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Diana Kinnert

Lesbische CDU-Beraterin hält ihre Partei für "zu steif und zu verklemmt"

Diana Kinnert, eine der großen Nachwuchshoffnungen der CDU, will ihre Partei diverser und liberaler machen.


Diana Kinnert hat ihre Partei noch nicht da, wo sie sie haben will… (Bild: re:publica / flickr)

Die an verschiedenen Stellen als Beraterin der CDU tätige Diana Kinnert ist mit der Aufstellung ihrer Partei unzufrieden. "Die CDU ist mir oftmals noch zu steif und zu verklemmt – ihr Sittengehorsam in gesellschaftlichen Fragen nervt mich", sagte die 29-Jährige der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Die offen lesbische Christdemokratin war mit Anfang 20 Büroleiterin des inzwischen verstorbenen Bundestagsvizepräsidenten Peter Hintze (CDU) geworden, außerdem arbeitete sie in verschiedenen CDU-Kommissionen mit.

Der "Bunten" sagte Kinnert, gleich bei ihrem Parteieintritt vor mehr als zehn Jahren habe sie "festgestellt, dass die CDU noch lange nicht so divers, liberal, feministisch und nachhaltig ist, wie ich mir das wünsche". Dazu sagte die mit einer Journalistin liierte Unternehmerin: "Ich stamme aus einer Familie von Nichtakademikern, meine Eltern sind immigriert, ich bin homosexuell – Minderheitenschutz, Gleichberechtigung, Bildungschancen und sozialer Aufstieg waren also immer schon wichtige Themenfelder für mich."

Direktlink | DW-Interview mit Kinnert aus dem Sommer 2019
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Kinnert ist in Wuppertal als Tochter eines schlesischen Spätaussiedlers und einer philippinischen Migrantin aufgewachsen. Neben ihrer parteipolitischen Tätigkeit ist sie auch als Geschäftsführerin der newsgreen GmbH unternehmerisch aktiv. Bei der in Berlin ansässigen Firma handelt es sich um eine Nachrichtenplattform für "grüne Innovationen und Technologien". Außerdem ist sie Chefin der Globalo News Publishing – die Medienfirma produziert unter anderem politische Dokumentationen.

Derzeit berät Kinnert den rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf, der nach der Landtagswahl am 14. März SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer ablösen will. (AFP/cw)

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#1 YannickAnonym
  • 20.01.2021, 12:25h
  • Die CDU verwechselt nach wie vor Konservatismus mit Rechtspopulismus.

    Und genau das macht übrigens auch die AfD stärker, weil dadurch solche rechten Gesinnungen salonfähig werden.

    Da sind die konservativen Parteien anderer Staaten (Niederlande, Belgien, Großbritannien, Frankreich, die skandinavischen Staaten, etc.) längst viel weiter... Die verwechseln nicht Konservatismus mit Rechtspopulismus - und unter der Prämisse ist Konsevatismus auch ein wichtiger Teil des politischen Spektrums.
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#2 audeasAnonym
  • 20.01.2021, 12:43h
  • Sie ist dann in der falschen Partei. Bei einer rechten Partei wie der CDU stößt sie auf taube Ohren.
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#3 Doktor SnugglesAnonym
  • 20.01.2021, 13:03h
  • Bevor hier wieder das CDU-Bashing losgeht und die Frage, wie man denn nur in so einer Partei sein kann (nein, bin auch kein Fan der CDU..)

    Finde Diana super und ihr Weg ist meiner Meinung nach der zur Modernisierung so einer großen konservativen Partei - nämlich von innen heraus.
    Von außen drauf einkloppen und sich so abzugrenzen bringt gar nichts, es braucht viel mehr Dianas, um wirklich etwas zu bewegen!!
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