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Ensign Tilly

Mary Wiseman outet sich als queer

Auch die Schauspielerin, die mit ihrer Rolle als "Tilly" die Herzen von Trekkies in aller Welt eroberte, hat etwas über ihre sexuelle Orientierung klarzustellen.


Kapitänin Killy führt bei "Star Trek: Discovery" mal wieder nichts Gutes im Schilde (Bild: CBS All Access)

Die 35-jährige US-Schauspielerin Mary Wiseman hat sich in einem Gespräch mit trans Aktivistin und Journalistin Dawn Ennis als queer geoutet. Bevor sie mit ihrem Ehemann Noah Averbach-Katz ausgegangen sei, habe sie "Menschen aller Geschlechter gedatet und geliebt", wie StarTrek.com meldet. "Ich habe es nie gemocht, wenn Frauen, die nach außen als heterosexuell wirken, die Gespräche über Bisexualität oder Pansexualität dominieren. Also habe ich das nie probiert, aber ich will auch nicht, dass es sich anfühlt, als ob ich etwas verstecken würde. Denn ich bin queer und stolz darauf!"

Twitter / lifeafterdawn

Eigentlich hatte sich Wiseman schon im Dezember in einem Zoom-Interview geoutet, das Ennis für das Magazin "Forbes" geführt hatte. Allerdings setzte just an der Stelle, an der Ennis über ihre sexuelle Orientierung sprach, der Ton aus. Eine lippenlesende Youtuberin wies Ennis schließlich darauf hin, dass Wiseman in dem Interview "Ich bin nicht heterosexuell" gesagt habe, woraufhin diese nachhakte.

Wiseman hatte ihren Durchbruch als Schauspielerin 2017 mit der Serie "Star Trek: Discovery". Dort spielt sie die warmherzige Nachwuchs-Offizierin Sylvia Tilly, die von den Autor*innen oft die lustigsten Dialogzeilen erhält und zu den beliebtesten Figuren der Serie zählt. Showrunner Aaron Harberts bezeichnete Tilly als "die Seele der Sendung". Im bösen "Discovery"-Paralleluniversum spielt Wiseman außerdem die skrupellose Kapitänin Killy. Auch Wisemans Ehemann wirkte bei der dritten Staffel von "Discovery" mit – er stellte in drei Folgen den Andorianer Ryn dar (in blauem Make-up).

Direktlink | Tilly trifft zum ersten Mal die "Discovery"-Hauptfigur Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) – das Video ist in englischer Originalfassung
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"Discovery" behandelte mehr LGBTI-Themen als andere "Star Trek"-Serien zuvor: So spielen die beiden offen schwulen Schauspieler Wilson Cruz und Anthony Rapp ein schwules Paar, das sich 2017 zum ersten Mal auf dem Bildschirm küsste – als erstes Männerpaar in der damals 51-jährigen "Star Trek"-Geschichte (queer.de berichtete).

In der dritten Staffel kam ein weiteres queeres Paar hinzu, das von der nichtbinären Person Blu del Barrio und trans Mann Ian Alexander dargestellt wird (queer.de berichtete). Auch Del Barrios Figur Adira ist nichtbinär – und erklärt im Laufe der dritten Staffel, geschlechtsneutral als "they" angesprochen werden zu wollen, also nicht als Mann oder als Frau. Die deutsche Übersetzung machte daraus "dey". Im Deutschen ist allerdings selbst unter Aktivist*innen noch umstritten, welche Bezeichnung für "they" verwendet werden soll. (dk)


Szene in der "Discovery"-Folge "Das Schutzgebiet" (Bild: Netflix)



#1 LegatAnonym
  • 18.01.2021, 14:49h
  • Warum muss ausgerechnet die schrecklichste Star Trek Serie aller Zeiten so queer sein? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, aber die Serie ist erzählerisch einfach nur Schrott. Warum konnte man nicht eine erzählerisch gute (TOS, TNG, DS9) oder wenigstens mitteläßige (TAS, VOY, ENT) Star Trek Serie machen und dabei Queerness thematisieren? Nein, man macht das in einer der modernen Shit-Shows (STD, PIC, LOW), die als Hauptthemen brutalste Gewalt, lächerliche Charaktere und nur dümmlich zusammengeschusterte Action-Stories haben, die auf sämtliche bisherige Star Trek Continuity scheißen! Als queerer Trekkie kann ich da nur kotzen und verzweifeln!
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#2 TrekkieAnonym
  • 18.01.2021, 15:11h
  • Oh, wie wundervoll! Ich mag die Rolle und die Schauspielerin sehr.
    Auch die anderen, bisher offen queeren Rollen und/oder Schauspieler_innen finde ich gut.

    Zu #1:
    "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun,"

    Richtig.

    "aber die Serie ist erzählerisch einfach nur Schrott."

    Ich sehe das ganz anders. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, und das will ich auch nicht.
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#3 DamarAnonym
#4 LegatAnonym
  • 18.01.2021, 15:31h
  • Antwort auf #3 von Damar
  • Ist ja schön und gut zu behaupten, dass das angeblich damals einfach nicht möglich gewesen sein soll. Wenn man sich darüber informiert erfährt man allerdings sehr schnell, dass seitens Autoren, Regisseuren und Schauspieler sogar schon seit TNG sehr vieles Richtung Queerness möglich gewesen wäre, aber der damalige Produzent Rick Berman hat sich immer dagegen gestemmt.

    Trotzdem will mir nicht in den Kopf, warum wir (oder mindestens ich, mein Mann und viele unserer Bekannten) ein so großes Unglück ertragen müssen, dass Queerness nun ausgerechnet ab Discovery thematisiert werden muss. Eine Serie in der Torture-Porn auf dem Niveau der SAW-Filme an der Tagesordnung ist und die meisten Charaktere einfach nur komplett wahnsinnig oder blöde sind. Tilly ist übrigens auch als Charakter so extrem überdreht, dass sie bestenfalls als Karikatur durchgeht. Die Stories sind absolut mieser Schrott, die wo sie nur können ignorieren, dass diese Serie eine Prequel-Serie zu TNG, DS9 und VOY sein soll. Das funktioniert absolut gar nicht. Als eigenständiges Machwerk wäre die Serie noch gerade so erträglich, wenn auch Null mein Geschmack, da ich auf diesen Torture-Porn Kram einfach nur kotzen möchte.

    Aber ja, über Geschmack sollte man nicht streiten. :-)
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#5 AriaOfDysphoriaAnonym
  • 18.01.2021, 15:50h
  • Ich bin sehr glücklich, das wir als Community endlich einen Platz in dem wohl exemplarischen Franchise haben, welches eine (meist) Utopische Zukunft für unsere Spezies zeigt. Eine Zukunft in der wir einen Platz haben. Gerade weil Trek schon immer ziemlich Fortschrittlich, verglichen mit damals kontemporären Serien war, wundert es mich, dass es so lange Gedauert hat bis wir queere Charaktere bekommen haben.

    Auch wenn ich die bereits vorhandene Repräsentation großartig finde und deren Bedeutung keineswegs schmälern möchte, so müsste ich Lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mir nicht auch einen Trans* lesbischen Charakter wünschen würde, damit ich mich auch repräsentiert fühle. *lach*

    P.S. Ja Discovery hat Probleme und davon nicht zu wenige. Aber selbst wenn wir die 3 Staffel ausklammern würden, so ist sie immernoch im gesunden Mittelmaß. Ich möchte aber auch anmerken das jede Classic Trek Serie ihre eigenen Probleme hat. TOS aka. Raumschiff Enterprise, für all das gute das es auf den Tisch gebracht hat, hat auch große Probleme. Und nein, ich spreche dabei noch nicht einmal von den fragwürdigen Moralvorstellungen, die teilweise schlechter als Milch gealtert sind.
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#6 AranosAnonym
#7 EdeaAnonym
  • 18.01.2021, 17:18h
  • Ich weiss nicht warum so viele discovery nicht mögen, ich liebe alle 3 Staffeln sehr und die story ist spannend. Ich habe mich sehr oft in sczenen wiedererkannt, ich bin selbst Transgender und ich kann es kaum erwarten die nächste staffel zu sehen.
    Habe discovery natürlich im original geschaut, vielleicht ist die deutsche übersetzung einfach nur schlecht.
    Live long and prosper
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#8 ZenkimausAnonym
#9 LegatAnonym
  • 18.01.2021, 19:20h
  • Antwort auf #7 von Edea
  • "Habe discovery natürlich im original geschaut, vielleicht ist die deutsche übersetzung einfach nur schlecht."

    Ich habe die Serie nur auf Englisch geschaut, am Ende jeder Folge auf Knien darum bettelnd, die nächste Folge möge doch BITTE noch ganz so extrem scheiße sein wie die vorherige. Leider wurde mein Flehen nie erhört. An der Synchronisation hat es für mich also ganz sicher nicht gelegen.
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#10 LegatAnonym