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- 09. November 2005 1 Min.
Kassel In einem Symposium in Kassel haben Vertreter der evangelischen Kirche am Montag kontrovers um die Segnungen von schwul-lesbischen Paaren diskutiert, berichtet die kirchliche Nachrichtenagentur Idea. Das Gespräch wurde von der konservativen "Konferenz Bekennender Gemeinschaften" organisiert und stand unter dem sperrigen Titel "Sola Scriptura (allein die Schrift) in der evangelischen Kirche heute - am Beispiel gottesdienstlicher Segnung gleichgeschlechtlicher Paare". Der Hamburger Pastor Ulrich Rüß, Chef der Bekennenden Gemeinschaften, kritisierte Segnungen als "oberpeinliche Nummer", die die Verbindlichkeit der Bibel in Frage stelle. Homosexualität sei keine Schöpfungsvariante Gottes. Laut Kirchenrat Rolf Sauerzapf sollte statt dessen Homosexuellen eher geholfen werden, "ihre sexuelle Orientierung zu überwinden." Dagegen verteidigte Rainer Stuhlmann von der Evangelischen Kirche im Rheinland die Homo-Segnungen. Er argumentierte, die Bibel sage nichts über eine liebevolle Beziehung zwischen Männern. Der Kölner Pfarrer verglich die Debatte mit vergangenen innerkirchlichen Diskussionen um Frauenordination und Sklaverei. (pm/dk)














