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Las Vegas

Siegfried Fischbacher "unheilbar krank"

Acht Monate nach dem Tod seines langjährigen Partners Roy Horn bereitet sich Siegfried Fischbacher laut Medienberichten aufs Sterben vor.


Siegfried Fischbacher (re.) und sein Partner Roy Horn waren jahrelang der heißeste Act in der Spielerstadt Las Vegas (Bild: Carol M. Highsmith / Library of Congress)

Der 81-jährige Magier Siegfried Fischbacher ("Siegfried und Roy") ist nach Angaben der "Bild"-Zeitung schwer an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Er sei "unheilbar krank", so das Boulevardblatt. Ihm sei zwar in einer zwölfstündigen Operation ein bösartiger Tumor entfernt worden, der Krebs habe aber gestreut. Seine Ärzte sollen ihm gesagt haben, dass es "jeden Tag zu Ende gehen" könne.

Fischbacher wolle allerdings die letzten Tage seines Lebens nicht im Krankenhaus verbringen, sondern in vertrauter Umgebung. Deshalb habe er sich auf sein 40 Hektar großes Anwesen "Little Bavaria" in Las Vegas zurückgezogen. Dort werde er von zwei Hospizschwestern betreut. Außerdem besuche den gebürtigen Rosenheimer täglich ein Priester. "Siegfried hat keine Angst. Er sagt, er habe 81 tolle Lebensjahre gehabt und sei mit allem versöhnt", so zitiert die "Bild" einen Freund des Künstlers.

Roy starb vor einem guten halben Jahr

Bereits im Mai letzten Jahres war Fischbachers langjähriger Partner Roy Horn im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben (queer.de berichtete). Horn war nach einem Tigerangriff im Jahr 2003 schwer verletzt worden und seither teilweise gelähmt.

Die Live-Show "Siegfried & Roy at The Mirage", bei der auch zwei Dutzend weiße Tiger mitwirkten, galt in den Neunzigerjahren als die erfolgreichste Las-Vegas-Show, die beiden gebürtigen Deutschen waren Megastars. So erhielten sie etwa 1999 einen Stern auf dem legendären "Hollywood Walk of Fame". Insgesamt gaben Fischbacher und Horn in der Spielerstadt mehr als 5.000 Vorstellungen – das Hotel "Mirage" soll mit der Show mehr als 1,5 Milliarden Dollar eingenommen haben. Nach dem Tigerangriff endete die Show abrupt – und die beiden waren nur noch selten in der Öffentlichkeit zu sehen.

Ihr Privatleben hüteten die beiden Magier vor Einblicken von Außen – für Las Vegas ist das eher ungewöhnlich. In ihrer Autobiografie "Magier des Jahrhunderts" sprachen die Deutsch-Amerikaner 2007 offen über ihre Homosexualität. Demnach waren Siegfried und Roy lange Jahre liiert, trennten sich aber 1998. Sie lebten aber weiter gemeinsam in "Little Bavaria". (cw)



#1 MarcAnonym
  • 12.01.2021, 10:56h
  • Danke Siegfried. Ihr wart ein Idol meiner Jugend und ich werde nie vergessen, als ihr auf einmal live vor mir standet. Leider konnte ich Eure Show nie sehen. Aber ihr habt alles erreicht, was man im Showbiz nur erreichen kann und wart über Jahrzehnte hinweg Weltstars und die Nr. 1 in Las Vegas. Lebende Legenden.

    Du hast ein bewegtes Leben hinter Dir und konntest alle Deine Wünsche erfüllen und Deine Träume leben.

    Ich hoffe, dass Du glücklich warst und angstfrei gehen kannst.

    Ihr werdet nie vergessen sein.

    Ein letztes:
    SARMOTI
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#2 clesAnonym
  • 13.01.2021, 02:48h
  • Schade für ihn.
    Aber ich denke man sollte mit solchen Shows sehr kritisch sein. Solche Tricks mit Tieren halte ich für Tierquälerei. Sowas sollte verbogen sein genau wie dieser ganze Seaworld Mist.
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#3 KumpelAnonym
#4 Vater2Anonym
  • 13.01.2021, 15:16h
  • Ich wünsche ihm auch, dass er angst-, schmerzfrei und in Frieden mit sich und der Welt sterben kann.

    Mehr kann sich keiner erhoffen.
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#5 MarcAnonym
  • 14.01.2021, 14:55h
  • Antwort auf #2 von cles
  • Ich sehe die Beteiligung der Tiere heute auch viel kritischer als in meiner Kindheit.

    Aber man sollte doch auch einige Dinge dabei nicht vergessen:

    1. Sie haben dadurch das Bewusstsein für die weiße Farbvarietät von Raubkatzen (das waren keine Albinos) geschaffen, ohne die diese vielleicht längst ausgestorben wären.

    2. Die Tiere hatten es bei Ihnen sicher besser als die Millionen Tiere, die alleine in Deutschland in der Massentierhaltung leben, auf Viehtransporten durch die Gegend gescheucht werden, etc. Dann muss man das erst recht kritisieren und auch vegan leben.
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#6 TierliebeAnonym
  • 14.01.2021, 15:29h
  • Antwort auf #5 von Marc
  • "Dann muss man das erst recht kritisieren und auch vegan leben."

    Aber nicht doch. Wenn man sich umhört, essen alle Deutschen nur ihnen namentlich bekannte Tiere, die der Nachbarsbauer bei Vollmond leidfrei totgestreichelt hat. Sie haben jedem Kälbchen persönlich in die Augen geschaut, während es glücklich sein Leben für sie aushauchte. Das Fleisch aus der Massentierhaltung muss vollständig exportiert werden. Wie kannst du mit so radikalen Forderungen kommen, die der tierliebenden deutschen Bevölkerung Unrecht tun?
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