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Fünf Vorschläge

CSD München lässt über Motto abstimmen

Noch bis Ende des Monats können Interessierte mitentscheiden.


"Pro homo & pro secco" steht leider nicht als Mottovorschlag zur Auswahl (Bild: Kornelija Rade / CSD München)

Die CSD-Organisationsteam in München lässt die Öffentlichkeit über das neue Motto abstimmen. Auf csdmuenchen.de/mitmachen.html gibt es die Auswahl aus fünf Mottovorschlägen, die nach einer virtuellen Diskussionsrunde am 12. Dezember 2020 entwickelt worden sind. Die Abstimmung läuft noch bis zum 31. Januar.

Alle Mottovorschläge vereint laut dem CSD-Organisationsteam, dass sie den "Wunsch nach Zusammenhalt" widerspiegelten. Außerdem vereint die Slogans, dass sie englischsprachig sind. Konkret stehen diese Vorschläge zur Auswahl: "Proud. Human. Queer.", "Join our Trans* Mission!", "Unite Diversity", "It*s time for progress" und "Together for a new queERA". Auf der Abstimmungsseite bietet das Organisationsteam kurze (deutschsprachige) Erklärungen für die einzelnen Vorschläge an.

Im Community-Talk vom 12. Dezember habt Ihr uns Eure Themen mit auf den Weg gegeben. Wir haben verstanden, was Münchner...

Posted by CSD München – Munich Pride on Monday, January 18, 2021
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Im letzten Jahr hatte das CSD-Motto "Gegen Hass. Bunt, gemeinsam, stark!" gelautet. Es war im Dezember 2019 aus Vorschlägen der Community beim Szenstammtisch, dem Treffen der organisierenden Vereine, ausgewählt worden.

"Gegen Hass. Bunt, gemeinsam, stark!" Der Christopher Street Day München hat ein Motto für 2020 diskutiert, beraten...

Posted by CSD München – Munich Pride on Tuesday, December 17, 2019
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"Wir wollten der Münchner Community im Corona-Jahr eine Plattform bieten, sich auszutauschen und gemeinsam mit uns den CSD zu planen", so begründete Thomas Niederbühl, der politischer Sprecher des CSD, die dieses Jahr geänderte Mottoauswahl. Angesichts der Corona-Pandemie und der politischen Zerwürfnisse der vergangenen Jahre sei der Zusammenhalt in der Community dieses Jahr besonders wichtig. "Diesem Wunsch wollen wir entsprechen", erklärte Niederbühl, der auch seit 1996 für die Wähler*inneninitiative Rosa Liste München im Stadtrat sitzt.

Der Münchner CSD findet in diesem Jahr vom 3. bis 11. Juli statt. Noch ist offen, ob er in gewohnter Form abgehalten werden kann oder coronabedingt in eingeschränkter Form. "Die Veranstalter*innen gehen eher davon aus, dass der 2021er Pride als eine Mischform aus analogen und virtuellen Elementen daherkommt", erklärte der CSD München. Im vergangenen Jahr hatte die Coronaversion des CSD mit einem Live-Stream und den dezentralen Demo-Spots eine große Zahl Besucher*innen vor die Bildschirme und in die Innenstadt gelockt (queer.de berichtete). (pm/cw)



#1 LGBH0TTNZProfil
  • 19.01.2021, 13:36hSchwerte
  • Also "Pro Homo und Pro Secco" find ich schon mal gut, denn es repräsentiert in vorzüglicher Weise den Geist dieser hochpolitischen Demos.
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#2 StaffelbergblickAnonym
#3 Taemin
  • 19.01.2021, 14:57h
  • Wenn die deutsche Sprache beim CSD München schon ganz abgeschafft wird, dann sollten die Veranstalter aber auch so viel Mut haben, ihn in Gay Pride Munich umzubenennen, damit jeder weiß, wie sehr sich Münchens LSBTI-Gemeinde ihrer sprachlichen, kulturellen und historischen Identität schämt. München ist nicht nur Hitler und Geburtsstadt der nationalsozialistischen Katastrophe. München ist auch Karl Heinrich Ulrichs und Geburtsstadt der schwulen Emanzipationsbewegung - und der hielt seine berühmte Rede im Odeon -übrigens neben der später durch die Nazis so unrühmlich bekannt gewordenen Feldherrenhalle- deutsch, nicht englisch.
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#4 MottoAnonym
  • 19.01.2021, 15:02h
  • Den Mottos nach zu urteilen

    - gibt es keine Gewalt auf den Straßen gegen LGBTI,
    - wird Hasskriminalität Bayernweit erfasst,
    - findet Schulaufklärung umfassend statt, inklusive Darstellung LGBTI in Schulbüchern,
    - gibt es keine Jugendlichen, die wegen ihres so-Seins von den Eltern auf die Straße gesetzt werden und obdachlos sind,
    - gibt es kein Mobbing an Schulen gegen LGBTI,
    - "schwul" und "Lesbe" sind keine Schimpfwörter,
    - Artikel 3 GG wurde um die Merkmale sexuelle Identität und Geschlechtsidentität erweitert,
    - gibt es keine Zwangsoperationen an Inter* Kindern mehr.

    Denn sonst würde man vielleicht auf Probleme hinweisen, eine politische Forderung stellen oder zumindest ein nachdenkliches Motto anbieten.
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#5 Taemin
  • 19.01.2021, 15:15h
  • Antwort auf #4 von Motto
  • Ja, alle diese Motti haben was von Reklame für Waschpulver oder Zigaretten oder eine Disco. Unkonkretes Wischiwaschi. Bloß kein Problem ansprechen. Bloß keine Forderung kundtun. Dass man z.B. stolz oder (besser in diesem Sinne übersetzt) selbstbewusst auftreten soll als queerer Mensch oder dass es Zeit ist für Fortschritt, das sind ja nun wahrhaft tolle Erkenntnisse anderthalb Jahrhunderte nach Ulrichs. So weit war der auch schon.
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#6 Ulrichs-FanAnonym
  • 19.01.2021, 16:09h
  • Antwort auf #3 von Taemin
  • "München ist auch Karl Heinrich Ulrichs und Geburtsstadt der schwulen Emanzipationsbewegung - und der hielt seine berühmte Rede im Odeon... deutsch, nicht englisch."

    Ulrichs wurde damals aufgefordert, die skandalöse Rede auf lateinisch fortzuführen. Ob er das dann auch tat, ist leider nicht ganz geklärt, aber gekonnt hätte er es zweifellos. In seiner 12-bändigen Reihe über "das Räthsel der mann-männlichen Liebe" trägt nur ein einziger Band einen deutschen Titel, die anderen sind Latein oder Griechisch. Seine Dissertation und zahlreiche Gedichte verfasste er in Latein, gab eine lateinischsprachige Zeitschrift heraus und engagierte sich für Latein als Weltsprache. Als Advokat für die Überlegenheit der deutschen Sprache kann Ulrichs m. E. nur bedingt herangezogen werden.
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#7 KaiJAnonym
  • 19.01.2021, 18:10h
  • Das letztjährige Motto hob sich wohltuend politisch von anderen Motti in dem Jahr ab. Beim diesjährigen ist das Motto "Proud. Human. Queer." noch gerade akzeptabel. Je weiter das Streben der Community nach Einigkeit, desto unpolitischer kann sie werden.
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#8 Taemin
  • 19.01.2021, 20:20h
  • Antwort auf #6 von Ulrichs-Fan
  • Niemand behauptet eine "Überlegenheit" der deutschen Sprache. Tatsache ist indes, dass erstens Ulrichs auf jenem Juristentag Deutsch sprach und dass zweitens die deutsche Sprache in Deutschland die bei weitem gebräuchlichste ist. Weshalb das Motto eines in Deutschland stattfindenden CSD englisch sein müsse, wurde bisher nicht begründet, insbesondere nicht von den Veranstaltern. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich mit der Aufgabe der eigenen Sprache Weltläufigkeit beweisen lasse.
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#9 AntiprovinzlerAnonym
  • 20.01.2021, 10:33h
  • Antwort auf #8 von Taemin
  • Deine Frage kann ich dir beantworten. Ein englisches Motto wirkt auch in Nachbarländer hinein, in denen Deutsch nicht so gut verstanden wird wie Englisch und in denen Queers verfolgt und unterdrückt werden. Ein Englisches Motto ist ein Zeichen für internationale Solidarität.
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#10 kleinkarierte trachtAnonym
  • 20.01.2021, 10:45h
  • es wundert mich nicht, dass die deutschtümelnde debatte um ein englisches motto in bayern geführt wird. passt ins weiß-blaue stillleben und ist andernorts zum glück bereits überwunden.
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