Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37913

Ausschuss-Anhörung

Sachverständige fordern Nachbesserungen bei Verbot von Geschlechts-OPs

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung, der inter Kinder vor Eingriffen schützen soll, geht laut Expert*innen nicht weit genug.


Die Inter-Flagge beim CSD Belgrad (Bild: Bojan Cvetanović / wikipedia)

Bei einer Sachverständigen-Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages haben Expert*innen am Mittwoch Nachbesserungen am Gesetzentwurf der Bundesregierung "zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung" (PDF) gefordert. Über das Thema hatte das Plenum des Bundestags bereits eine Woche vor Weihnachten diskutiert (queer.de berichtete).

Der Entwurf sieht vor, intersexuelle Kinder vor unnötigen oder verfrühten Behandlungen an den Geschlechtsmerkmalen zu schützen. Mehrere Sachverständige, darunter etwa Professorin Konstanze Plett von der Uni Bremen, schlossen sich der Kritik aus der demokratischen Opposition an, die "Schutzlücken" beklagte.

Von Grünen, FDP und Linken gibt es daher nach der Anhörung weiter Forderungen nach Nachbesserungen. Sven Lehmann, der Sprecher für Queerpolitik der grünen Bundestagsfraktion, beklagte nach der Anhörung insbesondere, dass sich der Gesetzentwurf nur auf Kinder mit Varianten der Geschlechtsentwicklung begrenze, "anstatt alle genitalverändernden Eingriffe ohne medizinische Indikation zu verbieten".

Jens Brandenburg, der LSBTI-politischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, ergänzte: "Der Regierungsentwurf springt viel zu kurz und lässt viele Fragen offen. In der bisherigen Form bietet er intergeschlechtlichen Kindern keinen ausreichenden Schutz."

Doris Achelwilm, die queerpolitische Sprecherin der Linken, verwies auf einen Antrag ihrer Fraktion (PDF), der auch eine Entschädigung für Opfer der Praxis vorsieht. (cw)

Twitter / bv_trans
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe



#1 KaiJAnonym
  • 13.01.2021, 17:28h
  • Die Begrifflichkeit "Variante der Geschlechtsentwicklung" sollte überall absolut gestrichen werden. Sie respektiert nicht eine gleichwertige Vielfältigkeit der Geschlechter, sondern erklärt diese zur Abweichung, um das Recht auf die körperliche Unversehrtheit anzugreifen. Nur eine absolut notwendige medizinische Indikation sollte erlaubt sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 YannickAnonym
  • 13.01.2021, 19:18h
  • Kriegen Union und SPD eigentlich auch mal was hin, ohne dass es von Experten zerrissen wird?

    Wenn Union und SPD unfähig sind, sollten sie Platz für fähigere Leute machen, die Politik für die Bürger machen und nicht für irgendwelche schrillen Minderheiten, die geistig im Muff der 1950er-Jahre stecken geblieben sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Carsten ACAnonym
  • 14.01.2021, 10:57h
  • Wie schon bei den Zwangs-Sterilisationen von Transsexuellen und den Konversionstherapien können Union und SPD nicht mal dann über ihren Schatten springen, wenn es um die Gesundheit oder gar das Leben von Menschen geht...

    Die versuchen immer, noch so viel Rest-Diskriminierung wie möglich rauszuholen.

    Union und SPD werden immer untragbarer. Die fügen unschuldigen Menschen, die es eh schon schwer genug haben, noch zusätzlich massiven Schaden zu. Offenbar haben die gar kein bisschen Menschlichkeit, Gewissen und Rückgrat mehr...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 IndiskutabelAnonym
  • 14.01.2021, 14:37h
  • Ich kann mich der Kritik von Grünen, Linkspartei und FDP nur anschließen: Operationen sollten nur nach medizinischer Indikation einer Notwendigkeit erfolgen.

    Aber man sieht wenigstens ganz eindeutig, wo im Bundestag die Grenze verläuft:

    Grüne, Linke und FDP stehen auf der Seite von Menschenwürde, Grundrechten und wissenschaftlichen Fakten.

    Union und SPD folgen stattdessen lieber stramm der Position der AfD und regieren lieber ideologisch statt fachlich korrekt.
  • Antworten » | Direktlink »