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Konsequenzen

Nach homophobem Ausbruch: Golfer verliert Ralph Lauren als Sponsor

Der "Schwuchtel"-Ausbruch eines der weltbesten Golfer hat Konsequenzen: Ein führendes Modelabel kündigt einen langjährigen Vertrag mit Justin Thomas.


Ein Outletstore von Ralph Lauren im US-Bundesstaat Connecticut (Bild: Mike Mozart / flickr)

Das amerikanische Modeunternehmen Ralph Lauren hat am Freitag als Reaktion auf einen homosexuellenfeindlichen Ausbruch einen seit sieben Jahren bestehenden Sponsorenvertrag mit dem Golfer Justin Thomas gekündigt. Grund ist, dass der Weltranglistendritte aus den USA vor gut einer Woche bei einem Golfturnier in Hawaii nach einem Fehler das Wort "Faggot" (Schwuchtel) gerufen hatte (queer.de berichtete). Für den Ausbruch droht dem 27-Jährigen trotz einer Entschuldigung auch noch eine Strafe vom Golfveranstalter PGA Tour.

In einer Pressemitteilung erklärte Ralph Lauren, dass man von den jüngsten Äußerungen enttäuscht sei. Diese würden nicht mit "unseren Werten" übereinstimmen. "Wir erkennen zwar an, dass er sich entschuldigt hat und die Schwere seiner Worte anerkennt. Er ist aber ein Botschafter für unsere Marke und sein Handeln stehen im Konflikt mit unserer Kultur der Inklusion", so Ralph Lauren.


Justin Thomas zählt zu den besten Golfern der Welt (Bild: PGA)

Ralph Lauren hält spätere Zusammenarbeit mit Thomas für möglich

Man wolle dem Golfer aber die Tür nicht endgültig zuschlagen: "Unsere Hoffnung ist, dass Herr Thomas die harte und notwendige Arbeit tut, um wieder unser Partner werden zu können." Der Golfer müsse, so forderte das Unternehmen, "den Zwischenfall unter die Lupe nehmen, daraus lernen, wachsen und am Ende seine Plattform dazu nutzen, um für Inklusion zu werben".

Ralph Lauren stellt in der Mitteilung auch klar, dass die Firma traditionell für die "Würde aller Menschen" stehe. Das gelte "unabhängig von Alter, Rasse, Geschlechtsidentität, Ethnizität, politischer Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung".

Das weltweit erfolgreiche Modeunternehmen war 1964 vom heterosexuellen Modemacher Ralph Lauren gegründet worden. Der 81-Jährige gehört mit einem Vermögen von geschätzt fünf Milliarden Euro zu den 100 reichsten Amerikaner*innen. (cw)

Twitter / SportsMediaLGBT | In der TV-Übertragung war der Ausbruch zu hören



#1 Homonklin_NZAnonym
  • 19.01.2021, 05:08h
  • Solange es nicht nur der Image-Säuberung dient, sollten viel öfter solche Statements erfolgen, und Konsequenzen!
    Dann kann es nämlich öffentlichkeitswirksam besser werdeb, und die Klamotten tragen nicht nur Sportler.
    Mit empfindlichen Einbußen wird der Golfer wohl nicht rechnen müssen, es sei denn, Ralph Lauren war sein einziger Sponsor.

    Wiederanerkennung? Well, die Marke braucht eben auch die Top Sportgrößen.
    Ein starkes Zeichen ist es doch.
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#2 Ralph
  • 19.01.2021, 11:29h
  • Es muss selbstverständlich werden, dass nicht nur rassistische oder antisemitische Äußerungen geahndet werden, sondern auch homofeindliche. Die Sitte, von unsereinem "Toleranz" für ein Verhalten einzufordern, das PoC oder Juden sich -zu Recht- nicht gefallen lassen müssen, muss ein Ende haben. Das gilt insbesondere für den Umgang der Medien mit Schwulen- und Lesbenhassern gleich welcher Couleur (siehe Waldschlösschen-Appell).
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#3 TheoAnonym
  • 20.01.2021, 07:39h
  • Ganz starkes Zeichen!
    Im Gegensatz zu meinen Vorredner*innen denke ich nicht, dass Ralph Lauren auch ihn als einen der Top Sportgrößen braucht, ich denke da sind genügen vorhanden.
    Daher finde ich auch diesen Schritt bemerkenswert, dass sie ihm - die richtigen vorangegangenen Bußmaßnahmen vorausgesetzt - eine zweite Chance geben wollen. People can change.
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