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Evangelische Kirche
"Homosexualität so normal wie Kaugummikauen"
Thorsten Latzel, Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, hat sich als Präses-Kandidat der rheinischen Kirche erstmals öffentlich – und sehr deutlich – von seinem queerfeindlichen Bruder Olaf distanziert.

Thorsten Latzel ist seit 2013 Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt (Bild: Cinemental / wikipedia)
- 10. Januar 2021, 07:51h 2 Min.
Die Evangelische Kirche im Rheinland steht vor einem Führungswechsel. Kommende Woche wählt die Synode der zweitgrößten evangelischen Landeskirche eine Nachfolge für den nach einer Amtszeit ausscheidenden Präses Manfred Rekowski. Einer von drei Kandidat*innen ist Thorsten Latzel, Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt – und Bruder des queerfeindlichen Bremers Pastors Olaf Latzel.
In einem im November aufgezeichneten Interview mit der Kölner Journalistin Marija C. Bakker zu seiner Kandidatur ging Thorsten Latzel erstmals öffentlich auf scharfe Distanz zu seinem wegen Volksverhetzung verurteilten Bruder. "Also, ich bin ich, und mein Bruder ist mein Bruder", meinte der 50-Jährige auf die Frage nach seiner Haltung gegenüber Lesben und Schwulen. In Bezug auf die Arbeit der Evangelischen Akademie stellte er klar: "Für uns ist Homosexualität so normal wie Kaugummikauen". Es gehe "überhaupt nicht, dass Menschen diskriminiert werden, ausgegrenzt werden, abgewertet werden".
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Zwei sehr gegensätzliche Brüder
Das Amtsgericht Bremen hatte seinen Bruder Olaf Latzel am 25. November aufgrund abwertender Äußerungen über Homosexualität wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 8.100 Euro verurteilt (queer.de berichtete). Anlass waren Äußerungen des Bremer Pastors in einem "Eheseminar" aus dem Jahr 2019, in denen er Homosexualität als "Degenerationsform von Gesellschaft" und als "todeswürdig" bezeichnet, die LGBTI-Community als "Gender-Dreck" herabgewürdigt und CSD-Besucher*innen pauschal vorgeworfen hatte, "Verbrecher" zu sein. Olaf Latzel legte gegen das Urteil Berufung ein (queer.de berichtete).
Thorsten Latzel steht dagegen für eine offene Kirche der Vielfalt. Vor seiner Tätigkeit an der Evangelischen Akademie leitete er das "Projektbüro Reformprozess" im EKD-Kirchenamt. Der promovierte Theologe und Blogger will die Kirche modernisieren, um sie zukunftsfest zu machen. Dafür müsse sie digital und analog mehr Kontakt zu den Menschen suchen. Vor allem die 20- bis 40-Jährigen seien eine wichtige Zielgruppe, denn sie träten am häufigsten aus der Kirche aus. (cw/dpa)
















Neues,
dazu brauche ich auch keinen
Theologen mit fictiver Gottheit als "Auftraggeber"
,Auch der wird bezahlt von den Steuern aller Buerger mit oder ohne Aberglauben,mag er auch friedfertiger sein als sein mit der AFD kuschelnder Hassbruder.
Wer braucht einen Prae laten, vielleicht
doch eher einen Praeservativ-Laden..
Sekten so unnoetig wie ein Loch im Kopf...