vor Mitternacht verlassen und war zunächst spurlos verschwunden. In einer Fotofahndung erklärten die Behörden im Oktober, dass der Vermisste verschiedene Dating-Plattformen nutzte, um sich sowohl mit Frauen als auch mit Männern zu treffen (queer.de berichtete).

Im November war gegen den 41-Jährigen Haftbefehl wegen Sexualmordes aus niederen Beweggründen erlassen worden. Zuvor hatten Spaziergänger ein Leichenteil in Berlin-Pankow entdeckt. Rechtsmedizinische und kriminaltechnische Untersuchungen ergaben, dass es sich um sterbliche Überreste des Vermissten handelte.

Zu einem möglichen Kannibalismus-Verdacht, über den vor allem die "Bild"-Zeitung berichtet hatte, sagte der Staatsanwaltschafts-Sprecher, Rechtsmediziner hätten dazu keine Hinweise gefunden. Der mutmaßliche Täter solle aber im Internet zu Kannibalismus und Tötungsphantasien recherchiert haben.

Nach dpa-Informationen ist der Verdächtige Lehrer, er soll in Dating-Foren unterwegs gewesen sein. Bei den Ermittlungen waren auch Personen- und Leichenspürhunde eingesetzt worden, die später zu dem 41-Jährigen aus Berlin-Pankow geführt hätten. Der Verdächtige soll sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert haben. (dpa/cw)