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Pink.Life

Neue Online-Plattform für die queere Berliner Kunst- und Kulturszene

Ab sofort ist eine neue Webseite zugänglich, die das wegen der Corona-Krise brachliegende queere Kulturleben in der Bundeshauptstadt aus dem Dornröschenschlaf wecken will.


Die Plattform ist seit Dienstag erreichbar (Bild: pinkdot-life.de)

Am Dienstag ist eine neue Plattform für die queere Berliner Kunst-, Performance- und Kulturszene online gegangen. Auf pinkdot-life.de können Berliner Künstler*innen der LGBTI-Community ihre Arbeit kostenfrei präsentieren und erhalten 100 Prozent der Spenden, die Besucher*innen über ein "Soli-Ticket" abgeben.

Die multimediale Website ist nicht nur als virtuelle Bühne für Kulturschaffende und ihr Publikum geplant – sie soll das queere Kunstgeschehen der Hauptstadt auf einer übersichtlichen und bedienfreundlichen Plattform vereinigen. Kunst-Begeisterte können in Beiträgen mit Konzertmitschnitten, Podcasts, Lesungen und Bühnen-Shows, Malerei und Musik, Podiumsdiskussionen sowie politischen Veranstaltungen stöbern und sich jeden Donnerstag auf neue Akteur*innen freuen.

"Nachwuchslesben, Langzeitschwule, trans Expats und Berliner Wurstigkeit"

Das Leuchtturmprojekt wurde initiiert von Ina Rosenthal und Bastian Peters. Ihr Ziel ist es, verschiedene LGBTI-Communitys in Zeiten der Isolation wieder zusammenzubringen. Schließlich seien wichtige Begegnungsräume in der Pandemie weggebrochen. Die beiden betonten beim Start der Seite, das Coronajahr 2020 habe verdeutlicht, wie wichtig Kunst und Kultur für queeres Selbstbewusstsein und queere Lebenswelten sind. Die Bühne müsse daher ins Netz gebracht werden: "Hier treffen queere Kreative auf Nachwuchslesben und Langzeitschwule und trans Expats auf Berliner Wurstigkeit", erklärte Peters. "Das wird seit einem Jahr vermisst, und diese einzigartige Energie soll bei Pink.Life wieder aufleben."

"Die Idee ist im ersten Lockdown entstanden", so Rosenthal. "Im Frühjahr 2020 hatten wir allerdings noch gehofft, dass sich die Lage bis Sommer verbessert." Da weiterhin kein Aufatmen für den Kulturbetrieb in Sicht war, beschloss das Duo, die Idee in die Tat umzusetzen – und erhielt Unterstützung von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, die das Projekt förderte. Solidarität und queere Sichtbarkeit, in der Pandemie und darüber hinaus, bildeten jetzt den Kern des Projekts: "Der Kampf um Sichtbarkeit ist Antidiskriminierungsarbeit", erklärte Rosenthal.

Bereits beim Start sind über 150 professionelle Künstler*innen auf der Seite vertreten. Weitere Anfragen via post@pinkdot-ggmbh.de seien jederzeit willkommen, so Rosenthal und Peters. (pm/cw)