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TV-Start am Freitagabend

Das Dschungelfieber steigt

Im Corona-Dschungelcamp von Hürth treten auch zwei schwule Kandidaten auf. Auch eine Teilnehmerin, die zuletzt durch transphobe Äußerungen aufgefallen, kämpft um das "Goldene Ticket".


Die zwölf Tiny-House-Fans (von links oben bis rechts unten): Oliver Sanne, Djamila Rowe, Filip Pavlovic, Zoe Saip, Christina Dimitriou, Lars Tönsfeuerborn, Lydia Kelovitz, Mike Heiter, Xenia von Sachsen, Sam Dylan, Frank Fussbroich und Bea Fiedler (Bild: TVNOW / oliversanne.coaching / privat / Sebastian Brüll / Frank Fastner / Lukas Sowada / Stefan Gregorowius / Kadir Ilboga / Udo Keus)

Tiny House statt Lagerfeuer: RTL strahlt ab Freitagabend um 22.15 Uhr die erste Folge von "Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow" aus, die wegen der Corona-Krise in TV-Produktionshallen in Hürth bei Köln gefilmt wird. Unter den zwölf teilnehmenden Promis sind mit Lars Tönsfeuerborn und Sam Dylan zwei offen schwule Kandidaten dabei. Beide sind aus der ersten Staffel der schwulen Datingshow "Prince Charming" bekannt.

Tönsfeuerborn, der auch einen schwulen Podcast betreibt, war der Sieger von "Prince Charming". Die Beziehung mit seinem TV-"Märchenprinzen" Nicolas Puschmann endete aber nach einem Jahr (queer.de berichtete).

Sam Dylan war dagegen freiwillig nach Folge vier aus "Prince Charming" ausgestiegen. Der jetzt 29-Jährige sorgte danach für Schlagzeilen, als er seine Beziehung mit dem früheren "Bachelorette"-Teilnehmer Rafi Racheck bekannt gab (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr war er auch Kandidat der RTL-Zwei-Show "Kampf der Realitystars – Schiffbruch am Traumstrand", bei der er am Ende den zweiten Platz belegte.

Dylan ist ein Nachrücker und darf einzig deshalb antreten, weil die ursprünglich vorgesehene Kandidatin Nina Queer im Vorfeld wegen umstrittener Äußerungen disqualifiziert wurde (queer.de berichtete). Die Dragqueen hatte sich als "Hitler-Transe" bezeichnet.

Christina Dimitriou ist stolz, nicht trans zu sein

Auch teilnehmen wird das 29-jährige Realitysternchen Christina Dimitriou ("Temptation Island", Ex on the Beach", "Couple Challenge"), die im Vorfeld der Show durch Transphobie aufgefallen war. Sie hatte Josi Melonie ("DSDS", "Take Me Out") wegen ihrer Geschlechtsidentität attackiert: Als die beiden sich kürzlich online zofften, schrieb Dimitriou laut "Bild" auf Instagram: "Habe vergessen, [dass] deine Hoden-Eier entfernt wurden." Melonie attackierte zurück: "Kann ja nicht jeder wie du schon von Geburt an eine Fotze sein." Daraufhin Dimitriou: "Ich bin stolz drauf eine Originale zu haben. Du Mitläufer/in". Melonie forderte daraufhin den Ausschluss Dimitrious aus der Dschungelshow. Später entschuldigte sich das cissexuelle Realitysternchen, jammerte aber gleichzeitig: "Ich feier diese Menschen sogar und ich finde es umso schlimmer, dass diese Person [Melonie] das gegen mich verwendet, nur weil ich ihr meine Meinung gesagt habe."

Weitere Teilnehmer*innen von "Ich bin ein Star" sind die Realitydarstellenden Frank Fussbroich ("Die Fussbroichs"), Lydia Kelovitz ("DSDS"), Zoe Saip ("Germany's Next Topmodel"), Oliver Sanne ("Der Bachelor") und Filip Pavlovic ("Die Bachelorette"). Außerdem tritt die 63-jährige Schauspielerin Bea Fiedler an, die in Komödien wie dem vierten bis sechsten Teil von "Eis am Stiel", "Graf Dracula (beißt jetzt) in Oberbayern" und "Sunshine Reggae auf Ibiza" mitspielte. Auch Influencer Mike Heiter, Society-Lady Djamila Rowe und Prinzessin Xenia von Sachsen wollen im Hürther Dschungel bleibende Eindrücke hinterlassen.

Das Konzept der Sendung ist etwas anders als in Australien: Die zwölf Kandidat*innen müssen für drei Tage auf engstem Raum in einem 18 Quadratmeter großen Mini-Häuschen zusammenleben. Intimsphäre ist dabei laut RTL Mangelware. Immerhin: Das Trocken-WC und die Fass-Dusche besitzen einen Vorhang. Die ersten Kandidatinnen oder Kandidaten sind bereits am Donnerstag eingezogen. Nach drei Tagen folgt die zweite Gruppe – und so weiter. Während der 72 Stunden bewältigen die Möchtegern-Australier*innen Prüfungen ("auch tierische", wie RTL betont). Ihr Essen bekommen die Teilnehmenden durch Schleusen.

Twitter / AA_Duesseldorf | Das Düsseldorfer Arbeitsamt stellt schon mal klar, dass es auch in schwierigen Zeiten Alternativen zum Dschungel gibt

Die Show soll wieder scharfzüngig und pointiert von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich präsentiert werden. Zudem wurde Dr. Bob extra von Australien eingeflogen. Der Sieger oder die Siegerin der diesjährigen Staffel erhält am Ende – neben 50.000 Euro – auch das "Goldene Ticket". Dieses berechtigt zur automatischen Teilnahme an der Dschungelshow 2022, die – wenn Corona es erlaubt – wieder vor der traditionellen Dschungel-Kulisse in Australien stattfinden soll.

Twitter / RTLde

Die 15-teilige Eventshow wird von RTL täglich gegen 22.15 Uhr ausgestrahlt. Im Anschluss ist sie auf dem Streamingportal TVNOW erhältlich. Die erste Sendung läuft am Freitagabend, das Finale findet am 29. Januar statt. (dk)



#1 FennekAnonym
  • 15.01.2021, 11:10h
  • Wieso bietet RTL einer transphoben Kandidatin ein Forum?

    Wenn andere wegen dubioser Aussagen ausgeschlossen werden, muss das auch bei Transphobie so gehandhabt werden.
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#2 NerdAnonym
  • 15.01.2021, 11:16h
  • Versteh ich das richtig?
    Die strecken 3 Tage auf 15 Episoden?
    Das kliegt ziemlich bescheiden....
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#3 LupdejuppAnonym
#4 ElfolfProfil
  • 15.01.2021, 12:11hHamburg
  • Antwort auf #3 von Lupdejupp
  • Im Dschungel Camp und bei Big Brother wurde schon öfter eine Gruppe vorab ins Rennen geschickt, damit es am Starttag genug Sende-fähiges Material gibt. Die anderen werden wohl wärend der Liveshow dazukommen. Zur transphoben Kandidatin kann ich nur sagen, es kann durchaus sein, dass sie ihr Image in der Sendung dann völlig ruiniert.
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#5 lunarAnonym
  • 15.01.2021, 12:59h
  • Antwort auf #1 von Fennek
  • Das könnte vielleicht bedeuten, dass Transfeindlichkeit offenbar gesellschaftlich nicht so stark geächtet wird wie Antisemitismus oder Rassismus.

    Gebe dir aber Recht. Am Ende werden da die Verantwortlichen abgewogen haben, sicher auch immer schön gecheckt, wie groß der Shitstorm war und dann entschieden.

    Der Ausschluß von Nina Queer ist am Ende ja auch Werbung für die Sendung.

    Privatfernsehen halt.
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#6 PschoAngelProfil
  • 15.01.2021, 14:21hWesterstede
  • Als großer Reality TV Fan muss ich sagen dieses Jahr hat die Sendung einen faden Beigeschmack für mich, nicht etwa wegen den Kandidaten an sich, sondern eben aufgrund des Auschluss von Nina Queer und nicht etwa einem Doppel Auschluss von Nina & Christina...
    Aber es spiegelt die Gesellschaft leider wieder in der Hass gegen Uns (Trans*) einfach sehr weit unter Rassismus, Antisemitismus und Homophobie steht.
    Alle Formen der Diskriminierung sind zu verabscheuen, aber an dem Punkt sind wird leider noch nicht..
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#7 Nesiree DickAnonym
#8 queergayProfil
  • 15.01.2021, 19:06hNürnberg
  • Bei diesem Kommerz-Projekt finden sich überwiegend überkandidelte und auf Selbstdarstellung sich trimmende Egomanen & Möchte-gern-Stars. Daß da ein Fieber steigt oder steigen soll, halte ich für übertrieben.
    Alt-Göre Bea Fiedler kann einem eher leid tun, zumal es durchaus möglich ist, daß der Vater ihres Sohnes eben doch Fürst Albert II. von Monaco ist.
    Dafür gibt es nämlich mehrere Anhaltspunkte. Der fürstliche Frauenaufreisser hat vielleicht nur raffiniert getrickst beim Vaterschaftstest.
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#9 LupdejuppAnonym
#10 queergayProfil
  • 15.01.2021, 19:49hNürnberg
  • Antwort auf #9 von Lupdejupp
  • Ich rege mich doch gar nicht auf, das tust eher du anonym. Das ist lediglich meine persönliche Einschätzung der eher spleenigen Selbstdarsteller in dieser Kommerz-Show. Nicht mehr und nicht weniger. Und Gossip-Klatsch ist was ganz anderes. Der Monaco-Mann besitzt mehrere Milliarden an Vermögen und kann sich inoffizielle Vaterschaftstests mit teuren Anwälten mit einem Klacks problemlos kaufen. Uneheliche Kinder hat er sowieso mehrere.
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