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15. Staffel
Nina Queer und Lars Tönsfeuerborn bei RTL-Dschungelshow dabei
Auch eine Dragqueen und ein "Prince Charming"-Gewinner bewerben sich dieses Jahr um die Dschungelkrone.

Nina Queer bringt sich schon mal für die Dschungelshow in Stellung. Auch Lars Tönsfeuerborn wird die LGBTI-Community im Dschungel von Hürth vertreten (Bild: RTL / TVNOW)
- 8. Januar 2021, 08:15h 3 Min.
Dieses Jahr sind mit der Dragqueen Nina Queer und dem "Prince Charming"-Gewinner Lars Tönsfeuerborn auch zwei Vertreter*innen der LGBTI-Community bei der Dschungelshow dabei. RTL gab diese Namen und die zehn weiteren Teilnehmer*innen am Freitag bekannt.
Bereits im Vorfeld hatte der Kölner Privatsender mitgeteilt, dass die 15. Staffel der Dschungelshow dieses Jahr coronabedingt ein anderes Konzept aufweist. Sie wird nicht im australischen Dschungel, sondern im beschaulichen Hürth bei Köln gedreht. Der Sieger oder die Siegerin von "Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow" sichert sich 50.000 Euro und das sogenannte "Goldene Ticket", das zur automatischen Teilnahme an der Dschungelshow 2022 in Australien berechtigen soll. Die erste Folge der täglichen Sendung läuft am 15. Januar um 22.15 Uhr bei RTL und TVNOW.
"Bunt, schrill und nicht zu übersehen"
"Mit Nina Queer wird die Dschungelshow 2021 extravagant." So beschreibt
RTL die Teilnahme der ursprünglich aus Kärnten stammenden Wahlberlinerin, die als "bunt, schrill und nicht zu übersehen" beschrieben wird. Queer kündigte bereits an, sie wolle in der Show alles geben, "aber ich werde mich nicht anbiedern".
Die 35-Jährige, die im Privatfernsehen bereits unter anderem bei "Frauentausch" und "Roast Battle" zu sehen war, gehört zu den bekanntesten Dragqueens Deutschlands, ist aber nicht unumstritten. So wurden einige Kommentare der früheren SPD-Toleranzbotschafterin und "Bild"-Kolumnistin als rassistisch kritisiert (queer.de berichtete).
Queer ist nach Olivia Jones die zweite Dragqueen-Teilnehmerin bei "Ich bin ein Star...". Jones wurde 2013 vom RTL-Publikum auf den zweiten Platz hinter DSDS-Sänger Joey Heindle gewählt (queer.de berichtete).
Mit von der Partie ist auch der Düsseldorfer Lars Tönsfeuerborn, der 2019 Kandidat bei der ersten Staffel der schwulen Datingshow "Prince Charming" war – und von "Märchenprinz" Nicolas Puschmann als Sieger ausgewählt wurde. Die beiden lebten ein Jahr lang als Paar zusammen, bis Tönsfeuerborn die Beziehung überraschend beendete (queer.de berichtete). Für das Liebes-Aus machte er später "öffentlichen Druck" verantwortlich (queer.de berichtete). Tönsfeuerborn ist auch durch seinen Podcast "Schwanz und ehrlich" bekannt.
Auf seiner Instagramseite kommentierte Tönsfeuerborn seine Teilnahme am Freitagmorgen mit den Worten: "Jetzt kommt der Vatter!"
Auch unter den weiteren Kandidat*innen befinden sich mehrere weitere Realitystars: So sind die 29-jährige Christina Dimitriou ("Temptation Island"), der 52-jährige Frank Fussbroich ("Die Fussbroichs"), die 30-jährige Lydia Kelovitz ("DSDS"), die 21-jährige Zoe Saip ("Germany's Next Topmodel"), der 34-jährige Oliver Sanne ("Der Bachelor") und der 26-jährige Filip Pavlovic ("Die Bachelorette") dabei. Außerdem tritt die 63-jährige Schauspielerin Bea Fiedler an, die in Komödien wie dem vierten bis sechsten Teil von "Eis am Stiel", "Graf Dracula (beißt jetzt) in Oberbayern" und "Sunshine Reggae auf Ibiza" mitspielte. Auch Influencer Mike Heiter (28), Society-Lady Djamila Rowe (53) und Prinzessin Xenia von Sachsen (34) wollen das "Goldene Ticket" erobern. (dk)
/ RTLdeIm Januar dschungelts nicht? Kakerlakak! Diese zwölf Kandidat:innen kämpfen in unserer neuen Dschungelshow um das Goldene Ticket für Australien. Weitere Infos https://t.co/Dl1BxFbxGo
RTL (@RTLde) January 8, 2021
#IBES Die große Dschungelshow Neue Show, ab Fr., 15. Januar 2021, 22:15 pic.twitter.com/kxrvbVlvXT
15-teilige Eventshow, vom 15. bis 29. Januar täglich live gegen 22.15 Uhr bei RTL und TVNOW
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Ich jedenfalls bringe das Schreiben für ein rechtslastiges Hetzblatt wie Bild und Bühnenkalauer, die ausschließlich durch Herabwürdigung und Fäkalsprache Lacher erzielen (sollen), nicht mit Intellektualität in Verbindung. Vielmehr betrachte ich es eher als Zeugnis von Unfähigkeit und Würdelosigkeit, in dem Sinne, dass die "Frau" für Geld und Rampenlicht sämtliche Grenzen der Sprache und Moral um Meilen verschiebt.